Waltendorf (fränkisch: WaldndorfE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 192.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lichtenau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Büschelbach liegt in der Gemarkung Malmersdorf.
Geografie Die Einöde liegt an der Fränkischen Rezat, dort mündet der Rackergraben (rechts) in den Fluss. Südwestlich des Orts liegt das Waldgebiet Nüstel. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Malmersdorf (0,4 km nordwestlich). Wirtschaftswege verlaufen nach Immeldorf (1 km südöstlich) und nach Lichtenau zur Kreisstraße AN 12 (1,7 km westlich).
Geschichte Der Ort wurde 1391 als „Waltendorff“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Walto, der Personenname des Ortsgründers. Nach Georg Rusam könnte Waltendorf aufgrund seiner günstigen Lage und Bodenbeschaffenheit bereits im 8. Jahrhundert worden sein.
Im Salbuch des nürnbergischen Pflegamtes Lichtenau von 1515 wurden für Waltendorf 2 Untertansfamilien angegeben, die beide der Reichsstadt Nürnberg unterstanden.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 744. Laut der Amtsbeschreibung des Pflegamtes Lichtenau aus dem Jahr 1748 zählte der Ort zur Hauptmannschaft Immeldorf. Es gab weiterhin die 2 nürnbergischen Untertansfamilien. Der Ort gehörte zur Realgemeinde Malmersdorf.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 745.
Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Waltendorf zur Realgemeinde Malmersdorf. In Waltendorf gab es 2 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Pflegamt Lichtenau aus. Beide Höfe hatten das Landesalmosenamt Nürnberg als Grundherrn. Bei der Vergabe der Hausnummern Anfang des 19. Jahrhunderts bekamen die Anwesen die Nr. 15 und 16 des Ortes Malmersdorf.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 922.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Waltendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Immeldorf und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Immeldorf zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Waltendorf in die neu gebildete Ruralgemeinde Malmersdorf umgemeindet. Diese wurde am 1. April 1971 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Lichtenau eingegliedert.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1000.
Baudenkmal Haus Nr. 16: Bauernhaus, eingeschossiger Bau des 18. Jahrhunderts mit Fachwerkgiebel, Krüppelwalm und Schleppgauben; geohrtes Portal mit gerader Verdachung
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 32 12 18 14 11 16 10 17 8 12 7HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 5 2 2 2 2 2 1 2Quelle
Religion Waltendorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Georg (Immeldorf) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Lichtenau (Mittelfranken) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1391 Kategorie:Ort an der Fränkischen Rezat