Arthur Bergen (* 24. Oktober 1875 in Wien; † 1943 im KZ Auschwitz) war ein österreichischer Schauspieler und Filmregisseur.
Leben Er debütierte 1894 am Hoftheater Meiningen. 1904 wurde er Schauspieler in Berlin, wo er unter anderem am Berliner Theater und Trianon-Theater sowohl als Schauspieler wie auch als Regisseur aktiv war.
1913 fand er den Weg zum Film, und Bergen spielte bei mehreren Produktionen mit. Im Februar 1921 gründete er mit Pancho Kochen die Beko Film GmbH, mit der er jedoch nur einen Film als Regisseur und Produzent herstellte.Handelsregister Berlin HRB Nr. 20176 Seit Mitte der zwanziger Jahre war er vor allem Filmregisseur, der Dramen, Melodramen, Liebesfilme und Komödien inszenierte. Im beginnenden Tonfilmzeitalter war er nur noch als Schauspieler in sehr kleinen Rollen zu sehen.
Die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 beendete seine Karriere endgültig. Er wurde als nicht arisch klassifiziert und im Juli 1938 aus der Reichsfilmkammer ausgeschlossen.
Am 2. März 1943 wurden Bergen und seine Ehefrau in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Vermutlich sind sie dort bald nach ihrer Ankunft ermordet worden.
Filmografie
als Schauspieler: 1913: Falsche Perlen 1913: Auf dem Felde der Ehre 1915: Und das Wissen ist der Tod 1916: Die Wunderlampe des Hradschin 1916: Der Trödler von Prag 1916: Der höchste Wurf 1917: Das Rätsel der Stahlkammer 1917: Der Schatz im Berge 1918: Menschen, die durchs Leben irren 1918: Seelen in Ketten 1918: Die Sieger 1918: Die Heimkehr des Odysseus 1919: Die Angelfreude 1919: Die Heimat 1919: Der Würger der Welt 1920: Yoshiwara, die Liebesstadt der Japaner 1920: Die entfesselte Menschheit 1920: Moral 1921: Die goldene Pest 1921: Ebbe und Flut 1921: Die Diktatur der Liebe, 3. Teil: Das neue Paradies 1922: Sie und die Drei 1922: Die fünf Frankfurter 1922: Lola Montez, die Tänzerin des Königs 1922: Der falsche Dimitry 1923: Die grüne Manuela 1923: Die Frau mit den Millionen (3 Teile) 1924: Tragödie im Hause Habsburg 1925: Die Verrufenen 1930: Brand in der Oper 1930: Zweierlei Moral 1931: Panik in Chicago 1932: Der tolle Bomberg 1932: Unter falscher Flagge 1932: Moderne Mitgift 1933: Kaiserwalzer 1933: Polizeiakte 909 (Taifun) 1933: Gruß und Kuß – Veronika
als Regisseur: 1920: Yoshiwara, die Liebesstadt der Japaner (auch Drehbuch) 1921: Der schwarze Prinz (auch Produktion) 1925: Die Aßmanns 1926: Die Wiskottens 1926: Die vom anderen Ufer 1926: Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren 1926: Das Lebenslied (auch Drehbuch) 1927: Frühere Verhältnisse 1927: Erinnerungen einer Nonne (auch Drehbuch) 1927: Arme kleine Sif 1928: Anastasia, die falsche Zarentochter 1928: So küßt nur eine Wienerin
Einzelnachweise
Literatur Kay Weniger: Zwischen Bühne und Baracke. Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933 bis 1945. Mit einem Geleitwort von Paul Spiegel. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-10-9, S. 59.
Weblinks
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