R.I.O. ist ein deutsches DJ-Duo, bestehend aus den beiden DJs, Songwritern und Musikproduzenten Manuel Reuter und Yann Peifer. Das Duo hatte 2008 mit dem Song Shine On den ersten großen Erfolg. Mit Turn This Club Around erreichten sie 2011 erstmals die Top-10. Aktiv sind sie in erster Linie in den Bereichen der Deep- und Tropical-House-Musik, während sie im Laufe ihrer Karriere unter anderem auch Reggae und EDM vertraten.

Die Stimme und das Gesicht von R.I.O. war vier Jahre lang der gebürtige Londoner Neal Antone, besser bekannt als Tony T. Nach seinem Ausstieg im Jahre 2012 wurden Singles mit verschiedenen weiteren Sängern aufgenommen. Bis 2015 verlieh in erster Linie U-Jean dem Projekt seine Stimme und trat auch auf ihren Live-Auftritten und Konzerten als Frontmann des Kölner Duos auf.

Produktion und Mitglieder Die beiden deutschen DJs Manian und Yanou gründeten den Act R.I.O. im Sommer 2007, nach deren großem Erfolg mit gemeinsamen Projekten wie Cascada oder Tune Up! Der Name ist identisch mit ihrer ersten Aufnahme und stellt eine Verbindung zu dessen Re-Release als De Janeiro her. Bis 2018 wurden Manian und Yanou selbst immer als Songwriter, Komponisten und Produzenten aktiv. Seit 2018 erscheinen regelmäßig auch Lieder bei denen lediglich eins oder keins der Mitglieder in den Mitwirkenden auftauchen. Insbesondere in der Anfangszeit arbeitete Andres Ballinas als Autor mit.

Neben ihren eigenen Releases treten sie häufig auch als Remixer in Erscheinung. Songs von Künstlern, die bei ihrem eigenen Label Zooland Records unter Vertrag stehen, wie die ItaloBrothers oder King & White, sowie alte und neuen Single-Veröffentlichungen der Mitglieder Manian und Yanou, werden von ihnen unregelmäßig im gewöhnlichen R.I.O.-Stil gemixt.

Ihre Songs veröffentlichten sie anfangs ausschließlich über das eigene Label des Duos, Zooland Records, bis sie 2011 vom deutschen Plattenlabel Kontor Records unter Vertrag genommen wurden. Bereits vorher erschienen einzelne Lieder über Kontor Records, jedoch wurde bis 2011 kein Vertrag für alle Releases unterzeichnet. Zwei weitere Verträge für die Internationale Veröffentlichung ihrer Songs wurden 2011 mit dem schwedischen Plattenlabel Roxy Recordings und dem niederländischen Musiklabel Spinnin’ Records geschlossen.

Die Gründer Manian und Yanou bleiben bei sämtlichen Videos und Live-Auftritten im Hintergrund. Seit dem Einstieg von Tony T. im Jahre 2007 war er das Gesicht und die Stimme von R.I.O. Zwischen 2011 und 2015 kam es zu zahlreichen Kollaborationen mit U-Jean, der das Projekt seither auch bei Live-Auftritten vertritt. Infolge des Ausstieg von Tony T. kam es 2012 bei der Veröffentlichung des von Nicco gesungenen Liedes Party Shaker zu Irritationen, da die gewohnten Gesichter von Tony T. und U-Jean nicht auftauchen.

Stil Von 2008 bis 2009 produzierte das damalige Trio verstärkt Reggaemusik, die ebenfalls Spuren des Dance- und Electro-Pops aufgriffen. Nach Tony Ts Ausstieg 2012 veröffentlichte er den Song Way to Rio, in dem er den alten R.I.O-Reggae-Stil wieder aufgriff. Zwischen 2010 und 2011 etablierten sie sich durch Songs wie Hot Girl und Like I Love You vermehrt im Commercial-House-Stil. Mit Turn This Club Around entwickelten sie eine persönliche Note, die bei weiteren Produktionen für einen starken Wiedererkennungswert sorgten. Komodo (Hard Nights) bildete einen Einstieg in die, überwiegend als EDM bezeichnete Electro-House-Schiene. Nach einer Rückkehr zur kommerzielleren Musik, starteten sie nach eineinhalb Jahren ein kleines Comeback, das von einer Deep/Tropical-House-Produktion dargestellt wird.

