Stritthof (fränkisch: Schdriad-huhfE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 179. Dort folgendermaßen transkribiert: „schdrīədhūf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lichtenau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Stritthof liegt in der Gemarkung Lichtenau.
Geografie Unmittelbar östlich der Einöde gibt es einen Golfplatz, unmittelbar südwestlich liegt das Stritthoffeld. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Rutzendorf (1,6 km nördlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (1 km südlich), die nach Steinhof (0,2 km nordwestlich) bzw. zur Kreisstraße AN 1 bei Oberrammersdorf verläuft (0,5 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde im Würzburger Lehenbuch von 1317 als „Strůthof“ erstmals urkundlich erwähnt. Bestimmungswort des Ortsnamens ist das mittelhochdeutsche Wort „strut“ (= Gebüsch, Dickicht).E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 179.
Das Hochgericht und die Grundherrschaft übte das nürnbergische Pflegamt Lichtenau (Hauptmannschaft Sachsen) aus. Im Salbuch des Pflegamts Lichtenau von 1515 wurde das Anwesen als „sornt hoff“ aufgelistet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 744. Laut der Amtsbeschreibung des Pflegamtes Lichtenau aus dem Jahr 1748 wurde das Anwesen bereits als Schäferei genutzt.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 747. Lichtenauer Bürger hatten daran zehn Anteile, ein Weißenburger Bürger und ein Bauer aus Rutzendorf jeweils einen Anteil.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 914.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Stritthof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Lichtenau und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Lichtenau zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. 1818 stellte Boxbrunn einen Antrag mit Weickershof und Stritthof eine eigene Gemeinde zu bilden, was jedoch abgelehnt wurde.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 7 5 6 6 5 4 8 11 8 8 5HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 2 2 2 2Quelle
Religion Stritthof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt, seit dem 2. Juli 1809 ist die Pfarrei Dreieinigkeitskirche (Lichtenau) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Lichtenau (Mittelfranken) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1317