Andreas „Andi“ Feichtinger (* 10. November 1978 in Ried im Innkreis) ist ein österreichischer Fußballspieler, der unter anderem auch als -trainer tätig ist.
Seine jüngeren Brüder Josef (* 1981) und Martin (* 1983) hatten ebenfalls lange Karrieren in der Regionalliga und hatten, wie der ältere Bruder, ebenso den Sprung in den Profifußball geschafft.
Spielerkarriere Karrierebeginn in Oberösterreich Andreas Feichtinger wurde am 10. November 1978 in Ried im Innkreis geboren, wuchs in der kleinen oberösterreichischen Gemeinde Eitzing auf und begann seine Vereinskarriere im Jahr 1986 in der Nachbargemeinde bei der Union Senftenbach. Für diese kam er in den 1990er Jahren auch in der Herrenmannschaft zum Einsatz und musste dabei bereits in jungen Jahren als Libero relativ viel Verantwortung übernehmen.Das Mittwochs-Interview: Andreas Feichtinger, abgerufen am 31. Dezember 2022 Nachdem er 1997 zur zweiten Mannschaft der SV Ried gewechselt war, debütierte er drei Jahre später in der ersten Mannschaft der SV Ried, als er am 29. Juli 2000 bei einer 2:4-Auswärtsniederlage gegen den SK Sturm Graz in der 83. Spielminute für Routinier Oliver Glasner auf den Rasen kam. Während er unter Helmut L. Kronjäger noch kaum Berücksichtigung fand, setzte ihn dessen Nachfolger Alfred Tatar ab der Spielzeit 2001/02 des Öfteren auch über die vollen 90 Minuten ein. Hinzu kam in dieser Saison auch Feichtingers einziger Einsatz in einem internationalen Pflichtspiel, als er am 16. Juni 2001 bei der 0:1-Hinspielniederlage gegen WIT Georgia Tiflis in der ersten Runde des UI-Cups 2001 eingesetzt wurde. Aufgrund der Auswärtstorregel reichte der 2:1-Sieg der Rieder im Rückspiel am Ende nicht für ein Weiterkommen im Turnier. Seine Bilanz von 22 Meisterschaftseinsätzen 2001/02 verbesserte der gebürtige Rieder 2002/03, als er es unter Tatars Nachfolger Gerhard Schweitzer, unter dem er bereits in der zweiten Mannschaft gespielt hatte und den Feichtinger auch noch Jahre später als einen der prägendsten Übungsleiter in seiner Karriere bezeichnete, in 24 Pflichtspielen in der höchsten Fußballliga des Landes eingesetzt wurde. Im Laufe der Saison hatte er mit dem damaligen deutschen Zweitligisten Wacker Burghausen verhandelt, war aber auch mit der Rieder Vereinsführung betreffend Gehaltsforderungen und der Forderung nach einem Dienstwagen aneinandergeraten.
Nachdem er kurz davor noch dem Ligakonkurrenten SW Bregenz angeboten worden, abgerufen am 31. Dezember 2022 und sein Vertrag mit Saisonende nicht mehr verlängert worden war,, abgerufen am 31. Dezember 2022 wechselte Feichtinger im Sommer 2003 zum SC Schwanenstadt in die drittklassige Regionalliga Mitte, in der er rasch zu einem Stammspieler avancierte. Kurz vor seinem Wechsel nach Schwanenstadt wurde über einen Wechsel zum Regionalliga-Ost-Klub FC Waidhofen/Ybbs berichtet,Ein weiterer Zugang bei WY!!!!, abgerufen am 31. Dezember 2022 der am Ende jedoch nicht zustande kam.Transfer zu WY geplatzt, abgerufen am 31. Dezember 2022 Zusammen mit ihm wechselte auch sein rund drei Jahre jüngerer Bruder Josef nach Schwanenstadt; dieser hatte bis zu diesem Zeitpunkt in der zweiten Mannschaft der Rieder gespielt. In der Winterpause der Saison 2003/04 wurde Andreas Feichtinger auf Leihbasis bis zum Saisonende an den Zweitligisten FC Lustenau 07 abgegeben.FC Lustenau verpflichtet Uruguayaner , abgerufen am 31. Dezember 2022 Hier wurde er unter Heinz Fuchsbichler, der ihn auch nach Vorarlberg gelotst hatte, ebenfalls als Stammkraft in der Defensive eingesetzt und brachte es auf 13 Meisterschaftseinsätze. Der Klub rangierte am Saisonende auf dem neunten Meisterschaftsplatz und musste in die Relegation gegen den SCR Altach. Feichtinger kam in beiden Partien über die volle Spieldauer zum Einsatz; Altach schaffte den Aufstieg in den Profifußball, während Lustenau den Weg in die Drittklassigkeit antreten musste. In ebendieser, jedoch in einer anderen Staffel, trat Feichtinger daraufhin als Abwehrchef bei den Schwanenstädtern in Erscheinung, kam 2004/05 auf 28 Ligaeinsätze und schaffte mit dem Team, das bereits seit der sechsten Meisterschaftsrunde die Tabelle anführte, den Aufstieg in die zweithöchste Fußballliga Österreichs. In der ersten Profisaison der Vereinsgeschichte, die Schwanenstadt lediglich auf dem neunten Tabellenplatz beendete, kam Kapitän Feichtinger bei 28 Meisterschaftseinsätzen dreimal zum Torerfolg und trat zweimal als Assistgeber in Erscheinung. Nach dem Abgang von Andrzej Lesiak im Sommer 2005 war er unter dessen Nachfolger Andreas Heraf noch als Stammkraft zum Einsatz gekommen, stand jedoch unter dessen Nachfolger, dem Steirer Mario Posch, der in der Winterpause und bis zum Saisonende das Traineramt übernommen hatte, nicht immer im Kader der Schwanenstädter.
