120px|rechts|Wappen des Marktes Berchtesgaden
Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste kommunale Auszeichnung des Marktes Berchtesgaden.
Seit 1888 wurden folgende Personen zu Ehrenbürgern ernannt.Hellmut Schöner: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, 1982, S. 164–167.Karlheinz Spielmann: Ehrenbürger und Ehrungen in der Bundesrepublik. 1965.
Hinweis: Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Datum der Zuerkennung.
Die Ehrenbürger des Marktes Berchtesgaden mini|hochkant=0.5|Michael Kirchmayr (1820–1895) mini|hochkant=0.5|Adalbert Waagen (1833–1898) Reinhard Wiesend Bezirksamtmann in Garmisch Verleihung am 13. April 1888 Für Verdienste als Gründer und Leiter des Vereins gegen Hausbettel, als Referent der Schnitzschule und Vorstand des Verschönerungsvereins Michael Kirchmayr (5. April 1828; † 23. Februar 1890) Brauereibesitzer, Bürgermeister von 1869 bis 1890 Verleihung am 12. Januar 1889 Adalbert Waagen (* 30. März 1833; † 15. April 1898 in Berchtesgaden) Bildender Künstler Verleihung am 20. März 1891 Für Verdienste als bedeutender Künstler und Ernennung durch den Prinzregenten Luitpold zum Professor Josef Lamprecht († 3. Mai 1897) Apotheker Verleihung am 5. Januar 1897 Für Verdienste als langjähriger Magistratsrat und Vorstand des Verschönerungsvereins. Jacob Kerschbaumer (* 23. April 1823; † 31. Oktober 1914) Kaufmann, Bürgermeister von 1860 bis 1869 Verleihung am 16. Oktober 1900 Richard Pintsch († September 1919) Geheimer Kommerzienrat Verleihung am 9. August 1906 Für Verdienste als Wohltäter des Kindergartens und des Bruderhauses Lorenz Widmann (* 21. Juli 1839 in München; † 20. Mai 1926 in Berchtesgaden) Geistlicher Rat von 1884 bis 1920 Verleihung am 18. August 1909
Ludwig Ganghofer (* 7. Juli 1855 in Kaufbeuren; † 24. Juli 1920 in Tegernsee) Schriftsteller Verleihung am 6. Mai 1913 Für Verdienste um die Popularität Berchtesgadens, dank seiner Romane Jacob Pfab Apotheker, Bürgermeister von 1908 bis 1919 Verleihung am 17. Juli 1919 Für Verdienste als Bürgermeister während des Ersten Weltkrieges Gräfin Elsa von Waldersee (* 11. April 1871; † 7. November 1955) Verleihung am 16. Oktober 1919 Für Verdienste als Gönnerin Berchtesgadens und bei der Verwundetenbetreuung während des Ersten Weltkrieges Josef Kerschbaumer (* 23. Dezember 1852; † 14. Januar 1952) Kaufmann, Bürgermeister von 1893 bis 1906 Verleihung am 29. Dezember 1922 Für Verdienste als Bürgermeister um den Fremdenverkehr Paul von Hindenburg (* 2. Oktober 1847 in Posen; † 2. August 1934 auf Gut Neudeck) Reichspräsident Verleihung am 25. März 1933 Die Verleihung erfolgte wie in vielen deutschen Kommunen zusammen mit der anAdolf Hitler (* 20. April 1889 in Braunau am Inn; † 30. April 1945 in Berlin) Reichskanzler Verleihung am 25. März 1933. Sämtliche verliehenen Ehrenbürgerwürden an Kriegsverbrecher wurden zwar durch eine Direktive des Alliierten Kontrollrats vom 12. Oktober 1946 aberkannt,Zur Ehrenbürgerschaft von Adolf Hitler siehe: Ehrenbürger – Eine Aberkennung von Ehrenbürgerschaften. Nach Ehrenbürgerrecht gemäß Artikel VIII, Ziffer II, Buchstabe i der Direktive 38 des Alliierten Kontrollrats in Deutschland vom 12. Oktober 1946 wurde für alle Kriegsverbrecher die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft festgelegt doch Adolf Hitler wurde wegen seines Suizids vor Kriegsende weder als Kriegsverbrecher angeklagt noch verurteilt. Die Aberkennung seiner Ehrenbürgerwürde wurde erst 2008 vom Berchtesgadener Gemeinderat bestätigt.Siehe Meldung im Berchtesgadener Anzeiger vom 18. Dezember 2008, S. 4. Georg Waltenberger (* 14. August 1865; † 5. Februar 1961) Kunstmaler Verleihung am 4. November 1947 Für Verdienste als bedeutender Künstler und die Ausschmückung des 1930 erbauten Kursaals Karl Theodor Jacob (* 15. Januar 1908 in Kaiserslautern; † 19. Juli 1980 in Ramsau bei Berchtesgaden) Landrat Verleihung am 26. April 1955Jacob war die Ehrenbürgerwürde bereits 1945 verliehen, 1946 aber wieder aberkannt worden, s.: Walter Brugger (Hrsg.) u. a.: Geschichte von Berchtesgaden. Band III/2, 1991, S. 1058. Für seine Verdienste um die kampflose Übergabe Berchtesgadens 1945 sowie danach auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens zum Wohle Berchtesgadens. Peter Ostermayr (* 18. Juli 1882 in Mühldorf a.Inn; † 7. Mai 1967 in München) Filmproduzent Verleihung am 10. Juli 1955Unterschiedliche Angaben zum Datum der Verleihung an Peter Ostermayr; bei Hellmut Schöner wird der 16. Juli 1955, laut Angaben eines Verwandten zum Nachlass von Peter Ostermayr der 10. Juli 1955 genannt Für seine Verdienste durch die Verfilmung der Romane von Ludwig Ganghofer im Berchtesgadener Land Stefan Imhof (* 21. Dezember 1870; † 18. März 1963) Obermedizinalrat, Bürgermeister von Schellenberg von 1896 bis 1914, von Berchtesgaden von 1946 bis 1955 Verleihung am 21. Dezember 1955 Für Verdienste als seinerzeit ältester amtierender Bürgermeister der Bundesrepublik Deutschland Otto Schüller (* 1910; † 3. Februar 2001) Geistlicher Rat Verleihung am 29. Januar 1980 Anlässlich seines 70. Geburtstages. Von 1935 bis 1982 Pfarrer in Berchtesgaden und damit vor Ort länger im geistlichen Dienst als sämtliche Pröpste und Pfarrer zuvor. Martin Beer (* 19. Juli 1916; † 28. Mai 1980 in Berchtesgaden) Bürgermeister 1960–1980 Verleihung am 29. Januar 1980 Für außerordentliche Verdienste während seiner 20-jährigen Amtszeit. Josef Fegg (* 8. März 1922; † 5. Februar 1981) Bürgermeister von Maria Gern 1956–1971, Marktgemeinderat 1972–1980 Verleihung am 18. November 1980 Für seine Verdienste im Laufe der Gebietsreform. Dank ihm verlief die Verschmelzung der Gemeinden Berchtesgaden und Maria Gern harmonisch.
Quellen
Berchtesgaden ! Ehrenburger Berchtesgaden