mini|Vortatragraben mit Zakopane von der Gubałówka mini|Ortseinfahrt mini|Bahnhof mini|Klimadiagramm mini|Schindeldach des Touristenhauses mini|Kapelle im Zakopane-Stil mini|Villa Oksza im Zakopane-Stil mini|Moderne Holzarchitektur mini|Einkaufs- und Flaniermeile Krupówki mini|Alter Friedhof mini|Neuer Friedhof mini|Seilbahn Kasprowy Wierch mini|Skigebiet Kasprowy Wierch mini|Standseilbahn Gubałówka mini|Skigebiet Gubałówka mini|COS-Eisschnelllaufbahn mini|Skisprungschanze Wielka Krokiew mini|Skisprungschanze Średnia Krokiew mini|Giewont von Zakopane (Norden) aus gesehen im Jahr 1938 (Agfacolor-Foto). mini|Murowaniec-Hütte 1948 mini|Größte Zakopane-Alm Gąsienicowa mini|Świnica höchster Punkt im Gemeindegebiet mini|Czarny Staw Gąsienicowy größter See im Gemeindegebiet mini|Siklawica höchster Wasserfall im Gemeindegebiet
Zakopane ([] ) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Kleinpolen im südlichsten Teil Polens, rund 90 km südlich der Stadt Krakau in einem weiten Talbecken der Westtatra und der Hohen Tatra nahe der slowakischen Grenze. Die Stadt ist Sitz des Kreises Powiat Tatrzański und das größte Wintersportzentrum des Landes.
Geographie Zakopane ist eine der südlichsten Städte und die höchstgelegene Stadt Polens. Die höchsten Berge Polens (bis ) gehören teilweise zur Gemeinde. Der höchste Gipfel, der zum Gemeindegebiet gehört, ist die Świnica mit Das Stadtgebiet selbst reicht von 750 bis zu Die Stadtmitte (Kreuzung von Krupówkistraße und Kościuszkostraße) befindet sich in einer Höhe von Südlich an die Stadt grenzt der Nationalpark Hohe Tatra. Über der Stadt befinden sich die vier Hausberge Zakopanes: Nosal, Giewont und Kasprowy Wierch südlich des Zentrums in der Westtatra sowie Gubałówka nördlich des Zentrums im Pogórze Gubałowskie. Auf die letzten beiden Gipfel führen Seilbahnen. Das Stadtzentrum liegt im Vortatragraben.
Zakopane hat eine Fläche von 84,35 km², wovon: 31 % landwirtschaftlich genutzt wird und Wälder 57 % der Fläche ausmachen. Der Stadtinnenbereich macht 17,89 % der Fläche aus.
Die Nachbargemeinden sind: Bukowina Tatrzańska im Osten, Kościelisko im Westen und Poronin im Norden. Über den Hauptkamm der Tatra grenzt Zakopane auch an die Slowakei im Süden.
Stadtteile Zentrum Kasprusie Skibówki Krzeptówki Mraźnica Buńdówki Spadowiec Bogówka Bystre Jaszczurówka Antałówka Olcza Toporowa Cyrhla Gubałówka Harenda Kuźnice Bilinówka Chłabówka
Klima Zakopane besitzt wegen seiner Höhenlage etwas niedrigere Temperaturen und deutlich höhere Niederschläge, insbesondere Schneefall, als Orte im Flachland oder auf der Südseite der Tatra. Winde mit feuchten Luftmassen, die in Form von Regen und Schnee auf der Nord- und Westseite der Tatra hohe Niederschlagsmengen verursachen, wehen vor allem von Norden und Nordwesten im Winter. Sie werden von den Zakopanern Orawski genannt. Trockene und warme Südwinde kommen als Föhn, der in Zakopane Halny genannt wird, über den Hauptkamm der Tatra im Herbst und Frühjahr. Der Winter dauert in der Stadt Zakopane von November bis Ende März sowie von Oktober bis April auf dem Hausberg Kasprowy Wierch. Im Sommer kommt es oft zu Wärmegewittern. Der wärmste Monat ist in der Regel der Juli, der kälteste der Februar.
Wappen Beschreibung: In Blau ein grauer spitzer Schildfuß mit einem darauf stehenden weißen Endrautenkreuz mit Strahlen zwischen den Kreuzarmen. Hinter dem Kreuzfuß zwei goldene mit den Bärten nach außen zeigende gekreuzte Schlüssel mit Kreuzeinschnitt in den Bärten und herzförmigem Durchbruch in der Schlüsselreite.
