Max Reichmann (* 29. November 1884lt. Kay Weniger: 'Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …' und California Death Records. Wenigers Das große Personenlexikon des Films nennt den 28. November 1887 in Straßburglt. 'Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …', Das große Personenlexikon des Films nennt Berlin; † 3. Februar 1958 in San Francisco, Vereinigte Staaten)lt. 'Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …' und California Death Records war ein deutscher Filmregisseur.

Leben und Wirken Reichmann arbeitete zunächst in verschiedenen Filmbereichen, unter anderem 1921 als Aufnahmeleiter bei Ewald André Duponts Zweiteiler Kinder der Finsternis. Sein Regiedebüt gab er 1923 in Wien als Co-Regisseur mit Die Geliebte des Mörders.

Im Juli 1923 kehrte Reichmann nach Berlin zurück und wirkte zunächst u. a. 1925 als Regieassistent bei Duponts Filmklassiker Varieté. Seitdem inszenierte Max Reichmann mehrere Filme, meist Krimis und Abenteuergeschichten, in denen Schauspieler wie Paul Wegener, Jenny Jugo, Harry Liedtke, La Jana und Olga Tschechowa mitwirkten. Im Januar 1929 gründete er die Max Reichmann Filmproduktion GmbH.Handelsregister Berlin HRB Nr. 42234 Reichmann wurde zu einem der Pioniere des deutschen Tonfilms: Er inszenierte vier Ton-Kurzfilme, übernahm die Regie bei den Tonfilmsequenzen des ursprünglich stumm gedrehten Films Der Günstling von Schönbrunn und begann seine Zusammenarbeit mit dem Tenor Richard Tauber. 1930 gelang Reichmann mit dem Film Das Land des Lächelns wieder ein großer Kinoerfolg. Hauptdarsteller und Produzent war Richard Tauber, Produktionsfirma die Richard Tauber Produktions GmbH, Berlin. Komponisten wie Paul Dessau und Drehbuchautoren wie Walter Reisch arbeiteten für Max Reichmann.

Reichmann, der jüdischer Herkunft war, verschwand noch vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 aus der Öffentlichkeit. 1933 emigrierte er nach Frankreich und inszenierte im selben Jahr in Paris den 9 Minuten und 20 Sekunden kurzen Film L'apprenti sorcier (auf dt.: Der Zauberlehrling) nach der gleichnamigen Goethe-Ballade mit Jean Weidt in der Hauptrolle.L'apprenti sorcier in senscritique.com

Reichmann verließ Frankreich im August 1935 und hielt sich zunächst in Havanna auf Kuba auf. Im Juli 1937 reiste Reichmann über Miami nach New York.Quelle: Antrag auf Einbürgerung: Declaration of Intention Nr. 403889, ausgestellt in New York am 27. Oktober 1937, ancestry.com Dort heiratete er im Jahr 1938Quelle: Heiratsurkunde Nr. 14213, ancestry.com. und übersiedelte dann nach Kalifornien. Dort ließ er sich in Beverly Hills nieder, filmische Aktivitäten lassen sich in den USA trotz Nähe zu Hollywood nicht nachweisen. 1943 wurde Reichmann eingebürgert, 15 Jahre später starb er in San Francisco.

Filmografie Regisseur 1923: Die Geliebte des Mörders (Co-Regie) 1925: Der Kampf gegen Berlin 1926: Derby 1927: Manege 1927: Ihr letztes Liebesabenteuer 1927: Ramper, der Tiermensch 1928: Gaunerliebchen 1928: Weib in Flammen 1928: Ritter der Nacht 1928: Der Herzensphotograph 1929: Der Günstling von Schönbrunn 1929: Verzeih mir (Kurzfilm) 1929: Die süße Yvonne (Kurzfilm) 1929: Jetzt geht’s der Dolly gut (Kurzfilm) 1930: Ich glaub nie mehr an eine Frau (auch Co-Produzent)Quelle: Deutscher Tonfilm voraus, in: Das Kino-Journal, Nr. 991, 27. Juli 1929, S. 10 1930: Madonna im Fegefeuer 1930: Das lockende Ziel 1930: Wie werde ich reich und glücklich? 1930: Das Land des Lächelns 1931: Die große Attraktion 1932: Marco, der Clown (Camp volant) 1933: Bolero (Kurzfilm) 1933: L'apprenti sorcier (Kurzfilm)

Regieassistent 1922: Sie und die drei (Regie E. A. Dupont) 1925: Varieté (Regie E. A. Dupont) 1929: Jetzt geht’s der Dolly gut (Regie Max Hansen) 1929: Wir haben uns gut verstanden… (Kurzfilm, Regie Max Hansen)

Aufnahmeleiter 1921: Kinder der Finsternis, 1. Teil: Der Mann aus Neapel (Regie E. A. Dupont) 1922: Kinder der Finsternis, 2. Teil: Kämpfende Welten (Regie E. A. Dupont)

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 6: N – R. Mary Nolan – Meg Ryan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 450. Kay Weniger: „Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …“. Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht. ACABUS Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86282-049-8, S. 601.

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus Kategorie:Deutscher Kategorie:Person (Stummfilm) Kategorie:Geboren 1884 Kategorie:Gestorben 1958 Kategorie:Mann