Hölzleinsmühle (fränkisch: Hältles-milE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 100. Dort folgendermaßen transkribiert: „hęltlesmil“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Windsbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Hölzleinsmühle liegt in der Gemarkung Retzendorf.

Geografie Die von Wald umgebene Einöde liegt am Rößigbächlein und am Hergersbächl, die sich zum Goldbach vereinigen, einem linken Zufluss der Fränkischen Rezat. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die Staatsstraße 2220 kreuzend nach Wolfsau (1 km nördlich).

Geschichte 1732 wurde der Ort in den Oberamtsbeschreibungen des Fürstentums Ansbach von Johann Georg Vetter als eine nach Windsbach gepfarrte Oberamts-Windsbachische Mahlmühle erwähnt.K. Dunz: Windsbach, S. 271. Der Name der Mühle leitet sich vermutlich vom Familiennamen des ersten Besitzers ab.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 100.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Hölzleinsmühle zur Realgemeinde Wolfsau. Sie hatte das brandenburgisch-ansbachische Kastenamt Windsbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Hölzleinsmühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 1 des Ortes Wolfsau.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 932.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 703. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1006f.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hölzleinsmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Mitteleschenbach und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Mitteleschenbach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Hölzleinsmühle in die neu gebildete Ruralgemeinde Retzendorf umgemeindet. Diese wurde am 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Windsbach eingegliedert.

Bodendenkmal 300 m westlich gibt es einen Grabhügel vorgeschichtlicher Zeitstellung.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 4 6 8 6 8 8 7 5 5 4 6 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle

Religion Hölzleinsmühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Margareta (Windsbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Bonifatius (Windsbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Windsbach Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1732