Geschichte Mittelalter Die Region Podhale wurde im Mittelalter von Norden nach Süden besiedelt. Die ersten Siedlungen wurden von Zisterziensern Anfang des 13. Jahrhunderts am unteren Lauf des Czarny Dunajec angelegt. Im Laufe der Zeit wurden der Wald in den Flusstälern gerodet und neue Siedlungsflächen in immer höher gelegenen Gebieten an Oberläufen der Quellflüsse des Dunajec erschlossen. Aufgrund des kühlen Klimas in der hoch gelegenen Region wurde vor allem Almwirtschaft und Viehzucht betrieben. Es ist nicht bekannt, wann die ersten Siedler auf das Gebiet des heutigen Zakopane kamen. Im Spätmittelalter befanden sich mehrere saisonale Hirtensiedlungen im Vortatragraben. Seinerzeit siedelten sich hier die ersten Hirten, Bauern und Holzfäller an.
Frühe Neuzeit 1578 verlieh König Stephan Báthory das Siedlungsprivileg für Zakopisko. Das Gebiet gehörte seither zu den Königsgütern, was man mit der Reichsunmittelbarkeit im Heiligen Römischen Reich vergleichen kann. Im 17. Jahrhundert wohnten im Dorf Zakopane nur wenige Hirtenfamilien dauerhaft. Der Aufschwung des Ortes kam mit der Entwicklung des Bergbaus in der Tatra, insbesondere der Westtatra, im 18. Jahrhundert. Verschiedene Erze, insbesondere Eisenerz, wurden in der Tatra gewonnen und zunächst noch in den Tälern verarbeitet. Das Hüttenwesen aus den Tatratälern wurde später im heutigen Stadtteil Zakopanes Kuźnice (in deutscher Übersetzung: Schmiede) zentriert. Als Zakopane im Zuge der Ersten Polnischen Teilung 1772 an die Habsburger kam, war Kuźnice bereits der größte metallurgische Standort in Galizien.
Galizien Zakopane gehörte von 1772 bis 1918 zum habsburgerischen Königreich Galizien und Lodomerien. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einer beliebten Touristen- und Künstlerstadt, wie auch die gesamte Tatra einen solchen Aufschwung erfuhr. Der Bergführer Sabała begleitete zahlreiche Bergsteiger bei den Erstbesteigungen vieler Gipfel der Hohen Tatra. In der zweiten Jahrhunderthälfte hatte der Ort bereits mehr als 3000 Einwohner. 1873 wurde in Zakopane die Galizische Tatra-Gesellschaft gegründet, die sich um die Erschließung der Tatra für Bergsteiger, die Förderung der regionalen Podhalanie-Kultur sowie für den Naturschutz einsetzte. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts propagierte der Arzt Tytus Chałubiński Zakopane als Luftkurort und gründete hier ein Sanatorium für Tuberkulosekranke. 1886 erhielt Zakopane den Kurort-Status. Stanisław Witkiewicz schuf in den 1880er Jahren in der Architektur den Zakopane-Stil, eine Mischung des Jugendstils mit der Folklore der Podhalanie. Die zum 1889 gegründeten Tatra-Museum gehörende Villa Koliba widmet sich dem Zakopane-Stil. In dieser Zeit entwickelte sich Zakopane immer mehr zu einem beliebten Urlaubsziel, insbesondere für Künstler, die hier Inspiration und Schaffenskraft suchten. Es entstanden zahlreiche Hotels und Pensionen. Als die bisherigen Eigentümerfamilien Eichborn und Pelz den Raubbau in der Tatra fortsetzten, entschloss sich Władysław Zamoyski, der sich sehr um die Entwicklung Zakopanes mit der Anlegung einer Kanalisation und zahlreichen öffentlichen Einrichtungen (Post, Schulen, Museen) verdient gemacht hat, 1889 Zakopane und einen Großteil der Tatra zu erwerben, was die Grundlage für den heutigen Tatra-Nationalpark schuf. Auf Zamoyskis Betreiben erhielt Zakopane am 25. Oktober 1899 einen Eisenbahnanschluss durch die Bahnstrecke Chabówka–Zakopane an Krakau sowie eine Verbindungsstraße. 1902 erstritt er vor einem Grazer Gericht für Zakopane die Gegend um das Meerauge. 1903–1906 wurde auf dem heutigen Gemeindegebiet in der Hohen Tatra der Höhenweg Orla Perć angelegt. Um die Jahrhundertwende hatte Zakopane rund 6000 Einwohner.
Zweite Polnische Republik Am 13. Oktober 1918 riefen die Bürger Zakopanes unter Berufung auf die 14 Punkte Woodrow Wilsons die unabhängige Republik Zakopane aus. Zum Staatsoberhaupt wurde Stefan Żeromski gewählt. Am 16. November 1918 trat die Republik Zakopane dem neuentstehenden polnischen Staat bei. Bereits zu dieser Zeit lebte die Stadt vor allem vom Tourismus. Die Einwohnerzahl kletterte auf fast 20.000. Zakopane war auch in der Zweiten Polnischen Republik Anziehungspunkt für Künstler. Karol Szymanowski ließ sich 1932 in Zakopane nieder. Zahlreiche Museen wurden gegründet. Das Stadtrecht wurde Zakopane 1935 verliehen. Die Ferienregion um Zakopane wurde zu einem der ehrgeizigsten Projekte der polnischen Touristenvereine. 1925 wurde die Sprungschanze Wielka Krokiew eröffnet, 1938 die Standseilbahn auf die Gubałówka. 1939 startete die erste Seilbahn auf den Kasprowy Wierch. In den 1930er Jahren verkehrte der Luxuszug Luxtorpeda, der eine Geschwindigkeit von 115 km/h erreichen konnte, zwischen Krakau und Zakopane.