Mit 27 Jahren ins Ländle und Rückkehr nach OÖ Nachdem Heinz Fuchsbichler im Sommer 2005 das Traineramt beim SC Austria Lustenau übernommen hatte, holte er ein Jahr später seinen einstigen Spieler auch zum zweiten Lustenauer Verein. Danach startete Feichtinger als Stammspieler in die Saison, war nach zwei Spielen leicht angeschlagen und musste kurzzeitig verletzungsbedingt pausieren, verpasste dabei jedoch nur zwei Spiele und avancierte schon bald wieder zur Stammkraft. Bis zur Winterpause hatte es der Oberösterreicher auf 14 Meisterschaftseinsätze gebracht und befand sich mit dem Lustenauer Traditionsverein zu diesem Zeitpunkt auf dem sechsten Tabellenplatz.Oberösterreichische Nachrichten, Ausgabe vom 6. Dezember 2006 Zusammen mit Didi Berchtold, der kurz davor ebenfalls für die SV Ried gespielt hatte, wurde Feichtinger noch in der Winterpause ablösefrei freigestellt. Während Berchtolds Vertrag einvernehmlich aufgelöst worden war, blieb Feichtinger noch kurze Zeit in Vorarlberg und wechselte noch vor dem Frühjahrsdurchgang zum 1. FC Vöcklabruck in die Regionalliga Mitte, nachdem er kurz zuvor noch mit dem bereits angeschlagenen FC Admira Wacker Mödling in Verbindung gebracht worden war. Feichtinger galt zu dieser Zeit als einer der Wunschspieler von General Manager Hubert Baumgartner und war bereits zu Vertragsverhandlungen in die Südstadt gereist.Niederösterreichische Nachrichten, Ausgabe vom 17. Januar 2007 Am Ende scheiterte es unter anderem in den Verhandlungen mit dem windigen iranisch-kanadischen Präsidenten der Admira, Majid Pishyar. In der Saison 2006/07 schaffte er es mit den Hausruckviertlern auf den fünften Tabellenplatz; er selbst hatte dabei 13 Meisterschaftsspiele absolviert und war ohne Torerfolg geblieben.
Nachdem er in der Sommerpause vor der Spielzeit 2007/08 von Stefan Reiter, dem Manager und sportlichen Leiter der SV Ried, mit dessen Klub in Verbindung gebracht worden war,, abgerufen am 31. Dezember 2022 hielt Feichtinger jedoch weiterhin den Vöcklabruckern die Treue und verlängerte bis zum Sommer 2009. Unter der Führung von Frenkie Schinkels entwickelte sich der für seine robuste Spielweise bekannte Feichtinger zu einem torgefährlichen Offensivspieler und wurde mit dem Verein, der es in den vergangenen Jahren von der Bezirksliga bis in die Regionalliga geschafft hatte, Herbstmeister 2007/08. Nachdem Schinkels den Klub in der Winterpause in Richtung SK Austria Kärnten verlassen hatte, absolvierte der 1,80 m große Feichtinger, der auch als Mannschaftskapitän fungierte, unter seinem einstigen Mannschaftskollegen bei der SV Ried, Andrzej Lesiak, der zuletzt den TSV Hartberg trainiert hatte, die restliche Meisterschaft. Vier Runden vor Saisonende war es Feichtinger, der beim Heimspiel gegen die Amateure des SK Sturm Graz in der 86. Spielminute per Kopf zum 4:3-Endstand traf und damit den vorzeitigen Meistertitel des 1. FC Vöcklabruck fixierte., abgerufen am 31. Dezember 2022 Am Ende der Saison war er neben Markus Hermes, der es auf dieselbe Anzahl an Toren gebracht hatte, mit elf Treffern der mannschaftsinterne Torschützenkönig der Oberösterreicher. Auf den Erfolg in der Regionalliga folgte in der Saison 2008/09 in der zweitklassigen Ersten Liga nicht nur der sportliche Niedergang, auch interne Unstimmigkeiten und finanzielle Probleme trugen zum raschen Untergang des Vereins, so kurz nach dem Aufstieg in den Profibetrieb, bei. Die spielerisch unterlegene Mannschaft konnte kaum Punkte einfahren, Feichtinger selbst hatte ebenfalls Probleme sich durchzusetzen und musste bereits im Oktober eine Gelbsperre hinnehmen, nachdem er davor fünf Mal Gelb gesehen hatte. Bis zur Winterpause war er noch Stammspieler der Mannschaft und hatte als solcher zwei Torvorlagen für seine Teamkameraden beigesteuert, wurde jedoch nach dem Trainerwechsel, als Dejan Stanković das Traineramt bekleidete, kaum mehr berücksichtigt. Im Frühjahr 2009, das gleichzeitig das letzte in der Vereinsgeschichte des 1. FC Vöcklabruck war, absolvierte der zweikampferprobte Mittelfeldakteur lediglich zwei Meisterschaftsspiele und gehörte die restliche Zeit gar nicht zum offiziellen Kader bzw. war Teil der zweiten Mannschaft mit Spielbetrieb in der sechstklassigen Bezirksliga Süd, in der er es auf fünf Ligaeinsätze brachte.
