mini|Scheune
Silbermühle (fränkisch: SilbermilE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 173.) ist eine Wüstung, die sich auf dem Gebiet der Gemeinde Sachsen bei Ansbach im mittelfränkischen Landkreis Ansbach befindet. Silbermühle lag in der Gemarkung Brodswinden. Das Gebiet der Silbermühle kam mit der Gebietsreform zur Gemarkung Alberndorf.
Geografie Die Einöde lag am Silberbach. Im Norden ist sie vom Silberwald umgeben, circa 200 Meter südlich erhebt sich der Lehmberg ().
Geschichte 1398 wurde der Ort als „Silbersmůl“ erstmals urkundlich erwähnt. Benannt wurde sie nach dem Silberbach.
In der Vetter’schen Beschreibung des Oberamtes Ansbach von 1732 heißt es über den Ort: „Silbermühl. Eine Teutschherrl[iche] Eschenbachl[iche] Mühl so nach Brodswinden gepfarret und des Zehendens befreyet ist, weil keine Feldgüter darzu gehören. Mit der hochfraisch[lichen] hohen Obrigkeit gehört solche in das allhiesige Ober und Castenamt Anßpach.“J. G. Vetter: Oberamt Ansbach, S. 182 f. Zitiert nach H. Dallhammer: Sachsen b. Ansbach: eine Chronik, S. 108.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Silbermühle zur Realgemeinde Wallersdorf. Sie hatte das Stadtvogteiamt Eschenbach des Deutschen Ordens als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Silbermühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 15 des Ortes Wallersdorf.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 922. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 980f.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 337.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Silbermühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brodswinden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brodswinden zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–1817. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.
Die letzte bis dahin betriebene Mühle wurde in den 1950er Jahren abgerissen. Während Brodswinden am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in die Stadt Ansbach eingegliedert wurde, kam das Gebiet, auf der die Silbermühle stand, zur Gemeinde Sachsen bei Ansbach.
Ehemaliges Baudenkmal Wassermühle: zweigeschossiger Bau des 18. Jahrhunderts mit Satteldach; Scheune mit Fachwerkgiebeln, etwa gleichzeitigG. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbac, S. 140. Objekt ist abgerissen.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950Einwohner 4 5 5 10 9 7 5 9HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1836 und 1885 bis 1950 als Wohngebäude. 1 1 1 2 1 1 1Quelle
Religion Der Ort war seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Bartholomäus (Brodswinden) gepfarrt. Die Katholiken waren nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Sachsen bei Ansbach) Kategorie:Ersterwähnung 1398 Kategorie:Wüstung im Landkreis Ansbach Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert