mini|Ortsansicht mini|Die Weiher

Schwalbenmühle (fränkisch: Schwalm-milE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 172. Dort folgendermaßen transkribiert: „schwalmmíl“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Windsbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Schwalbenmühle liegt in der Gemarkung Windsbach.

Geografie Durch die Einöde fließt der Schwalbenbach, ein linker Zufluss der Fränkischen Rezat. Südöstlich beginnt das Waldgebiet Steinmauern. Ein Anliegerweg führt zur Staatsstraße 2220 (0,3 km südlich) zwischen Windsbach (0,7 km westlich) und Wolfsau (1 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde 1531 als „Schwalbenmül“ erstmals urkundlich erwähnt. Obwohl die Mühle nur an einem Bächlein liegt, konnte sie als Wassermühle betrieben werden, indem das Wasser des dünnen Rinnsals angestaut wurde. So erklärt sich auch der Name, der in keinem Zusammenhang mit der Schwalbe steht, sondern sich von Schwellen (Anstauen) ableitet.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 172.

Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Windsbach aus dem Jahr 1608 wurde für die Schwalbenmühle eine Mannschaft verzeichnet, die dem brandenburg-ansbachischen Kastenamt Windsbach unterstand. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/1, 10. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 732.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Schwalbenmühle zu Windsbach. Sie hatte das Kastenamt Windsbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Schwalbenmühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 175 der Stadt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 930. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1016.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schwalbenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Windsbach und der 1810 gegründeten Munizipalgemeinde Windsbach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.

Bodendenkmäler Etwas östlich von der Schwalbenmühle gibt es Grabhügel vorgeschichtlicher Zeitstellung. Südlich der Mühle gab es eine Wallanlage, die genaue Zeitstellung ist nicht bekannt.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 9 8 7 3 6 5 4 5 4 7 5HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle

Religion Schwalbenmühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Margareta (Windsbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Bonifatius (Windsbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Windsbach Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Wassermühle im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1531 Kategorie:Mühle in Europa Kategorie:Bauwerk in Windsbach