Nach Vereinsauflösung → Wechsel zum FC Wels Mittlerweile 30-jährig wechselte Feichtinger im Sommer 2009 in die Regionalliga Mitte zum FC Wels, bei dem zu dieser Zeit auch seine beiden jüngeren Brüder Josef und Martin spielten. Vom einstigen Nationalspieler Harald Gschnaidtner und dessen Nachfolger Gerhard Stöffelbauer wurde er als Stammkraft eingesetzt, brachte es bei 25 Ligaeinsätzen auf zwei Treffer, stach aber auch durch die hohe Anzahl an erhaltenen Gelben Karten hervor. Zusammen hatte es das Brüder-Trio auf etwa ein Drittel aller Gelben Karten des FC Wels in dieser Saison gebracht. Mit zehn Gelben Karten hatte Andreas Feichtinger die zweithöchste Anzahl im Kader; nur Stürmer Robert Lenz hatte mehr. Nachdem das Team bereits zur Winterpause auf den hinteren Tabellenplätzen verkehrte, schafften es die Welser bis zum Ende der Meisterschaft nicht sich von den hinteren Plätzen zu lösen und erreichten mit Rang 13 nur knapp den Klassenerhalt. Ein fast identisches Bild gab Feichtinger mit dem Welsern auch 2010/11 ab. Die Mannschaft verbrachte den überwiegenden Teil der Meisterschaft auf den hinteren Tabellenrängen, beendete die Saison auf dem 13. Platz und entkam damit abermals nur knapp dem Abstieg. Unter Yahya Genc, der die Mannschaft in der Sommerpause als Trainer übernommen hatte, brachte es der gebürtige Rieder auf 28 Einsätze in der Meisterschaft, in denen er drei Tore erzielte und in denen er abermals auf zehn Gelbe und eine Gelb-Rote Karte kam.
Nach der vorzeitigen Entlassung von Genc und der interimistischen Trainertätigkeit des bisherigen Co-Trainers Helmut Kröger im April 2011 beendete Feichtinger die Saison unter Reinhard Burits. Erst unter Burits war Feichtinger ins offensive Mittelfeld vorgerückt, nachdem er bis dahin vorwiegend in der Defensive der Welser zum Einsatz gekommen war. Auf dieser Position war er davor unter anderem auch bereits unter seinem einstigen Teamkameraden Andrzej Lesiak, den Feichtinger ebenfalls als einen der prägendsten Übungsleiter in seiner Karriere bezeichnete, in Vöcklabruck zum Einsatz gekommen. Generell hatte er im Laufe seiner Karriere bereits auf den meisten Positionen einmal gespielt. Wie schon des Öfteren bei seinen vorherigen Stationen trat Feichtinger auch bei Wels zeitweise als Kapitän in Erscheinung. Die Spielzeit 2011/12 absolvierte Feichtinger wieder als defensiver Mittelfeldspieler und kam als solcher in 28 Regionalligapartien zum Einsatz, in denen er einen Treffer beisteuerte und es über die gesamte Saison hinweg auf zwölf Gelbe, sowie zwei Gelb-Rote Karten brachte, wodurch er oftmals gesperrt war. Am Saisonende reichte ein 13. Platz für die Welser nicht aus. Da es aufgrund des Lizenzentzuges des LASK zwei Absteiger aus der zweiten Liga gab, musste auch ein Verein mehr aus der Regionalliga Mitte absteigen.
Über Stadl-Paura und Bad Schallerbach zurück in die Heimat