mini|270px|Scheune bei Silberbachstr. 11 mini|270px|Einfriedung bei Silberbachstr. 11

Steinbach (, fränkisch: SchdahmbaE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 176. Dort folgendermaßen transkribiert: „schdāmba“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Sachsen bei Ansbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Steinbach liegt in der Gemarkung Alberndorf.

Geografie Das Dorf liegt an der Rezat und am Silberbach, der dort als rechter Zufluss in die Rezat mündet. Nordwestlich des Ortes liegt die Anhöhe Roßleite, westlich schließt sich der Silberwald an. Eine Gemeindeverbindungsstraße stößt in Alberndorf auf die Staatsstraße 2223 (0,3 km nördlich) bzw. führt an der Unteren und Oberen Walkmühle vorbei nach Ratzenwinden (2 km südlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Wallersdorf (2,5 km südwestlich).

Geschichte Wahrscheinlich wurde Steinbach im 12. Jahrhundert von Alberndorf aus gegründet.G. Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte, S. 27. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1210. Der Ortsname nimmt Bezug auf den Steine und Geröll mit sich führenden Bach, der durch den Ort fließt (heute heißt dieser Bach Silberbach).E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 176. 1323 erhielt Gottfried von Heideck von König Ludwig den Bayern Steinbach als Freieigen. 1403 verkaufte Friedrich von Heideck seine Besitzungen, zu der auch Steinbach gehörte, an das Gumbertusstift. 1424 und 1433 verkaufte Kunz Bühler Grundstücke und Ansprüche in Steinbach an das Stift.G. Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte, S. 28.

Im Dreißigjährigen Krieg wurden die vier Anwesen des Stiftes abgebrannt, die Hintere Mühle blieb unbeschädigt und bewohnt. Über das Schicksal der Anwesen der anderen Grundherren ist nichts bekannt.G. Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte, S. 119.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Steinbach mit Alberndorf und Büchenmühle eine Realgemeinde. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. In Steinbach gab es 12 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 1 Gütlein, 2 Leerhäuser, 1 Mühle; Stiftsamt Ansbach: 1 Hof, 1 Halbhof, 1 Mühle, 2 Gütlein; Ansbacher Rat, Johannispflege: 1 Söldengut) und das Stadtvogteiamt Eschenbach des Deutschen Ordens (1 Tafernwirtschaft, 1 Mühle).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 912. Es gab zu dieser Zeit 9 Untertansfamilien (ohne Büchenmühle), von denen 7 ansbachisch waren.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 428. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 976.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Steinbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Eyb und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Eyb zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Am 30. September 1827 wurde Steinbach in die neu gegründete Ruralgemeinde Alberndorf umgemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 946.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs der Ort durch die vielen Flüchtlinge, die sich dort niederließen, stark an. Am 1. Januar 1972 wurde Steinbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Sachsen eingegliedert.

Baudenkmäler Scheune, zu einem ehemaligen Gutshof gehörig Einfriedung

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 73 74 84 74 84 81 89 120 154 147 146HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 13 11 16 15 15 17 31 39Quelle

Religion Steinbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren bis 2025 nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt. Zum 1. Januar 2026 wechselte der Ort in das Bistum Eichstätt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Sachsen bei Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1210 Kategorie:Ort an der Fränkischen Rezat