mini|Auftritt von Skeletonwitch auf dem Party.San Open Air 2014 mini|Urban Gustafsson von Vomitory auf dem Party.San Open Air 2013 mini|Auftritt der Evil Invaders auf dem Party.San Open Air 2015 mini|Peter Tägtgren von Hypocrisy auf dem Party.San Open Air 2013 mini|Auftritt von Melechesh auf dem Party.San Open Air 2015 mini|Schlagzeuger Anti Christian von Tsjuder auf dem Party.San Open Air 2013
Das Party.San Metal Open Air ist ein jährlich im August in Thüringen stattfindendes Extrem-Metal-Festival. In den ersten Jahren wurde es vom Party.San Tiefengruben e. V. veranstaltet, seitdem von der Party San GmbH mit Sitz in Weimar. Die musikalische Ausrichtung liegt bei Black-, Thrash-, Heavy-, Doom- und Death Metal sowie Grindcore. Von 1996 bis 2010 fand das Festival auf dem Segelflugplatz Bad Berka, südlich von Erfurt, statt. Aufgrund des schwierigen Untergrunds entschied sich der Veranstalter, das Festival ab 2011 auf dem Flugplatz Obermehler-Schlotheim im Nordwesten Thüringens, zwischen Mühlhausen und Sondershausen, stattfinden zu lassen.
Geschichte Das Festival wurde 1996 zum ersten Mal durchgeführt. Der von den Veranstaltern ursprünglich geplante Termin im August wurde jedoch vom Land Thüringen untersagt, so dass zuerst nur eine private Feier organisiert wurde. Das eigentliche Festival fand später am zweiten Septemberwochenende an zwei Tagen mit elf Bands statt. Dabei traten in den ersten Jahren vor allem regionale Bands auf. Unter anderem die Vorläuferbands der thüringischen Metalcore-Band Heaven Shall Burn. 1998 trat mit den Apokalyptischen Reitern erstmals eine heute vor allem national bekannte Genre-Band auf, 1999 mit Amon Amarth erstmals eine heute international bekannte Band.party-san.de: offizielle Webseite – History (abgerufen am 20. Juli 2015) Zwischen 1997 und 1999 wechselte der Termin für das Festival zwischen Juli und Ende August. Seit 2000 findet das Festival jedoch immer am zweiten Augustwochenende statt. Während sich zu den ersten Festivals noch weniger als 1.000 Besucher einfanden, stiegen die Zuschauerzahlen mit jedem Jahr kontinuierlich an. In den letzten Jahren wurde das Festival von bis zu 8.500 Fans besucht,powermetal.de: Party.San Metal Open Air 2014 – Schlotheim (abgerufen am 19. Juli 2015) im Jahr 2006 stammten 1.500 davon laut Angaben der Veranstalter aus dem Ausland.hell-is-open.de: Party.San Festival-Bericht 2006 – Bad Berka (abgerufen am 3. August 2008)
In den Jahren seines Bestehens war das Party.San oft von extremen Wetterereignissen wie Sturm oder Starkregen betroffen, so zum Beispiel im Jahr 2002, als Regengüsse und Gewitter auftraten,powermetal.de: Party.San Open Air – Bad Berka (abgerufen am 25. Juli 2015) ebenso 2004, als sich während des Festivals ein Unwetter entlud und Regen das Gelände in Schlammflächen verwandelte. Starker Wind beschädigte Zelte und Bühnenabdeckung.hell-is-open.de: Festivalbericht zum Party.San Open Air 2004 (abgerufen am 25. Juli 2015) Ebenfalls starker Regen fiel in den Jahren 2007 und 2010 teilweise schon vor dem Festivalbeginn und verwandelte das Gelände in schlammige Flächen. Das Party.San 2010 stand wegen der Folgen des Wetters fast vor der Absage.hell-is-open.de: Festivalbericht zum Party.San Open Air 2007 (abgerufen am 25. Juli 2015)4metal.de: (abgerufen am 25. Juli 2015) Der ursprüngliche Veranstaltungsort, der Segelflugplatz Bad Berka, verfügt nur über eine Graslandebahn. Die Folgen für den Camping-Untergrund nach starkem Regen waren somit ein Grund für die Verlegung des Festivals auf den Flugplatz Obermehler-Schlotheim, wo das Party.San seit 2011 stattfindet. In Obermehler-Schlotheim wird zu großen Teilen die asphaltierte Landebahn als Festivalgelände benutzt. Das betrifft vor allem den Teil, der für die Festival-Logistik benötigt wird. Das restliche Festivalgelände inklusive Campingground befindet sich auf begrüntem, geschredderten Betongrund mit hervorragenden Sickereigenschaften.Manuel Stein: Festivalmania. Ein gemeinsamer Nenner. Party.San und Wacken Open Air. In: Legacy Ausgabe 108, Seite 26 ff., 30. April 2017.
