Zandtmühle (fränkisch: TsandmilE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 210. Dort folgendermaßen transkribiert: „tsandmíl“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lichtenau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Zandtmühle liegt in der Gemarkung Unterrottmannsdorf.

Geografie Die Einöde liegt am Zandtbach. Im Norden befindet sich eine Photovoltaikanlage. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Weidenmühle (1 km östlich) bzw. zu einer anderen Gemeindeverbindungsstraße (0,4 km nordwestlich), die nach Zandt (0,4 km südwestlich) bzw. zur Kreisstraße AN 14 führt (0,4 km nordöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1473 als „Zantmül“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Zu der Mühle am Zandtbach.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 210. Von dieser ursprünglichen Mühle ist nichts mehr erhalten geblieben. Die jetzige Getreidemühle wurde 1860 erbaut. Der Mühlenbetrieb wurde mittlerweile eingestellt.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Zandtmühle zur Realgemeinde Zandt. Sie hatte den Ansbacher Eigenherrn von Förster als Grundherrn. Bei der Vergabe der Hausnummern Anfang des 19. Jahrhunderts bekam das Anwesen die Nr. 1 und 2 des Ortes Zandt.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 935.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Zandtmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sachsen und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Sachsen zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Zandtmühle in die neu gebildete Ruralgemeinde Unterrottmannsdorf umgemeindet. Diese wurde am 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Lichtenau eingegliedert.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1012.

Einwohnerentwicklung Jahr 1836 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 10 11 7 10 8 6 6 9 5 13 5HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1836 und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 2 1 2 2 2 2 1 1Quelle

Religion Zandtmühle ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Lichtenau (Mittelfranken) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1473