In der Liste der Baudenkmale in Wriezen sind alle Baudenkmale der brandenburgischen Stadt Wriezen und ihrer Ortsteile aufgelistet. Grundlage ist die Veröffentlichung der Landesdenkmalliste mit dem Stand vom 31. Dezember 2021.
Legende
Allgemein
Denkmale Altgaul Altgaul liegt zwei Kilometer nordöstlich von Wriezen. Es ist ein ehemaliges Vorwerk. 1998 wurde es als Ortsteil von Rathsdorf nach Wriezen eingemeindet. Gegründet wurde der Ort im 13. Jahrhundert als Gaul. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort fast vollständig zerstört, wurde aber bis Ende des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut. 1797 zerstörte zwei Brände den Ort, daraufhin wurde Neugaul gegründet, das Vorwerk bekam den Namen Altgaul. Noch heute ist der Ort vom Gut geprägt.
Altwriezen Altwriezen liegt etwa sechs Kilometer nordöstlich von Wriezen. Im Jahre 1412 wurde der Ort urkundlich erwähnt, bis 1719 gehörte der Ort der Familie Barfuß. 1736 zerstörte ein Hochwasser den halben Ort. Weitere Hochwasser gab es 1749, 1770 und 1838. Um 1754 wurde ein Deich gebaut, durch das neu gewonnene Land wurde der Fischerort zum Bauerndorf.
Biesdorf Biesdorf liegt etwa neun Kilometer westlich von Wriezen.
Eichwerder Eichwerder liegt etwa vier Kilometer östlich von Wriezen. Es ist ein Straßendorf und gehört seit 1998 zu Wriezen. 1748 erwarb der Hof- und Kirchenrat Carl Philipp Menzel die Gemarkung mit der Verpflichtung 33 Kolonisten anzusiedeln. Bis 1756 wurden die Häuser für die Familien gebaut. Am 11. März 1780 wurde in Eichwerder der Architekt August Crelle geboren. Von Wriezen kommend liegt das Rittergut Jäckelsbruch kurz vor dem Ortseingang auf der rechten Seite.
Frankenfelde Frankenfelde liegt etwa neun Kilometer westlich von Wriezen.
Haselberg Haselberg war bis zum 26. Oktober 2003 ein Ortsteil der Gemeinde Wriezener Höhe. Er liegt etwa zehn Kilometer westlich von Wriezen.
Lüdersdorf Lüdersdorf liegt etwa sieben Kilometer südwestlich von Wriezen.
Rathsdorf Rathsdorf liegt vier Kilometer nördlich von Wriezen an der Straße nach Bad Freienwalde. Rathsdorf wurde in den Jahren 1753/1754 als Kolonistendorf angelegt. 23 Familien siedelten hier. 1772/1773 wurde das Land mit der Separation neu aufgeteilt. Am 5. Juni 1822 brannte der Ort vollständig ab. Der Ort wurde mit typengleichen Hofstellen wieder aufgebaut. Die Grundstruktur des Dorfes wurde seitdem wenig verändert. So erkennt man noch die Großkolonistenstellen auf der Westseite und die Kleinkolonistenstellen auf der Ostseite.
Schulzendorf Schulzendorf liegt etwa fünf Kilometer südwestlich von Wriezen.
Wriezen Wriezen wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert gegründet. Der Ort entstand um die 1919 abgerissene Lorenzkirche und die St. Marienkirche. Die Bevölkerung bestand aus Handwerkern, Händlern und Fischern. Im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt, im Jahre wohnten hier noch 68 Einwohner, im Jahre 1500 war es 1200. 1664 brannte Wriezen fast vollständig ab. Es wurde wieder aufgebaut, so lebten 1750 wieder 2470 Einwohner in der Stadt. Mit Trockenlegung des Oderbruchs nahm die Bedeutung der Fischerei ab, und die Landwirtschaft nahm zu. Im Jahre 1765 entstand eine Weberkolonie. Im 19. Jahrhundert wurden kleine Fabriken gegründet, unter anderem eine Zwirnfabrik (1824), eine Wattefabrik (1843), eine Malzfabrik (1858) und 1853 eine Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen und Eisengießerei. die Stadt wuchs im 20. Jahrhundert weiter. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Wriezen zu 90 % zerstört. Nach dem Wiederaufbau wuchs die Stadt wieder, 1990 lebten 7026 Einwohner in Wriezen.
Ehemalige Denkmale
Einzelnachweise
Literatur Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Teil: Brandenburg. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2012, ISBN 978-3-422-03123-4. Ilona Rohowski, Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1: Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Niederoderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2006, ISBN 3-88462-230-7.
Weblinks
! Wriezen Baudenkmaler Wriezen