Die 1. Damen-Basketball-Bundesliga (kurz: 1. DBBL) – offizielle Sponsorenbezeichnung seit 2020 Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga – ist die höchste Spielklasse im deutschen Frauenbasketball. Die Bundesliga wurde im Mai 1970 gegründet und zur Saison 1971/72 eingeführt. Seit 2001 ist die DBBL GmbH für den Spielbetrieb zuständig.
Derzeit besteht die Liga aus zehn Mannschaften, die jährlich den deutschen Meister im Frauenbasketball ausspielen. Amtierender Titelträger des Jahres 2026 sind die Rutronik Stars Keltern. Rekordmeister mit zwölf Titelgewinnen ist DJK Agon 08 Düsseldorf, wobei der letzte Titelgewinn des Vereins aber bereits über drei Jahrzehnte zurückliegt.
Geschichte Zwischen 1947 und 1971 wurde eine Deutsche Basketballmeisterschaft der Frauen ausgespielt. Im Mai 1970 beschloss der deutsche Basketballverband DBB auf dem DBB-Bundestag in Bad Kreuznach die Einführung einer zweigeteilten Basketball-Bundesliga der Damen zur Saison 1971/72. Diese Liga war anfangs in eine Nord- und eine Südstaffel mit jeweils acht Mannschaften unterteilt. Ab der Saison 1983/84 wurde die Liga eingleisig.
Im Juni 2001 erfolgte die Abkopplung der beiden höchsten Spielklassen im deutschen Frauenbasketball vom DBB. Seitdem ist die DBBL GmbH – an der der DBB weiterhin als einer von drei Gesellschaftern beteiligt ist – eigenverantwortlich für die Organisation des Spielbetriebs, die Vermarktung und die Öffentlichkeitsarbeit im Bereich des deutschen Frauenbasketballs zuständig.
Namensgebung Seit der Saison 2015/16 ergänzt ein Namenssponsor den Namen der Liga:
Planet Cards 1. Damen Basketball Bundesliga (Saison 2015/16) Planet Foto 1. Damen Basketball Bundesliga (Saison 2016/17 bis Saison 2017/18) Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga (seit Saison 2020/21)
Modus mini|Spiel zwischen Alba Berlin und Eisvögel USC Freiburg im Oktober 2023. In der 1. Damen-Basketball-Bundesliga treten in einer Saison üblicherweise zwölf Teams gegeneinander an und ermitteln den Deutschen Meister und zwei Absteiger. Eine Saison ist dabei in zwei Runden unterteilt: Zunächst wird die Hauptrunde einer Saison in einer Doppelrunde im Ligasystem – jedes Team trifft einmal in eigener Halle und einmal auswärts auf alle anderen Teams – mit insgesamt 22 Spielen für jedes Team ausgespielt. Die acht bestplatzierten Teams der Hauptrunde qualifizieren sich für die anschließende Finalrunde zur Deutschen Meisterschaft. Die beiden letztplatzierten Teams der Hauptrunde steigen als sportliche Absteiger in die 2. DBBL ab. Bei Punktgleichheit mehrerer Teams zählt zuerst der direkte Vergleich, dann das bessere Gesamt-Korbverhältnis.
Die Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft wird in einer Play-off-Serie über Viertelfinale, Halbfinale und Finale – jeweils in Best-of-Five-Serien – ausgespielt. Vor der Saison 2023/24 wurden das Viertelfinale und Halbfinale noch in Best-of-Three-Serien ausgetragen. Zur Saison 2023/24 wurde ebenfalls ein „2-2-1“-Rhythmus für alle Play-off-Runden eingeführt.Saison 2023/24 terminiert Website der Toyota-DBBL - abgerufen am 17. Oktober 2023 Dies bedeutet: Heim-Heim-Auswärts-Auswärts-Heim aus Sicht des besser platzierten Teams der Hauptrunde mit Heimvorteil.
Der Spielbetrieb einer Saison läuft meist von Beginn der Hauptrunde Ende September bis zum letzten Finalspiel Ende April. Die Platzierungen in der Liga dienen darüber hinaus dazu, die deutschen Teilnehmer gemäß FIBA Club- und Länderrangliste am internationalen Wettbewerb EuroCup Women zu ermitteln.
Mannschaften 2026/27
Durch den Teilnahmeverzicht der beiden sportlichen Aufsteiger aus der 2. Bundesliga spielen in der Saison 2026/27 erneut zehn Mannschaften in der 1. Bundesliga.
MannschaftStadtSpielstätteAnzahlDebütALBA BerlinBerlinSömmeringhalle42022/23Eisvögel USC FreiburgFreiburgUniversitäts-Sporthalle252000/01SYNTAINICS MBCHalle (Saale)SWH.arena241992/93TK Hannover LuchseHannoverSporthalle Birkenstraße102016/17Herner TCHerneMont-Cenis-Gesamtschule182007/08Rutronik Stars KelternKelternSchulzentrum Dietlingen112015/16BC MarburgMarburgGeorg-Gaßmann-Halle341992/93EIGNER Angels NördlingenNördlingenHermann-Keßler-Halle241997/98GiroLive-Panthers OsnabrückOsnabrückOSC-Halle A181992/93Saarlouis RoyalsSaarlouisStadtgartenhalle281994/95
Die Meisterschaften im Überblick Die Übersicht der bisherigen deutschen Meister im Frauenbasketball seit Einführung der Bundesliga von 1972 bis 2026:
VereinTitelJahr der MeisterschaftMeistertitel alsDJK Agon 08 Düsseldorf121975, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1990, 1991 -Barmer TV 1846 Wuppertal111989, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002Barmer TV 1846 Wuppertal (2), BTV 1846 Wuppertal (6), BTV Gold-Zack Wuppertal (3)TSV 1880 Wasserburg112004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2011, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017 -Rutronik Stars Keltern52018, 2021, 2023, 2025, 2026 -1. SC Göttingen 0521972, 1974 -Düsseldorfer BG ART/TVG21976, 1977 -TSV Bayer 04 Leverkusen21978, 1979TuS 04 Leverkusen (2)TV Saarlouis Royals22009, 2010 -Heidelberger SC11973 -Lotus München11992 -BC Marburg12003 BC uniVersa MarburgBC Wolfenbüttel Wildcats12012 -Herner TC12019 -Eisvögel USC Freiburg12022 -ALBA Berlin12024 -
Siehe auch Liste deutscher Damenbasketballmannschaften Deutsche Basketball Meister der Frauen
Weblinks
Website der Damen-Basketball-Bundesligen GmbH
Einzelnachweise
Kategorie:Basketballliga Damen-Bundesliga 1 1. Damen-Basketball-Bundesliga Kategorie:Frauensport (Deutschland) Kategorie:Erstveranstaltung 1971