– Grenzfälle des FBI (englischer Originaltitel: ) ist eine US-amerikanische Fernsehserie mit Mystery- und Science-Fiction-Elementen, welche von J. J. Abrams, Alex Kurtzman und Roberto Orci entworfen wurde und ihre Premiere am 9. September 2008 auf dem Fernsehsender Fox feierte. Die Serie handelt von einer besonderen FBI-Abteilung, deren Mitglieder sich zunächst mit übernatürlichen Phänomenen auseinandersetzen und später erkennen, dass diese mit einem Paralleluniversum zusammenhängen. „“ bedeutet „Rand“, „Randgebiet“, „Randzone“, „Grenzbereich“ usw., als Adjektiv auch „abseitig“, „extrem“ oder (im Sinne von „“) „grenzwertig“. Davon leitet sich der Begriff (‚Grenz-‘ oder ‚Parawissenschaft(en)‘) ab.
Im Januar 2013 wurde die Serie nach fünf Staffeln und 100 Episoden mit einem zweistündigen Serienfinale in den USA, im März 2013 in Deutschland beendet.
Handlung
Konzept
Staffel 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 1 2 1 3 2 3 4 4 5
Legende: Reguläres Universum vor Zeitlinienveränderung Beide Universen vor Zeitlinienveränderung Paralleluniversum vor Zeitlinienveränderung Reguläres Universum vor Zeitlinienveränderung und nach Zerstörung Paralleluniversum Beide Universen nach Zeitlinienveränderung Reguläres Universum nach Zeitlinienveränderung Reguläres Universum 2036 nach Machtübernahme der Beobachter Reguläres Universum nach Zeitlinienveränderung und Schließen der Brücke Beide Universen 2036 nach Zeitlinienveränderung und Machtübernahme der Beobachter Bemerkungen: 1 Spielt überwiegend im Jahre 1985 2 Spielt im Jahre 1986 3 Spielt größtenteils in Olivias Gehirn 4 Spielt überwiegend im Jahre 2026
Die Serie handelt von einer in Boston, Massachusetts beheimateten Sonderabteilung des FBI, der sogenannten , deren Spezialgebiet Fälle (zumeist Todesfälle) sind, deren Umstände über den Erfahrungshorizont der modernen Wissenschaft hinausgehen. In vielen der Fälle verwenden der oder die Täter experimentelle Methoden, die nach dem heutigen Stand den Grenzwissenschaften zuzuordnen sind. Im weiteren Verlauf der Serie wird ersichtlich, dass eine der Ursachen für viele dieser Vorkommnisse ein sich anbahnender Konflikt mit einem Paralleluniversum ist.
Im Mittelpunkt der Serie steht die FBI-Agentin Olivia Dunham, die unter der Leitung von Phillip Broyles für die Untersuchung der Fälle zuständig ist. Unterstützung erhält sie von einem exzentrischen Wissenschaftler namens Dr. Walter Bishop, der sich in den 80er Jahren im Auftrag des US-Militärs mit eben jenen wissenschaftlichen Gebieten beschäftigt hat, die in der Gegenwart im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen. Tatsächlich stellt sich heraus, dass Dr. Bishops Forschungen in vielen Fällen sogar in direktem Zusammenhang mit den Fällen stehen. Da Dr. Bishop aufgrund psychischer Probleme siebzehn Jahre als Insasse in einer Nervenheilanstalt verbracht hat, muss sein erwachsener Sohn, Peter Bishop, die Vormundschaft für seinen Vater übernehmen. Da Peter ebenfalls über wissenschaftliche Kenntnisse verfügt, ist auch er fortan als Berater für das FBI tätig. Neben Peter wacht auch die FBI-Agentin Astrid Farnsworth über Walter und seine Experimente.
Im Laufe der Ermittlungen entsteht des Öfteren ein Zusammenhang zum Unternehmen . Hierbei handelt es sich um eine von Dr. William Bell gegründete und mittlerweile von Nina Sharp geleitete Firma in New York mit sehr großem Einfluss am Weltmarkt. Bei nahezu allem, was mit Wissenschaft und Technik zu tun hat, ist eine Verbindung zu Massive Dynamic festzustellen. Das Unternehmen beschäftigt die besten Wissenschaftler in den unterschiedlichsten Bereichen und verfügt über nahezu unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten und einen enormen Einfluss. Nach Dr. Bells Tod wird Walter Bishop Alleinerbe sämtlicher Firmenaktien, sodass sie von da an ihm gehört. Das Motto der Firma lautet „Was wir tun? Was tun wir nicht?“.
