Büchenmühle (fränkisch: Biech MilE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 57. Dort folgendermaßen transkribiert: „bīch míl“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Sachsen bei Ansbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Büchenmühle liegt in der Gemarkung Alberndorf.
Geografie Die Einöde liegt am Büchenbach, einem rechten Zufluss der Fränkischen Rezat. Südöstlich schließt sich das Seeholz an, dahinter liegen die Seeholzäcker. Der Ort liegt an einer Gemeindeverbindungsstraße, die nach Rutzendorf (1,2 km östlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße führt (0,3 km südwestlich), die Steinbach (0,6 km nördlich) mit Ratzenwinden verbindet (1,5 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahre 1424 als „Püchenmül“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom Gewässernamen Büchenbach ab, dessen Bestimmungswort die Pflanzengattung Buche ist.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 57.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Büchenmühle zur Realgemeinde Steinbach. Sie hatte das brandenburg-ansbachische Stiftsamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Büchenmühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 25 des Ortes Steinbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 912.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 484. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 976.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Büchenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Eyb und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Eyb zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Am 30. September 1827 wurde Büchenmühle in die neu gegründete Ruralgemeinde Alberndorf umgemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 946. Diese wurde am 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Sachsen bei Ansbach eingegliedert.
Bis 1934 war die Mühle in Betrieb.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 2 5 8 13 7 7 6 6 7 2HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 2 2 1 1 1 1Quelle
Religion Büchenmühle ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Sachsen bei Ansbach Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1424