Geschichte 2007: Anfänge und erste Erfolge mini|250px|Das Logo von R.I.O. im Jahre 2008 Gemeinsam experimentierten Yanou und Manian in ihrem Studio, woraus eine Cover des berühmten Samba de Janeiro von Bellini entstand. Der Titel trug den Namen R.I.O. der auf der Single jedoch nur in Remix-Formen von Künstlern wie Spencer & Hill, Stereo Palma oder als MYPD von Manian und Yanou selber. Er erschien über viele Label in ganz Europa, jedoch war die Veröffentlichung in Deutschland eher weniger populär. In Spanien konnte diese Version sogar bis in die Top-10 der Charts vorrücken.

Sie griffen dieses Projekt im dann Winter 2007 ein weiteres Mal auf und mixten den Titel erneut. Dann, am 9. November 2007 erschien neu aufgenommen der Song De Janeiro in den Läden. Die Single enthält nun auch eine „Original Version“ des Titels. Der ursprüngliche Track R.I.O. erscheint auf dieser Single als Spencer & Hill Remix. Völlig überraschend und in kürzester Zeit entwickelte sich der Track zu einer internationalen Clubhymne. Die Single konnte die Platz 8 in Spanien und Platz 14 in den Niederlanden erreichen. Seit dem neuen Release wird auf die Originale Version von De Janeiro also auf R.I.O. nicht mehr aufmerksam gemacht und auf Samplern und Alben nur noch unter dem neuen Titel geführt.

2008–2009: Durchbruch mit Shine On Wenige Monate nach dem Release von De Janeiro erschien ihr erster Remix. Gemeinsam mixten sie den Song Cool von Lowrida. Der Remix erschien im Februar 2008. Im Mai 2008 dienten sie ein zweites Mal als Remixer. Dieses Mal produzierten sie ihre Version zu dem Club-Song Children of the Night von Yanou, einem Mitglied der Band.

Kurz nach der Veröffentlichung der Single De Janeiro entdeckten die beiden Kölner Produzenten den damals 36-jährigen, britischen Sänger und Rapper Tony T., der dem Projekt schließlich als Stimme und Frontmann beitrat. Kurz darauf begannen sie als Trio an neuen Songs und an ihrem Debüt-Album zu arbeiten.

Im Juni 2008 veröffentlichten sie ihre ersten eigenen Singles Shine On, die die Radiostationen im Sturm eroberten. Sie erreichte in Südeuropa und dem gesamten Mittleren Osten die Spitze der offiziellen Charts sowie Top-25-Platzierungen in den meisten übrigen europäischen Ländern, darunter Platz 25 in Deutschland, 21 in Österreich, Rang 17 in der Schweiz und Nummer 22 in Spanien. Das Video zur Single Shine On wurde allein bei YouTube über 30 Millionen Mal abgerufen. „Am Anfang konnte niemand diesen riesigen und unvergleichlichen Erfolg ahnen! Wir haben großes Glück in der Lage sein, eine Live-Tour rund um den Globus zu spielen und vor riesigen Menschenmengen jedes Wochenende zu rocken“. Ebenso war die Single in den Jahrescharts etlicher Länder zu finden wie Nummer eins der israelischen Jahrescharts 2008 und Platz 99 in Deutschland.

Im September 2008 traten sie ein drittes Mal als Remix-Produzenten-Team in Erscheinung. Dieses Mal nahmen sie sich die 2008-Version von Turn the Tide des R.I.O.-Mitglieds Manian und Sängerin Aila vor. Das Original stammt vom Vocal-Trance-Projekt Sylver aus dem Jahr 2000.