Im Jahr 2018 musste das Festival wegen eines Staubsturms am Donnerstag für rund eine Stunde unterbrochen werden. 2020 und 2021 wurde das Festival auf Grund der Corona-Pandemie abgesagt. Als Ersatz fand am 24. und 25. September 2021 auf dem Gelände des ehemaligen Uhrenwerk Weimar ein kleines Festival mit 666 Teilnehmenden statt, das unter der Bezeichnung Party.San Herbstoffensive seitdem jedes Jahr im September ausgerichtet wird.
Positionierung gegen politischen Extremismus Das Party.San Metal Open Air steht seit Beginn gegen jegliche politische Unterwanderung der Metalszene, weswegen zum Beispiel im Jahr 2007 die Band Taake nach dem Hakenkreuz-Skandal im Essener Club Turock ausgeladen wurde. Metal.de hebt die Eingangskontrollen als Maßnahme gegen Aufnäher oder T-Shirts von NSBM-Bands hervor. Trotz dieser Maßnahmen wurden Mitglieder der Band Watain beim Zeigen des Hitlergrußes und Tragen von T-Shirts der NSBM-Band Absurd nach ihrem Auftritt auf dem Party.San Metal Open Air 2006 gesehen.powermetal.de: Konzertbericht: Party.San Open Air – Bad Berka 2009 (abgerufen am 21. Juli 2015) Trotzdem spielte sie 2010 erneut dort. Im Jahr 2012 wurde die finnische Black-Metal-Band Sargeist wieder ausgeladen, nachdem deren Mitglieder sich weigerten, Vorwürfe zu rechtsradikaler Gesinnung der Band zu entkräften.powermetal.de: Party.San 2012: SARGEIST sind vom Billing gestrichen (abgerufen am 25. Juli 2015) Ebenfalls trat 2013 die Band Carpathian Forest auf, deren Sänger Roger „Nattefrost“ Rasmussen die Vermischung von „Rassen“ ablehnt, sich aber selbst trotzdem nicht als Rassist sieht.painkillermag.com: (abgerufen am 27. Juli 2015)
In den FAQ auf der Seite des Veranstalters wird darauf hingewiesen, dass das Tragen von Symbolik von NS- und NSBM-Bands sowie Abspielen derartiger Musik auf dem Festivalgelände zum sofortigen Ausschluss vom Festival führt.party-san.de: offizielle Webseite – FAQ (abgerufen am 16. September 2025)
Häufig auftretende Bands Im Laufe der Jahre sind einige Bands zu wiederkehrenden Gästen des Festivals geworden.
Mit sechs Auftritten sind folgende Bands vertreten: Dying Fetus (2007, 2010, 2013, 2016, 2018, 2023) Marduk (2000, 2006, 2009, 2014, 2017, 2026)
Mit fünf Auftritten sind folgende Bands vertreten: Desaster (2003, 2006, 2010, 2013, 2017) Die Apokalyptischen Reiter (1998, 1999, 2000, 2002, 2007) Deströyer 666 (2006, 2009, 2013, 2016, 2023) Hypocrisy (2006, 2013, 2019, 2023, 2026) Primordial (2003, 2007, 2011, 2013, 2015) Watain (2006, 2010, 2011, 2014, 2018) Behemoth (2003, 2008, 2012, 2015, 2024) Sólstafir (2009, 2012, 2014, 2019, 2024)
Vier Auftritte absolvierten: Asphyx (2007, 2010, 2015, 2022) Bloodbath (2008, 2015, 2019, 2025) Naglfar (2001, 2006, 2012, 2019) Purgatory (2001, 2004, 2008, 2013) Unleashed (2004, 2009, 2013, 2018)
Drei Auftritte hatten bisher: Aborted (2003, 2011, 2014) Cannibal Corpse (2010, 2015, 2022) Dark Funeral (2009, 2022, 2026) Melechesh (2007, 2011, 2015) Midnight (2015, 2019, 2023) Rotting Christ (2015, 2019, 2025) Triptykon (2011, 2017, 2025)
Live-Alben von Party.San-Bandauftritten Einige Bands haben ihre Auftritte beim Party.San dazu genutzt, um komplette Live-CD oder -DVD aufzunehmen oder Teile von Compilations mit Aufnahmen ihrer Auftritte beim Festival auszustatten. Dazu gehören: The Crown – 14 Years Of No Tomorrow, Auftritt 2002, Veröffentlichung 2005 (3 DVD) Cannibal Corpse – Centuries Of Torment – The First 20 Years, Auftritt 2005, Veröffentlichung 2008 (3 DVD) Kataklysm – Live in Deutschland. The Devastation Begins, Auftritt 2006, Veröffentlichung 2008 (CD + DVD) Asphyx – Death… The Brutal Way, Auftritt 2007, Veröffentlichung 2009 (CD + DVD) Die Apokalyptischen Reiter – Tobsucht – Reitermania Over Wacken & Party.San, Auftritt 2007, Veröffentlichung 2008 (DVD + 2 CD) Bloodbath – Bloodbath Over Bloodstock, Auftritt 2008, Veröffentlichung 2014 (CD + DVD) Dismember – Under Blood Red Skies, Auftritt 2008, Veröffentlichung 2009 (2 DVD) Obituary – Live Xecution Party.San 2008, Auftritt 2008, Veröffentlichung 2010 (DVD) Autopsy – Born Undead, Auftritt 2010, Veröffentlichung 2012 (DVD) Desaster – A Desasterous Meeting – Live in Bamberg, Auftritt 2013, Veröffentlichung 2014 (2 DVD)
