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Wallersdorf (fränkisch: WallaschdorfE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 192. Dort folgendermaßen transkribiert: „waləʳschdorf“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Wallersdorf liegt in der Gemarkung Brodswinden.
Geografie Durch das Dorf fließt der Silberbach, der Brodswindener Bach mündet dort als rechter Zufluss in den Meinhardswindener Graben. Im Norden liegt der Lehmberg, im Osten das Weiherfeld und im Süden das Göttelhoffeld. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Höfstetten (1 km westlich), an der Brodswindener Mühle vorbei nach Brodswinden (1 km südlich), nach Ratzenwinden (2,2 km östlich) und nach Steinbach (2,1 km nordöstlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1254 als „Wahlhestorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Walh, der sich von dem Volksnamen Walhos, der germanischen Bezeichnung für die Kelten, ableitet. Im übertragenen Sinne wurden damit auch Personen bezeichnet, die fremdländisch aussahen. Eine Person dieses Namens ist als Gründer der Siedlung anzunehmen.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 192.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Wallersdorf mit der Hammerschmiede und der Silbermühle eine Realgemeinde bestehend aus 14 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach inne. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: eines, Stiftsamt Ansbach: 2 Höfe, 1 Halbhof, 2 Güter, 2 Mühlen, 1 Handrossgut mit Haus, 1 Leerhaus, 1 Ziegelhütte; Ansbacher Rat: 1 Gut), das Stadtvogteiamt Eschenbach des Deutschen Ordens (1 Mühle) und der Nürnberger Eigenherr von Haller (1 Hof).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 922. Es gab zu dieser Zeit 12 Untertansfamilien, von denen 11 ansbachisch waren.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 90. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 980f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Wallersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brodswinden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brodswinden zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.
Baudenkmal Ehemalige Hammerschmiede
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 77 83 101 78 90 93 87 150 112 187 233HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 14 14 16 17 15 24 24 58Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Brodswinden) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Raubtier- und Exotenasyl e. V., Auffangstation für Raubkatzen
Fußnoten
Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1254