Gegen Ende der zweiten und im Verlauf der dritten Staffel nimmt auch die Fringe Division der Parallelwelt einen größeren Platz im Handlungskonzept ein. Die Aufgabe dieser Einheit besteht überwiegend darin, die Risse auf ihrer eigenen Seite zu versiegeln, die durch die voranschreitende Zerstörung beider Welten erscheinen – ausgelöst durch einen geschichtsverändernden Eingriff Walter Bishops. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Agenten Olivia Dunham beziehungsweise ihre Doppelgängerin aus dem Paralleluniversum (im Lauf der Serie vom regulären Universum auch Fauxlivia, für Falsche Olivia, genannt) sowie Charlie Francis, Captain Lincoln Lee und der Verteidigungsminister Walter Bishop (beziehungsweise Walternativ, für der alternative Walter, wie er vom regulären Universum genannt wird).
Vorspann Bei Fringe wechseln sich, anders als bei den meisten anderen Fernsehserien, verschiedene Vorspanne unregelmäßig ab. Sie sind allerdings ein wesentlicher Bestandteil der Mysteryserie, da sie zu Beginn einer Episode signalisieren, in welcher Zeit und in welchem Universum die Folge spielen wird. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Grundvorspanne, welche jeweils aus wissenschaftlichen Animationen und Bildern bestehen und mit passenden Begriffen unterlegt sind, die sich im Laufe der Staffeln ändern.
Die erste Version, welche den Hauptvorspann darstellt, ist überwiegend in einem blauen Farbton gehalten und findet in den ersten beiden Staffeln fast ausschließlich Verwendung. Hierbei handelt die Episode im "Real"universum zur gegenwärtigen Zeit.
Da ab Folge 22 der zweiten Staffel bestimmte Folgen vorwiegend im Paralleluniversum handeln, ist der Vorspann bei diesen in einem rötlichen Ton gehalten. Auch hier findet die Handlung in der Gegenwart statt.
Für Folge 16 der zweiten Staffel, die größtenteils im "Real"universum und im Jahre 1985 spielt, wurde ein Retro-Vorspann erstellt, der im Stil der damaligen Möglichkeiten gehalten ist. In der 15. Episode der dritten Staffel findet er noch einmal Verwendung, da diese Episode im Jahre 1986 spielt.
Der vierte Vorspanntyp wurde nur für die Finalfolge der dritten Staffel genutzt und ist in Grau gehalten. Da die Handlung in der Zukunft spielt, handelt es sich auch bei den verwendeten Begriffen um mögliche zukünftige Wissenschaften beziehungsweise Forschungsbereiche.
Zu Beginn der vierten Staffel wurde ein weiterer, in Gelb (Bernstein) gehaltener, Vorspann eingeführt, der für die gegenwärtigen Universen, aus deren Zeitlinie zunächst Peter entfernt wurde, steht.
In der 19. Folge der vierten Staffel und der fünften Staffel, welche im Jahr 2036 spielt, wird ein weiterer Vorspanntyp eingeführt. Dieser unterscheidet sich jedoch grundlegend von all seinen Vorgängern. Es wird nicht mehr nur ein Tatort gezeigt, sondern alle Menschen hinter einer Mauer mit Stacheldraht. Der Farbton ist hierbei blau. Außerdem werden keine Begriffe der Wissenschaft verwendet, sondern solche, die der totalitäre Staat unterbindet, wie "Freiheit" oder "freier Wille". Damit nimmt er Bezug zur Unterdrückung der menschlichen Bevölkerung seitens der Beobachter.
Glyph-Code In regelmäßigen Abständen erscheinen innerhalb einer Episode nach einer Abblende hellblaue Abbildungen auf schwarzem Grund, in jeder Folge in einer bestimmten Anordnung und Anzahl. Sie ergeben den sogenannten Glyph-Code.
