Hünstetten ist eine Gemeinde im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis. Der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Wallbach.
Geografie Hünstetten liegt im Taunus nördlich des Hauptkamms zwischen Limburg und der Landeshauptstadt Wiesbaden.
Hünstetten grenzt im Norden an die Gemeinde Hünfelden, im Nordosten an die Stadt Bad Camberg (beide Landkreis Limburg-Weilburg), im Osten an die Stadt Idstein, im Süden an die Stadt Taunusstein sowie im Westen an die Gemeinden Hohenstein und Aarbergen (alle Rheingau-Taunus-Kreis).
Gliederung Hünstetten besteht aus den Ortsteilen:
Einwohner zentriert|30px Bechtheim 900 zentriert|30px Beuerbach 1169 zentriert|30px Görsroth 1703 zentriert|30px Kesselbach 1043 zentriert|30px Ketternschwalbach 464 zentriert|30px Limbach 670 zentriert|30px Oberlibbach 713 zentriert|30px Strinz-Trinitatis 926 zentriert|30px Wallbach 1089 zentriert|30px Wallrabenstein 2056 Gesamt 10.733
Die Einwohnerzahlen basieren auf Daten zum 31. Dezember 2018.
Geschichte mini|Die Burg Wallrabenstein Eine Besiedlung im Beuerbacher Raum schon in der Steinzeit von 4400 v. Chr. bis 3500 v. Chr. gilt inzwischen als gesichert. Dies belegen Funde, die der Michelsberger Kultur zuzuordnen sindScherben aus der Steinzeit. In: Idsteiner Zeitung vom 2. Mai 2011 und im Heimatmuseum Hünstetten ausgestellt werden.
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen verfügte die Hessische Landesregierung durch Beschluss vom 23. November 1971 und mit Wirkung vom 31. Dezember 1971 den Zusammenschluss der sechs Gemeinden Beuerbach, Kesselbach, Ketternschwalbach, Limbach, Strinz-Trinitatis und Wallbach zu einer Gemeinde mit dem Namen „Hünstetten“; sie folgte damit einem entsprechenden Grenzänderungsvertrag der betroffenen Gemeinden.Erlass des Hessischen Ministers des Inneren vom 29. Dezember 1971: Gemeindegebietsreform in Hessen; Nr. 20 der Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden (StAnz 1972 S. 89) Seite 10 der PDF-Datei 4,4 MB Am 1. Juli 1972 kam auf ebenfalls freiwilliger Basis Oberlibbach hinzu. Am 1. Januar 1977 schließlich wurden Bechtheim, Görsroth und Wallrabenstein kraft Landesgesetzes eingegliedert. Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet. Im zentral gelegenen Wallbach wurde für die Gemeindeverwaltung ein Neubaukomplex errichtet.
Politik Gemeindevertretung Für die Gemeindevertretung der Gemeinde Hünstetten erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis,Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 15. März 2026 in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:
Wahlvorschläge%2026Sitze2026%2021Sitze2021%2016Sitze2016%2011Sitze2011%2006Sitze2006%2001Sitze2001 HüLi Hünstetter Liste 50,6 16 41,7 13 42,5 13 25,3 8 – – – – 14,6 4 20,1 6 26,0 8 36,6 11 50,7 14 56,6 17 18,3 6 19,0 6 21,4 7 25,5 8 35,5 10 31,4 10 13,3 4 15,9 5 10,1 3 12,6 4 10,4 3 9,4 3 3,2 1 3,3 1 – – – – 3,4 1 2,6 1 Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31 Wahlbeteiligung in % 64,4 59,6 58,4 57,2 58,1 59,8
Bürgermeister Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Hünstetten neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Beigeordneter und sechs weitere Beigeordnete angehören.Hauptsatzung: § 4 „Gemeindevorstand“ Bürgermeister ist seit dem 1. Juni 2013 Jan Kraus (HüLi). Er wurde als Nachfolger von Axel Petri (SPD), der nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidiert hatte, am 16. Dezember 2012 in einer Stichwahl bei 61,2 Prozent Wahlbeteiligung mit 55,0 Prozent der Stimmen gewählt. Es folgten zwei Wiederwahlen, zuletzt im Dezember 2024.Bürgermeisterwahl am 1. Dezember 2024 in Hünstetten
Amtszeiten der Bürgermeister - Votemanager: Wahltermine Gemeinde Hünstetten seit 1999 in: Docplayer (Transkript), Erster Beigeordneter im Gemeindevorstand (1989–2016) mit Amtszeiten der Bürgermeister. 2013–2031 Jan Kraus (HüLi) 2001–2013 Axel Petri (SPD) 1973–2001 Helmut Schumann (SPD) (1938–2023)Traueranzeigen Helmut Schumann
Wappen links|80px Die offizielle Blasonierung des vom Staatsarchiv Darmstadt im Dezember 1979 genehmigten Wappens lautet „In Gold ein roter Balken zwischen zwei roten Flanken, begleitet oben von vier (2,2), unten von sechs (2,2,2) blauen Doppel-T-Kopfschäften.“ Das redende Wappen wurde nach den Vorgaben der Gemeinde durch den Bad Nauheimer Heraldiker Heinz Ritt gestaltet. Die zehn Hünengräber (Fachbegriff: Dolmen) symbolisieren die zehn ehemals selbstständigen Gemeinden und der rote Buchstabe „H“ den Anfangsbuchstaben der 1972 entstandenen Großgemeinde. Der Querbalken des Buchstaben H stellt gleichzeitig die Hühnerstraße (Bundesstraße 417) dar, die 4 von 6 Ortsteilen trennt.
