miniatur|Amanda Sandrelli am 27. August 2006 Amanda Angelica Sandrelli Paoli (* 31. Oktober 1964 in Lausanne, Schweiz) ist eine italienische Schauspielerin und Regisseurin.

Biografie Familie Amanda Sandrelli ist die Tochter des italienischen Sängers Gino Paoli und der Schauspielerin Stefania Sandrelli. Sie wuchs in einer Großfamilie auf, zu der auch ihr Halbbruder Vito (* 1973) zählte, der aus einer späteren Beziehung ihrer Mutter mit dem italienischen Unternehmer Nicky Pende entstammt. Ihren Ehemann, der peruanische Wurzeln hat, lernte sie während ihrer Mitwirkung im Theaterstück Né in cielo né in terra kennen. Er war ein Schauspielkollege, der auch in dieser Aufführung ihren Partner verkörperte. Im Juli 1994 heiratete sie in Peru Blas Roca Rey, mit dem sie zwei Söhne hat, Rocco (* 1998) und Francisco (* 2004).

Karriere Die Karriere von Amanda Sandrelli begann durch Zufall. Ihre Mutter hatte ihre Freunde Roberto Benigni und Massimo Troisi, beides Regisseure, zum Abendessen zu sich nach Hause eingeladen. Das Ergebnis war, dass sie Amanda für ihren nächsten Film Die Lucky Boys haben wollten. Sie spielte darin die Figur Pia und der Film erreichte 1985 in Italien Kultstatus. In ihrem nächsten Engagement Inzest, ebenfalls 1985, verkörperte sie die Monica und spielte an der Seite ihrer Mutter. In den folgenden Jahren arbeitete Amanda Sandrelli mit verschiedenen Regisseuren zusammen wie Giuseppe Bertolucci in Seltsam, das Leben ... (1987) und Armori in corso (1989), Bruno Bozzetto in Sotto il ristorante cinese (1987) und auch Ugo Tognazzi in Bandellis Alibi (1988). Sie agierte auch an der Seite bekannter Schauspieler wie Max von Sydow in Una vita scellerata (1990) und Christopher Lambert in Nirvana (1997).

Ein seltenes Ereignis stellte ein Duett mit ihrem Vater dar. Beide sangen 1991 die offizielle italienische Version des Soundtracks des Walt-Disney-Films Die Schöne und das Biest. In den 1990er Jahren pendelte Amanda Sandrelli zwischen Film- und Theaterproduktionen. Ihre bekanntesten Theateraufführungen sind Né in cielo né in terra (1992), Bruciati (1993), La chunga (1994) und Tre sorelle (1995). Im Fernsehen war sie beispielsweise in den Filmen Oscar per due (1998) und Le Madri (1999) sowie in den Fernsehserien Il ricatto 2 (1991), Il sassofono (1991) und Il giudice Mastrangelo (2005–2007) zu sehen. 2007 stand sie in der Fernsehserie Io e mamma nach 23 Jahren wieder zusammen mit ihrer Mutter Stefania vor der Kamera. 2009 übernahm sie die Rolle der Cristina in dem Film Christine Cristina, eine Biografie über die Dichterin Cristina da Pizzano und das Regiedebüt ihrer Mutter. Amanda Sandrelli gilt als außergewöhnlich flexible Schauspielerin mit einer großen Bandbreite.

Als Regisseurin filmte sie 2004 den Kurzfilm Un amore possibile, in dem ihr Ehemann mitspielte und der in der Kategorie Bester Kurzfilm im selben Jahr für den David di Donatello, den bedeutendsten italienischen Filmpreis, nominiert war. 2007 folgte der Dokumentarfilm Piedi x terra.

Weitere Aktivitäten Sie engagiert sich in der Legambiente für Umwelt- und Naturschutz und wie ihre Eltern und ihr Ehemann auch bei Amnesty International.

Filmografie (Auswahl) 1984: Die Lucky Boys (Non ci resta che piangere) 1985: Inzest (L’attenzione) 1985: Investigatori d’Italia (Fernsehserie) 1986: Das Haus der blauen Schatten (La casa del buon ritorno) 1987: Seltsam, das Leben ... (Strana la vita) 1987: Trouble in Paradise (Sotto il ristorante cinese) 1988: Saremo felici 1988: Una lepre con la faccia da bambina (Fernsehfilm) 1988: Bandellis Alibi (I giorni del commissario Ambrosio) 1989: Quattro piccole donne (Fernsehfilm) 1989: Amori in corso 1989: Sieben auf einen Streich 1990: Una vita scellerata 1991: Il ricatto 2 (Fernsehserie, Folge 2x01 Bambini nell’ombra) 1991: Il sassofono (Fernsehfilm) 1992: Cinecittà... Cinecittà 1992: Donne sottotetto 1992: Bony und sein Kommissar (Fernsehserie) 1993: 80mq – Ottantametriquadri 1994: Más allá del horizonte (Fernsehserie, Folge 1x01 Más allá del horizonte) 1994: Dietro la pianura 1994: Stefano Quantestorie 1995: Morte di una strega (Fernsehfilm) 1995: Olimpo Lupo – Cronista di nera (Fernsehfilm) 1996: Bruno aspetta in macchina 1996: Positano (Fernsehvierteiler, alle Folgen) 1996: Ci vediamo in tribunale (Fernsehfilm) 1997: Nirvana 1997: Cinque giorni di tempesta 1998: Oscar per due (Fernsehfilm) 1999: Le madri (Fernsehfilm) 2000: Prima la musica, poi le parole 2002: Cuccioli (Fernsehsechsteiler, alle Folgen) 2002: Perlasca: Un eroe italiano (Fernsehfilm) 2003: Ricordati di me 2004: Part Time (Fernsehzweiteiler, 2 Folgen) 2005–2007: Il giudice Mastrangelo (Fernsehserie, 9 Folgen) 2006: Il vizio dell’amore (Fernsehserie, Folge 1x07 L’altra) 2006: Mafalda di Savoia – Il coraggio di una principessa (Fernsehzweiteiler, 2 Folgen) 2007: Io e mamma (Fernsehserie, 6 Folgen) 2009: Christine Cristina 2011: Scossa

Auszeichnungen 1990: Nominierung David di Donatello, Beste Nebendarstellerin (Migliore Attrice Non Protagonista), für Amori in corso 1990: Nominierung Nastro d’Argento, Beste Darstellerin (Migliore Attrice Protagonista), für Amori in corso 1993: Nominierung Nastro d’Argento, Beste Nebendarstellerin (Migliore Attrice Non Protagonista), für Donne sottotetto 1998: Nominierung Nastro d’Argento, Beste Nebendarstellerin (Migliore Attrice Non Protagonista), für Nirvana 2004: Nominierung David di Donatello, Bester Kurzfilm (Migliore Cortometraggio), für Un amore possibile

Einzelnachweise

Weblinks

Biografie auf Movieplayer.it Kurzes Video mit Amanda Sandrelli zu Legambiente

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