Der Riß (Originaltitel: La Rupture) ist ein französisch-italienisch-belgischer Film von Claude Chabrol aus dem Jahr 1970 nach einem Roman von Charlotte Armstrong. Die Literaturverfilmung ist ein Sozialdrama mit Thriller-Elementen. In den Hauptrollen spielen Stéphane Audran, Jean-Pierre Cassel und Michel Bouquet.

Handlung Hélène Régnier wird beim Frühstück von ihrem Mann Charles gewürgt. Dabei wird auch ihr gemeinsamer Sohn verletzt. Sie schlägt ihren brutalen Ehemann mit einer Bratpfanne bewusstlos und entkommt mit ihrem Kind. Charles kommt danach bei seinen Eltern unter, die das Sorgerecht für dessen Sohn bekommen wollen. Charles’ Vater Ludovic Regnier ist ein einflussreicher Mann, dessen Machtmittel das Geld ist. Die aus einfachen Verhältnissen stammende Hélène quartiert sich gegenüber dem Krankenhaus, in dem ihr Sohn liegt, in einer kleinen Familienpension ein. Diese wird auch von drei älteren Damen bewohnt, die ein anderer Mitbewohner, der Bühnenkünstler Gérard Mostelle, ironisch-spöttisch mit den antiken Parzen vergleicht. Unterdessen setzt Hélènes Schwiegervater den aalglatten Paul Thomas auf die junge Frau an. Er soll Hélènes tadellosen Ruf ruinieren. Zudem setzt Ludovic Regnier seine Machtmittel ein, um Personen aus Hélènes näherem Umfeld in der Pension zu korrumpieren. Trotz aller Intrigen scheitert am Ende sein Vorhaben, Hélène zu diskreditieren. Stattdessen kommt tragischerweise sein Sohn Charles ums Leben.

Kritiken Das Lexikon des internationalen Films urteilte, der Film sei ein „perfekt inszenierter, mit surrealen Elementen durchsetzter Thriller von Claude Chabrol, der sich scharfsichtig mit dem Konflikt zwischen Besitzanspruch und Freiheit und den Machtverhältnissen zwischen Männern und Frauen auseinandersetzt“. Prisma meinte, Chabrol habe „mit derben Szenen und grellen Bildern“ ein Meisterwerk geschaffen. „Chabrol hat die entstellte Welt, von der er sich umgeben sieht, getreulich abgebildet: mit ihren Verformungen, ihrer Verlogenheit, das Ergebnis ist ein großer Film.“ (FAZ; zitiert in „Das große Cinema-Filmlexikon“)

Synchronisation RolleDarstellerSynchronsprecherDer Riss in der Synchrondatenbank, abgerufen am 25. März 2021Hélène RégnierStéphane AudranRenate KüsterPaul ThomasJean-Pierre CasselHarald LeipnitzLudovic RégnierMichel BouquetPaul Edwin RothCharles RégnierJean-Claude DrouotGunther MalzacherEmilieMarguerite CassanRenate GrosserGérard MostelleMario DavidHerbert WeickerAllan JourdanMichel DuchaussoyErik SchumannSoniaCatherine RouvelEva Kinsky

Literatur Hans-Werner Asmus: Das große Cinema Film-Lexikon. Verlagsgruppe Milchstraße, Hamburg, ISBN 3-89324-091-8.

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Einzelnachweise

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