Die Zeichen bilden folgende Objekte ab: einen Apfel, ein Blatt, ein Seepferdchen, einen Frosch, einen Schmetterling, eine Blüte, eine Hand mit sechs Fingern und Rauchschwaden, die ein menschliches Profil mit geöffnetem, schreienden Mund formen. Innerhalb dieser Symbole werden markante Dinge aus der Handlung der Serie verbaut. So ähneln die Kerne des Apfels zwei Föten eines Menschen, die für die gleichen Eigenschaften und äußeren Merkmale der Bewohner des regulären und des Paralleluniversums stehen. Außerdem befindet sich in dem Blatt ein gleichseitiges Dreieck, auf dem Seepferdchen die Skizze einer goldenen Spirale, auf dem Frosch der griechische Buchstabe Phi, im Rauch ein Auge, in der Blüte ein Insektenflügel als Blütenblatt und in den Flügeln des Schmetterlings sind Hand- und Fußknochen sichtbar. Die Abbildungen, die in verschiedenen Variationen mit unterschiedlich positionierten Leuchtpunkten gezeigt werden, entsprechen in ihrer jeweiligen Darstellung jeweils einem Buchstaben des Alphabets. Setzt man die nacheinander in einer Folge erscheinenden Abbildungen/Buchstaben zusammen, ergibt sich ein Wort, das sich auf die Serie bezieht. Ein Beispiel ist hierfür „Observer“ in der Pilotfolge; die Glyph-Wörter aller Episoden wurden auf diese Weise decodiert.Glyphs and Cyphers auf FringeWiki unter Fandom; abgerufen am 13. November 2023.
Gleichzeitig lassen sich die Glyphen an verschiedenen Stellen in den einzelnen Episoden entdecken, normalerweise im Hintergrund oder auf Objekten, die in der jeweiligen Episode eine Rolle spielen.
Staffel 1 Im Verlauf der ersten Staffel stellt sich heraus, dass hinter den Fällen, die von der Fringe Division untersucht und als „das Schema“ (orig. „the pattern“) zusammengefasst werden, eine terroristische Organisation mit Namen „Zerstörung durch Fortschritte der Technologie“, kurz ZFT, steckt. Eine noch ungeklärte Rolle spielen ferner die „Beobachter“ (orig. „Observers“), eine Gruppe glatzköpfiger, weitgehend emotionslos agierender Männer, die bei allen mit dem „Schema“ zusammenhängenden Vorkommnissen anwesend sind und diese schriftlich dokumentieren. Darüber hinaus stoßen Dunham und ihre Kollegen im Laufe ihrer Ermittlungen häufig auf Verwicklungen einer weltweit tätigen Forschungsfirma namens Massive Dynamic, deren Gründer Dr. William Bell einst ein Kollege und Freund Walter Bishops war. Beide haben in den 1980er Jahren unter anderem Experimente mit Kindern durchgeführt, um bei diesen übermenschliche Fähigkeiten freizusetzen. Olivia erfährt schließlich, dass sie selbst eines dieser Kinder war und sie ebenfalls über besondere Fähigkeiten verfügt. Am Ende der ersten Staffel stellt sich dann heraus, dass die ZFT die Absicht verfolgt, sich Zugang zu einem Paralleluniversum zu verschaffen, in dem sich Bell bereits seit vielen Jahren aufhält.
Staffel 2 In der zweiten Staffel ergibt sich, dass schon seit einiger Zeit Agenten aus dem Paralleluniversum im „Real“universum tätig sind. Als biomechanisch veränderte Gestaltwandler sind sie in der Lage, das Aussehen jedes Menschen anzunehmen, wobei sie diese in der Regel umbringen, bevor sie ihre Identität annehmen. So tötet einer der Gestaltwandler den FBI-Agenten Charlie Francis, einen Kollegen Olivias, nachdem diese von einer Reise ins Paralleluniversum zurückgekehrt ist. Ihr gelingt es jedoch schließlich, den falschen Charlie zu entlarven und umzubringen. Von Bell ist sie zu diesem Zeitpunkt bereits gewarnt worden, es drohe ein Krieg mit dem Paralleluniversum. Schließlich wird bestätigt, was bereits am Ende der ersten Staffel angedeutet wurde: Peter ist in Wirklichkeit nicht der Sohn Walters aus dem gewohnten Universum. Dessen Sohn Peter war als Kind gestorben, woraufhin Walter den Sohn seines Gegenstücks aus dem Paralleluniversum als „Ersatz“ in sein Universum holte und damit ungewollt den Konflikt beider Welten überhaupt erst in Gang setzte.