Lelbach ist ein Stadtteil der Kreis- und Hansestadt Korbach im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geographische Lage Lelbach liegt im Westteil Nordhessens auf der Waldecker Tafel. Es befindet sich direkt am Ostrand des Naturparks Diemelsee etwa 4 km (Luftlinie) nordwestlich des Zentrums der Korbacher Kernstadt. Nördlich des hoch gelegenen Dorfs erhebt sich der Homberg (), und zwischen beiden fließt etwa in Nordwest-Südost-Richtung der durch Korbach verlaufende Kuhbach.

Lelbach liegt am Abschnitt Rhena–Korbach der Bundesstraße 251, von der dort die Kreisstraße 58 nach Lengefeld abzweigt. Hindurch verläuft etwa die Bahnstrecke Wega–Brilon Wald (Uplandbahn) mit naher Haltestelle „Rhena-Lelbach“ westlich der Ortschaft.

Geschichte Überblick 980 wird Lelbach als Lellibechi in einer Urkunde erstmals genannt. Diese Urkunde ist ein Tauschvertrag zwischen Kaiser Otto II. und dem Abt des Reichsstifts Corvey. Der Kaiser erhielt die Marken Meginrichesdorf und Memleben und gab dafür aus dem Reichsbesitz im Ittergau: Lellibechi (Lelbach), Reho (Rhena) und Curbechi (Korbach) sowie drei andere Ortschaften, die später zu Wüstungen wurden.Stadt Korbach

Zum 1. Oktober 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Lelbach im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis als Stadtteil in die Kreisstadt Korbach eingemeindet. Die Gemeinde Lelbach hatte eine Gemarkungsfläche von 5,15 km².Statistisches Bundesamt: Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland mit Übersichten über die Verwaltungsgliederung und Angaben über die Zugehörigkeit der Gemeinden zu Ortsklassen, Postleitgebieten und einigen wichtigen Verwaltungseinheiten. Ausgabe 1957, S. 275 Für Lelbach, wie für alle eingegliederten ehemals eigenständigen Gemeinden von Korbach, wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Lelbach angehört(e):

980: Ittergau, in der Grafschaft des Grafen Asicho (in pago Nihthere et in comitatu Asichonis comitis) vor 1712: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Waldeck, Amt Eisenberg ab 1712: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Waldeck, Amt Eisenberg ab 1806: Fürstentum Waldeck, Amt Eisenberg ab 1816: Fürstentum Waldeck, Oberamt des Eisenbergs ab 1850: Fürstentum Waldeck-Pyrmont (ab 1848), Kreis des EisenbergsTrennung zwischen Justiz (Kreisgericht Korbach) und Verwaltung. ab 1867: Fürstentum Waldeck-Pyrmont (Akzessionsvertrag mit Preußen), Kreis des Eisenbergs ab 1871: Deutsches Reich, Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Kreis des Eisenbergs ab 1919: Deutsches Reich, Freistaat Waldeck, Kreis des Eisenbergs ab 1929: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis des Eisenbergs ab 1942: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Waldeck ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck, Stadt Korbach ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Stadt Korbach

Einwohnerentwicklung  Quelle: Historisches Ortslexikon • 1541: 5 Häuser • 1620: 14 Häuser • 1650: 14 Häuser • 1738: 24 Häuser • 1770: 26 Häuser, 168 Einwohner

Religion mini|Dorfkirche Lelbach Die romanische Kirche wurde erstmals 1229 urkundlich erwähnt. Sie war als Kapelle dem Heiligen St. Nikolaus geweiht. Die Glocke wurde um 1298 gegossen; sie ist eine der ältesten im Waldecker Land. Das Mauerwerk im Norden und Süden, der Triumphbogen und ein Fenster an der Südseite stammen noch aus der Entstehungszeit. Im Inneren deuten mächtige Wandvorlagen auf ein ehemaliges Gewölbe hin. Erhalten ist die Kirchenvorsteherbank mit Inschriften aus dem 17. Jahrhundert. Die Orgel stammt aus dem Jahre 1890, sie gehört heute zu den wenigen erhaltenen Instrumenten, die die Firma Vogt damals im Waldecker Land baute. 1979 wurde die Kirche umfassend renoviert.Artikel aus der HNA Waldeckische Allgemeine vom 28. Februar 2007, Serie: „Kirchen im Waldecker Land“

Die Grafschaft Waldeck führte ab 1526 in ihrem Gebiet die Reformation ein. Im Jahr 1885 waren von den 150 Einwohnern Lelbachs 148 evangelisch, was 98,7 % entspricht, zwei Einwohner waren katholisch (1,3 %). 1961 wurden 154 evangelische (96,3 %) und drei katholische (0,7 %) Christen gezählt.

Literatur Eduard Bunte: Ortssippenbuch Lelbach. Arolsen: Waldeckischer Geschichtsverein 1956 (= Waldecksche Ortssippenbücher 5)

Weblinks

Lelbach. In: Webauftritt der Stadt Korbach.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Korbach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Waldeck-Frankenberg) Kategorie:Ort im Landkreis Waldeck-Frankenberg Kategorie:Ersterwähnung 980 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971