Galgenmühle (fränkisch: Galng-milE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 79. Dort folgendermaßen transkribiert: „galngmíl“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Galgenmühle liegt in der Gemarkung Hennenbach.

Geografie Die ehemalige Einöde bildet mit Ansbach im Westen und Süden, Hennenbach im Norden und Kammerforst im Osten eine geschlossene Siedlung. Unmittelbar nördlich fließt der Hennenbach.

Geschichte Der Ort wurde 1400 als „Galgenmül“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Zur Mühle unter dem Galgenberg.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 79f. Ursprünglich war die Galgenmühle ein Würzburger Stiftslehen, 1468 ging sie in den Besitz von Ludwig von Eyb in Sommersdorf über, der sie noch im selben Jahr an das Gumbertusstift verkaufte.K. H. v. Lang: Landgericht Ansbach, S. 17 f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Galgenmühle zur Realgemeinde Hennenbach. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Stiftsamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt Galgenmühle die Hausnummern 25 und 26 des Ortes Hennenbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 866f. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 994.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Galgenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Hennenbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Hennenbach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.

Ehemaliges Baudenkmal Zweigeschossiges Gebäude 17./18. JahrhundertG. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 95. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 17 10 17 14 14 19 113 147 86 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1961 als Wohngebäude. 3 2 2 2 3 12 21 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Ansbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Einzelsiedlung in der kreisfreien Stadt Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1400