Veröffentlichungen Party.San Open Air 2003, (DVD) Party.San Open Air 2004, (2 DVD) Party.San Metal Open Air 2005, (2 DVD) Party.San Metal Open Air Festival-DVD 2006, (2 DVD) Party.San Metal Open Air Die Festival-DVD 2007, (2 DVD) Party.San Metal Open Air Sound of Hell 2008, (2 DVD) Party.San Metal Open Air Sound of Hell 2009, (2 DVD) Party.San Metal Open Air Apokalypse 2010, (2 DVD) Party.San Metal Open Air 2011, (2 DVD)
Line-Ups (Auswahl) 2006 Vom 10. bis 12. August 2006 in Bad Berka-Tiefengruben Helrunar, Fall of Serenity, Turisas, Nifelheim, Cryptopsy, Enslaved, Kataklysm, Hypocrisy, Rotten Sound, Desaster, Thyrfing, Illdisposed, Naglfar, Marduk, Six Feet Under, Watain, Deströyer 666, Mourning Beloveth, Kaamos
2007 Vom 9. bis 11. August 2007 in Bad Berka-Tiefengruben Asphyx, Belphegor, Die Apokalyptischen Reiter, Dying Fetus, Equilibrium, Gorgoroth, Grave, Haemorrhage, Korpiklaani, Malevolent Creation, Melechesh, Merciless, Primordial, Red Harvest, The Black Dahlia Murder, Vader, Secrets of the Moon
2008 Vom 7. bis 9. August 2008 in Bad Berka-Tiefengruben Behemoth, Bloodbath, Bolt Thrower, Dismember, Endstille, Hail of Bullets, Impaled Nazarene, Kampfar, Koldbrann, Legion of the Damned, Lividity, Maroon, Obituary, Purgatory, Skyforger, Týr, Unanimated, Vreid
2009 Vom 6. bis 8. August 2009 in Bad Berka-Tiefengruben Marduk, Deströyer 666, Psycroptic, Azareth, Postmortem, Satyricon, Unleashed, Misery Index, Thyrfing, Hate Eternal, Swallow the Sun, Evocation, Sólstafir, Inhume, Glorior Belli, Summers Dying, Six Feet Under, Dark Funeral, Eluveitie, Brujeria, Moonsorrow, Sadus, Brutal Truth, Shining, Rotten Sound, Paganizer, Beneath the Massacre, Hellsaw, Grabak
2010 Vom 12. bis 14. August 2010 in Bad Berka-Tiefengruben Asphyx, Aura Noir, Autopsy, Cannibal Corpse, Demonical, Desaster, Devourment, Dying Fetus, Ketzer, Lividity, Lock Up, Månegarm, Monstrosity, Napalm Death, Necrophagist, Ofermod, Origin, Sarke, Suffocation, Suicidal Angels, The Crown, The Devil’s Blood, Varg, Watain
2011 Vom 11. bis 13. August 2011 auf dem Flugplatz Obermehler-Schlotheim 1349, Aborted, Absu, At the Gates, Belphegor, Cliteater, Decapitated, Desultory, Dew-Scented, Ensiferum, Enslaved, Exhumed, Hail of Bullets, Heidevolk, Melechesh, Morbid Angel, Morgoth, Nachtmystium, Negură Bunget, Panzerchrist, Primordial, Skeletonwitch, Taake, Triptykon, Watain, Witchburner
2012 Vom 9. bis 11. August 2012 auf dem Flugplatz Obermehler-Schlotheim Archgoat, Assaulter, Behemoth, Bolt Thrower, Chapel of Disease, Cashley, Cattle Decapitation, Dark Fortress, Dead Congregation, December Flower, Entrails, General Surgery, Ghost Brigade, Gospel of the Horns, Haradwaith, Immolation, Immortal, In Solitude, Incantation, Insomnium, Iron Lamb, Kali Yuga, Malignant Tumour, Mortjuri, Naglfar, Necros Christos, Nifelheim, Nile, Nocte Obducta, Obscure Infinity, Ragnarok, Rectal Smegma, Revel in Flesh, Skálmöld, Sodom, Sólstafir, Tankard, Tormented, Toxic Holocaust, Trash Amigos, Vallenfyre, Venenum, Vivus Humare, War Bringer, Zero Degree
mini|links|Venom beim Party.San Open Air 2013 2013 Vom 8. bis 10. August 2013 auf dem Flugplatz Obermehler-Schlotheim