In der Zwischenkriegszeit wurden folgende internationale Wintersportmeisterschaften in Zakopane ausgetragen: Nordische Skiweltmeisterschaften 1929 Nordische Skiweltmeisterschaften 1939 Alpine Skiweltmeisterschaften 1939
Zweiter Weltkrieg Mit der Bildung des Generalgouvernements nach der militärischen Niederlage Polens im Zweiten Weltkrieg wurde Zakopane der Kreishauptmannschaft Neumarkt einverleibt. Von Oktober 1939 bis Sommer 1941 war Hans Malsfey Stadtkommissar von Zakopane, danach wurde er Kreishauptmann von Neumarkt. Ende November 1939 kam es zu einer Gestapo-NKWD-Konferenz, auf der die „Endlösung der polnischen Frage“, das heißt die gemeinschaftliche Liquidierung der polnischen Führungsschicht beraten wurde.Adam Krzeminski: Polen blickt nach vorn. Welt, 18. Oktober 2007. Im Sommer 1940 sperrten die deutschen Behörden Zakopane für Juden und erklärten es zugleich zum Erholungsgebiet für Deutsche. Im folgenden Jahr wurde der jüdische Sperrbezirk bis Neumarkt ausgedehnt. Für die polnische Widerstandsbewegung wiederum war Zakopane eine wichtige Zwischenstation im Nachrichtennetz, das sich von Warschau und Krakau über die Slowakei nach Budapest spannte. Seine Bewohner fungierten nicht nur als Kuriere, die Nachrichten über die Berge brachten, sondern waren auch auf vielfältige Weise in die Widerstandshandlungen gegen die deutschen Besatzer integriert. Im Hotel Palace war die Gestapo untergebracht, die in dem Gebäude zahlreiche Widerstandskämpfer verhört und gefoltert hat. Das Hotel Palace wird daher in Zakopane auch als die Folterkammer des Podhale bezeichnet. Der Folterkeller ist zugänglich. Das hier an eine Wand gekritzelte Gebet der 18-jährigen Helena Wanda Błażusiakówna wurde von Henryk Mikołaj Górecki für seine 3. Symphonie verwendet.Zakopane „Palace” cela nr 3 ściana nr 3 Błażusiakówna Helena Wanda lat 18, siedzi od 25 IX 44
Volksrepublik Gefechte zwischen Widerstandskämpfern und der sowjetischen Besatzungsmacht fanden in der Tatra bis 1947 statt. 1950 wurde die Polskie Towarzystwo Tatrzańskie (PTT, Polnische Tatra-Gesellschaft) mit der Polskie Towarzystwo Krajoznawcze (PTK, Polnische Gesellschaft für Landeskunde) zwangsweise zur Polskie Towarzystwo Turystyczno-Krajoznawcze (PTTK) fusioniert.
Folgende internationale Wintersportmeisterschaften wurden in Zakopane ausgetragen: Nordische Skiweltmeisterschaften 1962 Biathlon-Weltmeisterschaften 1969 Slalomrennen im Rahmen des Alpinen Skiweltcup 1973/74
Seit 1980 findet auf der Sprungschanze Wielka Krokiew regelmäßig der Skisprung-Weltcup statt.
Dritte Republik Folgende internationale Wintersportmeisterschaften wurden in Zakopane ausgetragen: Winter-Universiade 1993 Biathlon-Europameisterschaften 2000 Winter-Universiade 2001 Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften 2008 Eisschnelllauf-Juniorenweltmeisterschaft 2009
Zakopane bewarb sich auch für die Olympischen Winterspiele im Jahr 2006, die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2011, die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2013, die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2015, die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 und die Olympischen Winterspiele im Jahr 2022. Die letzte Bewerbung scheiterte am Widerstand der Einwohner.
Kultur Kunst Ende des 19. Jahrhunderts wurde Zakopane ein wichtiger Ort in der polnischen Kulturlandschaft. Die Epoche des Jungen Polens ist stark mit der Stadt verbunden. In dieser Zeit lebten dauerhaft oder zeitweilig in Zakopane: Henryk Sienkiewicz, Władysław Orkan, Stanisław Witkiewicz, Stefan Żeromski, Kazimierz Przerwa-Tetmajer, Jan Kasprowicz, Mieczysław Karłowicz, Karol Szymanowski, Stanisław Ignacy Witkiewicz und andere.
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