mini|Hermann Josef „Jo“ Enzweiler (2017) Hermann Josef „Jo“ Enzweiler (* 16. April 1934 in Merzig-Büdingen) ist ein deutscher Bildender Künstler und Kunstpädagoge.
Biografisches Von 1954 bis 1956 studierte Enzweiler Jura an den Universitäten in Saarbrücken und Hamburg. In den Jahren 1956–1961 studierte er Malerei und Kunsterziehung an der Akademie der Bildenden Künste München bei Ernst Geitlinger. Danach setzte er sein Studium fort an der École des Beaux-Arts (Toulon) bei Henri Olive-Tamari (1898–1980) an der Universität Aix-en-Provence und am Hochschulinstitut für Kunst- und Werkerziehung Saarbrücken bei Boris Kleint. Dazu begleitend studierte er zwei Jahre die französische Sprache.
Von 1959 bis 1972 war er als Kunsterzieher am Städtischen Mädchengymnasium in Saarbrücken tätig. Danach lehrte er bis 1978 als Akademischer Rat an der Pädagogischen Hochschule des Saarlandes das Fach „Graphische Gestaltung“. 1969 gründete er mit Künstlerkollegen die „Galerie St. Johann“ (Saarbrücken), deren künstlerischer Berater und Mitherausgeber von Publikationen er seither ist.
1979 wurde Enzweiler zum Professor an die Fachhochschule des Saarlandes, Fachbereich Design, für den Lehrbereich „Künstlerische Druckgrafik“ berufen. 1988 wurde er von der saarländischen Landesregierung zum Gründungsbeauftragten der Hochschule der Bildenden Künste Saar ernannt, ein Jahr später wurde er deren Gründungsrektor; bis zum Jahr 1999 lehrte er dort als Professor für Malerei. Auf seine Initiative hin wurde 1993 das „Institut für aktuelle Kunst im Saarland“ gegründet, das später in die Hochschule der Bildenden Künste Saar integriert wurde. Zweck des Instituts ist die Förderung von Künstlern im Saarland und in der Großregion, ebenso die Vermittlung von Kunst.
Enzweiler ist seit 1960 Mitglied der Künstlergruppe „neue gruppe saar“ und des Deutschen Werkbundes.
Jo Enzweiler lebt und arbeitet in Saarbrücken und Wallerfangen. Er ist Mitbegründer des Forschungszentrums für Künstlernachlässe in Saarlouis.
Werk Die Arbeiten Jo Enzweilers sind der Konkreten Kunst zuzuordnen. Eine detaillierte Beschreibung seiner Kunst findet sich im Künstlerlexikon des Instituts für Aktuelle Kunst im Saarland.Künstlerlexikon des Instituts für Aktuelle Kunst im Saarland, siehe Weblink Arbeiten von Jo Enzweiler sind in zahlreichen Sammlungen und im Öffentlichen Raum vertreten.
Auszeichnungen – Ehrungen 1976/77 Gast der Deutschen Akademie Rom (Villa Massimo) 1999 Verleihung des Saarländischen Verdienstordens 2009 Albert-Weisgerber-Preis für Bildende Kunst der Stadt St. Ingbert (Durch Beschluss der Jury vom 30. September 2008 wurde Enzweiler der Preis zuerkannt. Die offizielle Preisverleihung findet am 10. Mai 2009, dem 94. Todestag Weisgerbers, statt)
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 1975: Städtische Kunstsammlungen, Ludwigshafen 1977: Oldenburger Kunstverein, Oldenburg 1978 Schering Kunstverein, Berlin Städtisches Museum Simeonstift, Trier Kunstverein Salzgitter, Salzgitter 1988 Centre Culturel, Troyes 1991: „Wendalinusprojekt“, Stadtmuseum St. Wendel 1999: Jo Enzweiler, Kunstverein im Alten Schloß, Dillingen/Saar 1999: Jo Enzweiler, Stadtgalerie Saarbrücken 2004: Jo Enzweiler. Kartoncollagen, Gouachen, Zeichnungen, Reliefdrucke, Marburger Kunstverein 2009: Skulpturen, Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Saarlouis 2014 Jo Enzweiler, Museum Schloss Fellenberg, Merzig 2016 Jo Enzweiler. Bilderpaare-Bilderfolgen", Museum St. Wendel 2018 Jo Enzweiler. Skulpturen, Reliefs, Zeichnungen", Saarländische Galerie, Berlin
Gruppenausstellungen 1960; Saarländischer künstlerbund, neue gruppe saar 1966: Der deutsche Holzschnitt von den Anfängen bis zur Gegenwart, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden 1970: neue gruppe saar, Saarländischer Künstlerbund, Ludwigshafen 1975: neue gruppe saar, Städtisches Museum Simeonstift, Trier 1976/77: neue gruppe saar. 1957–1977, Saarlandmuseum Moderne Galerie Saarbrücken, Pont-à-Mousson, ehemalige Prämonstratenserabtei 1978: Stipendiaten der Villa Massimo, Rom, Kunsthalle Darmstadt 1992: Only paper?, Villa Zanders, Städtische Galerie, Bergisch-Gladbach 2003: neue gruppe saar, Museum Haus Ludwig, Saarlouis 2003: Künstler zeigen Künstler", Saarländisches Künstlerhaus Saarbrücken 2004: Zwischen Malerei und Objekt, Historisches Museum Hanau, Schloss Philippsruhe, Kunstverein Speyer, Kulturhof Flachsgasse 2005: experiment konkret, Museum für konkrete Kunst, Ingolstadt 2008: Dein Land macht Kunst, Landeskunstausstellung 2008, Saarlandmuseum Saarbrücken 2009: Positionen Konkreter Kunst Kunst heute, Landesmuseum Mainz 2015: Die Sammlung Klütsch, Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis 2024 50 Jahre BBK Saar. Jubiläumsausstellung, Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken
Literatur Umfassende Literaturangaben sieheAusführliche Literaturangaben ebenda, siehe Weblink Michael Beer: OB schaut sich bei Künstler um. Albert-Weisgerber-Preisträger Jo Enzweiler. In: Saarbrücker Zeitung (Ausg. St. Ingbert) v. 25. März 2009, S. C1 Sabine Graf: Der lange Atem des Jo Enzweiler. Verleihung des 18. Albert-Weisgerber-Preises für Bildende Kunst der Stadt St. Ingbert. In: Saarbrücker Zeitung (Kultur) v. 11. Mai 2009
Anmerkungen
Weblinks Künstlerlexikon des Instituts für Aktuelle Kunst im Saarland Literatur über Jo Enzweiler in der Saarländischen Bibliographie
Kategorie:Kunstpädagoge Kategorie:Hochschullehrer (HBK Saar, Saarbrücken) Kategorie:Hochschullehrer (HTW Saarbrücken) Kategorie:Hochschullehrer (PH Saarbrücken) Kategorie:Träger des Saarländischen Verdienstordens Kategorie:Bildender Künstler (Saarland) Kategorie:Person (Merzig) Kategorie:Mitglied des Deutschen Werkbundes Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1934 Kategorie:Mann