Weidenmühle (fränkisch: WeidnmilE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 195. Dort folgendermaßen transkribiert: „weidnmíl“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lichtenau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Weidenmühle liegt in der Gemarkung Unterrottmannsdorf.

Geografie Die Einöde liegt am Zandtbach. Gemeindeverbindungsstraßen führen zur Zandtmühle (0,9 km westlich), nach Unterrottmannsdorf zur Kreisstraße AN 14 (0,7 km nordwestlich) und direkt zur AN 14 (0,6 km nordöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1439 als „Weydenmul“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist die Baumgattung Weide.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 195.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Weidenmühle zur Realgemeinde Unterrottmannsdorf. Sie hatte den Ansbacher Eigenherrn von Förster als Grundherrn. Bei der Vergabe der Hausnummern Anfang des 19. Jahrhunderts bekam das Anwesen die Hausnummern die Nr. 18 und 19 des Ortes Unterrottmannsdorf.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 919f.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Weidenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sachsen und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Sachsen zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Weidenmühle in die neu gebildete Ruralgemeinde Unterrottmannsdorf umgemeindet. Diese wurde am 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Lichtenau eingegliedert.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1012.

Bis 1970 war sie als Mehl- und Sägemühle in Betrieb.

Baudenkmal Ehemalige Wassermühle: zweigeschossiger Satteldachbau, Fachwerkgiebel verputzt, 1825, älterer Kern; Scheune, massiver Satteldachbau, bezeichnet 1844; Nebengebäude mit Durchfahrt, Satteldachbau mit Fachwerkgiebel, zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 6 9 9 11 7 11 10 13 6 5 5 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 1 2 2 1 1 1 1 1Quelle

Religion Weidenmühle ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Lichtenau (Mittelfranken) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1439