Wacław Andrzej Martyniuk (* 10. November 1949 in Bytom) ist ein polnischer Politiker (PZPR, SdRP, SLD), Gewerkschaftsfunktionär und von 1991 bis 2011 Abgeordneter des Sejm in der I., II., III., IV., V. und VI. Wahlperiode.
Leben und Beruf Martyniuk arbeitete bis 1973 im Pelzwerk Żywiec und anschließend in den Steinkohlebergwerken „Borynia“ und „Krupiński“. Er beendete 1972 sein berufsbegleitendes Studium an der Hochschule für Ökonomie in Posen. 2009 reichte das Instytut Pamięci Narodowej einen Antrag beim Lustrationsgericht, festzustellen, dass Martyniuk falsche Angaben bezüglich einer Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst gemacht habe, ein. auf wyborcza.pl, abgerufen am 22. August 2024. Im Mai 2012 stellte das Gericht fest, dass Martyniuks Lustrationserklärung der Wahrheit entsprach. auf gazeta.pl, abgerufen am 22. August 2024. Dieses Urteil wurde im September 2012 vom Berufungsgericht in Katowice bestätigt.„Martyniuk prawomocnie oczyszczony z zarzutu kłamstwa lustracyjnego“ auf wiadomosci.wp.pl, abgerufen am 22. August 2024. Ebenfalls 2012 wurde er Berater des Präsidenten der polnischen Nationalbank Marek Belka.
Politik Von 1976 bis 1990 war Martyniuk Mitglied der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PZPR). Anschließend war er bis 1999 Mitglied der Socjaldemokracja Rzeczypospolitej Polskiej (SdRP), danach trat er dem Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD) bei. In den Jahren 1984 bis 1994 war er Funktionär und Stellvertretender Vorsitzender der Föderation der Bergarbeitergewerkschaften und der Ogólnopolskie Porozumienie Związków Zawodowych (Bündnis der linken Gewerkschaften in Polen). Er nahm für die PZPR an den Gesprächen am Runden Tisch in der Untergruppe Verbände und Kommunalverwaltung teil.
Bei den Parlamentswahlen 1991,Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 500. 1993,Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 661. 1997, auf der Seite der Wahlkommission. 2001Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Januar 2025. und 2005Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Januar 2025. wurde er für die SLD in den Sejm gewählt. Von 1997 bis 2010 war er verantwortlich für die Fraktionsdisziplin in der Fraktion der SLD.
In den Parlamentswahlen 2007 wurde er über die Liste des Wahlbündnisses Lewica i Demokraci (LiD), an dem sich die SLD beteiligt hatte, mit 16.125 Stimmen für den Wahlkreis Gliwice zum sechsten Mal in den Sejm gewählt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Januar 2025. Er war Stellvertretender Vorsitzender der Sejm-Kommission für Abgeordnetenangelegenheiten sowie Mitglied der Kommission für öffentliche Finanzen. Am 22. April 2008 wurde er Mitglied der Fraktion Lewica. Bei der Parlamentswahl 2011 trat er nicht mehr an und schied daher aus dem Parlament aus.
Auszeichnungen Martyniuk wurde mit dem Silbernen Verdienstkreuz der Republik Polen und dem Ritterkreuz des Ordens Polonia Restituta ausgezeichnet.
Weblinks Wacław Martyniuks Seite als Abgeordneter des Sejm
Einzelnachweise
Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Dritte Republik) Kategorie:PZPR-Mitglied Kategorie:SLD-Mitglied Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Gewerkschafter (Polen) Kategorie:Träger des Ordens Polonia Restituta (Ritter) Kategorie:Träger des Silbernen Verdienstkreuzes der Republik Polen Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1949 Kategorie:Mann