Orpethal ist ein Ortsteil der Stadt Diemelstadt im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geografische Lage Orpethal liegt an der Orpe am Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3438, die außerhalb des Ortes unter der Bundesautobahn 44 hindurch weiterführt.

Geschichte Ortsgeschichte Die Gemeinde Orpethal entstand 1853, als sie auf fürstliche Anordnung durch die Zusammenlegung des Guts Billinghausen (einschließlich des Billinghäuser Zollhauses), Biggenhammer, Ottenshammer, Pickhardshammer, Rhoderhammer und der Orper Sägemühle gebildet wurde. Bei den Siedlungen mit der Namensendung „…hammer“ handelte sich um Eisenhämmer mit den dazugehörigen Wohnhäusern.

Der Pickhardshammer bestand schon seit 1692. Das unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhaus ist heute das Dokumentationszentrum der Hämmer und Mühlen in Nordwaldeck „Kraft durch Wasser“.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Orpethal im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Diemelstadt eingegliedert. Für Orpethal, wie für alle durch die Gebietsreform nach Diemelstadt eingegliederten Gemeinden, wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Orpethal angehört(e):

ab 1853: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Kreis der TwisteTrennung zwischen Justiz (Kreisgericht Arolsen) und Verwaltung. ab 1867: Fürstentum Waldeck-Pyrmont (Akzessionsvertrag mit Preußen), Kreis der Twiste ab 1871: Deutsches Reich, Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Kreis der Twiste ab 1919: Deutsches Reich, Freistaat Waldeck-Pyrmont, Kreis der Twiste ab 1921: Deutsches Reich, Freistaat Waldeck, Kreis der Twiste ab 1929: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis der Twiste ab 1942: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck, Stadt Diemelstadt< ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Stadt Diemelstadt

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Orpethal 180 Einwohner. Darunter waren 9 (5,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 21 Einwohner unter 18 Jahren, 81 waren zwischen 18 und 49, 36 zwischen 50 und 64 und 42 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 81 Haushalten. Davon waren 24 Singlehaushalte, 21 Paare ohne Kinder und 30 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 21 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 54 Haushaltungen leben keine Senioren.

Einwohnerentwicklung

Historische Religionszugehörigkeit • 1961: 127 evangelische (= 76,97 %), 36 katholische (= 21,82 %) Einwohner

Sehenswürdigkeiten Dokumentationszentrum der Hämmer und Mühlen in Nordwaldeck „Kraft durch Wasser“ Billinghausen (Orpethal): Gut Billinghausen mit barockem Herrenhaus

Fußnoten Anmerkungen

Einzelnachweise

Weblinks Stadtteil Orpethal. In: Webauftritt der Stadt Diemelstadt.

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