Sasebo (jap. ) ist eine Großstadt in der japanischen Präfektur Nagasaki auf der Insel Kyūshū und kleineren Inseln. Seit 2016 hat Sasebo als „Kernstadt“ auch politisch einen Großstadtstatus mit mehr Selbstverwaltung.

Geographie Sasebo liegt nördlich von Nagasaki und westlich von Fukuoka.

Im Westen befindet sich das Ostchinesische Meer, im Süden die Sasebo-Bucht und hinter dieser die Ōmura-Bucht. Die Hario-Meerenge zwischen diesen beiden Buchten wird von der Saikaibashi (Westmeerbrücke) überbrückt, die im Zuge der Nationalstraße 202 steht.

Geschichte Der 1886 gegründete Marinebezirk Sasebo mit Sitz im damaligen Sasebo-mura () wurde zum wichtigsten Hafen der japanischen Marine bei ihren Einsätzen im Ersten Chinesisch-Japanischen Krieg und im Russisch-Japanischen Krieg. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs blieb es ein wichtiger Marinestützpunkt. Neben den Basisanlagen baute die Marine auch das Sasebo Naval Arsenal, zu dem große Werften und Reparatureinrichtungen gehörten. Am 29. Juni 1945 wurde die Stadt, die zu diesem Zeitpunkt 206 000 Einwohner zählte, durch einen amerikanischen Luftangriff zu 48 % zerstörtJohn Keegan (Hrsg.): Atlas Zweiter Weltkrieg. 1. Auflage. Bechtermünz Verlag, Augsburg 1999, ISBN 3-8289-0340-1, S. 196..

Die in diesem Artikel beschriebene Sasebo-shi/kreisfreie Stadt Sasebo wurde 1902 aus dem Landkreis Ost-Sonogi (Higashi-Sonogi-gun) von Nagasaki ausgegründet. Durch die Gebietsreformen des 20. und 21. Jahrhunderts absorbierte sie später auch erhebliche Teile des Kreises Nord-Matsuura (Kita-Matsuura), zuletzt zum 31. März 2010 die nördlich gelegenen Städte Emukae und Shikamachi.

Verkehr Straße: Nishi-Kyūshū-Autobahn Nationalstraße 35: nach Takeo Nationalstraßen 202, 204, 205, 384, 497, 498 Zug: JR Sasebo-Linie JR Omura-Linie

Wirtschaft Wirtschaftlich bedeutsam ist neben dem Schiff- und dem Maschinenbau noch die Fischerei. Außerdem ist Sasebo ein wichtiger Stützpunkt der Meeresselbstverteidigungsstreitkräfte. In der Naval Ordnance Facility Sasebo der US-Navy ist die Expeditionary Strike Group SEVEN der Siebten Flotte stationiert.

Sehenswürdigkeiten Gegenüber vom Hauptbahnhof erhebt sich im Stadtteil Miura-chō die 1930 im Stil der Neogotik erbaute und weithin sichtbare Kirche Seishin, das Wahrzeichen SasebosRobert Strauss, Chris Taylor, Tony Wheeler: Japan. 1. Auflage. Stefan Loose Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-922025-41-2 , S. 632.. Sasebo ist die einzige Stadt Japans, deren Wahrzeichen eine Kirche ist. Der Archipel Kujūkushima ist am einfachsten von dem Fischereihafen Ainoura, der wenige Kilometer nordwestlich von Zentrum Sasebos liegt, zu erreichen. Huis ten Bosch (Themenpark), niederländische Architekturmodelle

Städtepartnerschaften Albuquerque, seit 1966 Xiamen, seit 1983

Söhne und Töchter der Stadt Satoko Tanaka (* 1942), Schwimmerin Ryū Murakami (* 1952), Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur Hiroshi Toyooka (* 1969), Radrennfahrer Mayu Shinjo (* 1973), Mangaka

Angrenzende Städte und Gemeinden Präfektur Nagasaki Matsuura Saikai Hirado Hasami Kawatana Saza Präfektur Saga Imari Arita

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Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Präfektur Nagasaki Kategorie:Ort mit Seehafen Kategorie:Marinestützpunkt