Partnergemeinden Hünstetten unterhält seit 1976 partnerschaftliche Beziehungen zu Neukirchen am Großvenediger in Österreich. Seit dem 21. Dezember 1990 besteht eine Partnerschaft mit der Ortschaft Wölfis in Thüringen.
mini|hochkant mini|Das Hofgut Hühnerkirche
Bauwerke
mini|hochkant|Die evangelische Kirche in Görsroth Im Jahr 2020 ließ die Gemeinde Hünstetten den Hünstetter KulturpfadKartenmaterial zum Hünsterr Kulturpfad abgerufen am 10. November 2024 anlegen, der an kulturell wertvollen Objekten aus allen Ortsteilen der Gemeinde vorbeiführt. Tafeln vor Ort informieren über die Objekte. Von den gut 60 Kulturdenkmälern in Hünstetten sind etwa 40 im Kulturpfad vertreten.Verena Paul: Mit großen Schritten Richtung Kulturpfad. Pressemeldung der Gemeinde Hünstetten, 4. Juni 2020. Der Kulturpfad wurde durch das Land Hessen und die EU gefördert.Hendrik Jung: Hünstetter Kulturpfad wird finanziell gefördert. In: Wiesbadener Kurier, 17. August 2019
Wirtschaft, Verkehr und Infrastruktur Hünstetten war ländlich geprägt, und die Landwirtschaft spielt auch heute noch eine Rolle. Insgesamt hat sich die Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer Wohnsitzgemeinde gewandelt. Es gibt etwa 800 Arbeitsplätze am Ort. Die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer verdient ihren Lebensunterhalt außerhalb der Gemeinde.
Die Gemeinde ist mit der zehn Kilometer entfernten Anschlussstelle Bad Camberg und der neun Kilometer entfernten Anschlussstelle Idstein der A 3 gut an das Autobahnnetz angebunden. Die Bundesstraße 417 (Limburg an der Lahn–Wiesbaden) verläuft durch die Großgemeinde. Die Entfernung nach Wiesbaden beträgt 22 km, nach Mainz 26 km und nach Frankfurt 50 km.
Bei einem Bürgerentscheid am 12. März 2023 haben 3739 Wahlberechtigte (76,2 Prozent) für den Bau von sechs Windkraftanlagen (WKA) votiert und 1166 (23,8 Prozent) dagegen. Die Gemeinde rechnet mit mindestens einer Million Euro pro Jahr Pacht und Gewerbesteuer durch die WKA.hessenschau.de: Hünstetter Bürger stimmen für Bau von Windkraftanlagen 12. März 2023.
Schulen IGS Wallrabenstein (integrierte Gesamtschule) in Wallrabenstein Rabenschule (Grundschule) in Wallrabenstein Panoramaschule (Grundschule) in Görsroth
Sport Im Jahre 2021 bewarb sich die Gemeinde gemeinsam mit Idstein, Waldems und Niedernhausen als Host Town für die Gestaltung eines viertägigen Programms für eine internationale Delegation der Special Olympics World Summer Games 2023 in Berlin. Im Jahre 2022 wurde sie als Gastgeberin für Special Olympics Jemen ausgewählt. Damit wurde sie Teil des größten kommunalen Inklusionsprojekts in der Geschichte der Bundesrepublik mit mehr als 200 Host Towns.
Weiterhin existiert im Ortsteil Limbach eine Baseball-Mannschaft, die in der ersten Liga spielt. abgerufen am 7. April 2024
Podcast Die Gemeinde betreibt seit März 2023 den Hünstetten Podcast.
Weblinks
Internetauftritt der Gemeinde Hünstetten
Einzelnachweise
Kategorie:Gemeindegründung 1971