mini|Franz Fortmann Franz Fortmann (* 23. Januar 1877 in Vechta; † unbekannt) war ein deutscher Jurist, Journalist und Politiker der Zentrumspartei.
Leben und Wirken Franz Fortmann besuchte das Gymnasium in Vechta. Danach studierte er Rechtswissenschaften in München, Berlin, Freiburg und Kiel. Er war seit 1899 Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Rheno-Franconia München. Er promovierte zum Dr. jur. 1903 wurde er Redakteur bei der Centrum Parlaments Correspondenz (CPC). 1912 übernahm Fortmann die politische und geschäftliche Leitung dieses Informations- und Artikeldienstes, das als parteieigene Presseagentur für die zentrumsnahen Zeitungen fungierte.Kurt, Koszyk. Geschichte der deutschen Presse, Teil 2: Deutsche Presse im 19. Jahrhundert (Abhandlungen und Materialien zur Publizistik 6), Berlin 1966, S. 179. Ders., Geschichte der deutschen Presse, Teil 3: Deutsche Presse 1914–1945 (Abhandlungen und Materialien zur Publizistik 7), Berlin 1972, S. 298. Außerdem wurde Vorstandsmitglied verschiedener berufständischer Organisationen. 1919 berichtete er für die Korrespondenz von der Weimarer Nationalversammlung und gehörte dort zum Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Parlamentsjournalisten in Weimar.Briefe aus Weimar. Aus den Schreibstuben und Korridoren. Berliner Neueste Nachrichten 39. Jg., Nr. 69, 12. Februar 1919, Abendausgabe, S. 2, Digitalisat
Bei den Reichstagswahlen vom Juni 1920 wurde Fortmann auf Reichswahlvorschlag des Zentrums in den ersten Reichstag der Weimarer Republik gewählt, dem er bis zur Wahl vom Mai 1924 angehörte.
1929 wurde Fortmann Leiter des „Reichsausschusses für das deutsche Volksbegehren“ gegen den Young-Plan.Bundesarchiv: Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik online, darin der Eintrag Fortmann, Franz, abgerufen am 2. November 2022.
Daneben schrieb Fortmann zahlreiche politische und volkswirtschaftliche Artikel in Tageszeitungen und Zeitschriften.
Von 1940 bis 1942 gehörte er zur Redaktion der beim Verlag Otto Kalkoff erscheinenden Monatszeitschrift Seidels Reklame (sie wurde 1942 eingestellt, Vorläufer von Werben & Verkaufen) und war Schriftleiter des noch 1943 erscheinenden, assoziierten Verbandsblattes Mitteilungen des Reichsverbandes der Werbungtreibenden e. V. (RvWt) in Berlin-Lichterfelde. Dieser Verband stand in enger Verbindung mit dem Werberat der deutschen Wirtschaft, einer vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda kontrollierten Anstalt des öffentlichen Rechts.
Schriften Die Tätigkeit der deutschen Zentrumspartei im neuen Deutschen Reichstage, Berlin 1922. Zentrum und Revolution, s.l.e.a.
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Einzelnachweise
Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik) Kategorie:Zentrum-Mitglied Kategorie:Korporierter im CV Kategorie:Journalist (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1877 Kategorie:Gestorben 1935 Kategorie:Mann