Im Dezember 2008 erschienen ihre dritte Single When the Sun Comes Down. Bereits im November 2008 wurde sie auf der Kontor Top of the Clubs Vol. 41 vorgestellt. Auch sie erreichte die Verkaufscharts und rückte in den Niederländischen und Spanischen Charts bis in die Top-10 und erreichte auch in den Top-100 der Niederlande Platz 22. In Deutschland, Österreich und der Schweiz blieb es eher ein kleinerer Erfolg. In Portugal und den Niederlanden hingegen verkaufte sich der Track gut und erreichte in Portugal für 5 Wochen Platz 37. Zu diesem Lied, sowie auch zu sämtlichen folgenden Singles erschien kein Musik-Video.

Am 10. Juli 2009 wurde After the Love veröffentlicht. Diese Single wurde auf der Kompilation The Dome Summer 2009 verwendet. In Österreich war sie für zwei Wochen in den Charts vertreten und erreichte Platz 41. In Deutschland konnte sie sich vier Wochen lang platzieren und erreichte Platz 65. In der Schweiz konnte das Lied keine Chartplatzierung erreicht. Allerdings übte auch dieser Song erneut großen Erfolg in den Niederlanden und Portugal aus, wo After the Love bis in die obere Charthälfte stieg.

Nachdem die drei mit After the Love einen weiteren Sommerhit landeten, erschien im Oktober 2009 ein weiterer Remix. Ein zweites Mal interpretierten sie einen Song des Mitgliedes Yanou neu. Dieses Mal mixte das Trio das Lied Brighter Day.

Serenade erschien im November 2009 als Download-Single Serenade sie wurde kein großer Erfolg und stieg in Deutschland lediglich auf Rang 97, wo sie eine Woche verweilte. Allerdings chartete der Song auch in den Niederlanden. Dort erreichte er immerhin Platz 30 und blieb für 4 Wochen in den Top 40. Die Single basiert auf dem gleichnamigen Track der US-amerikanischen Rockband Steve Miller Band aus dem Jahre 1976. Aufgrund dessen zählen auch nur Steve Miller und C. McCarthy als Songwriter des Liedes. Erfolg hatte auch dieser Track insbesondere in den Niederlanden.

2010: Erstes Studioalbum 200px|mini|Von 2008 bis 2012 war Tony T das Gesicht von R.I.O. Hier im MegaPark, Mallorca am 1. Mai 2011.

2010 arbeiteten sie mit der niederländischen Sängerin Liz Kay, die bereits von den Köpfen des Trios, Manian und Yanou, produziert wird, zusammen. Aus ihrer Kooperation entstanden die Titel Something About You und Watching You. Die Songs erschienen am 12. Februar 2010 und wurden zu einem weiteren Erfolg. Sie konnten in Bulgarien für neun Wochen bis auf Platz 19 vordringen. In Portugal stieg die Single auf Platz 49 ein und konnte für sechs Wochen bis auf Platz 34 steigen.

Am 19. Februar 2010 erschien das erste Studioalbum Shine On (The Album). Es enthielt alle bisher erschienenen Singles, sowie einige neue und nicht veröffentlichte Tracks. Im September 2010 wurde eine Deluxe-Version veröffentlicht, die auch den später erschienenen Track Hot Girl enthält. Keines der beiden Alben erreichte die Top 100.

Die siebte Single One Heart erschien in drei Variationen. Einmal als Einzel-Single im Februar 2010 in den Niederlanden. Ebenso erschien der Song als Doppel-Single mit Can You Feel It, auch nur international, sowie als Dreier-Single mit Can You Feel It und Lay Down im April 2010 im restlichen Teil Europas. Neben der Solo-Version von One Heart, bei der nur Tony T. die Vocals des Songs singt, erschien im Internet noch eine zweite Version des Liedes, bei der die Sängerin Nina Nyembwe mitwirkt. In Holland konnte die Einzel-Single Platz 24 erreichte und war für 4 Wochen in den Charts zu finden. Auch in Portugal stieg die Single in die Charts ein, hier konnte sie sich den 21. Platz sichern und für 25 Wochen in den Top 100 verbleiben.

Hot Girl war die letzte Single-Auskopplung des Albums Shine On (The Album). Jedoch war sie nur auf der Deluxe Edition, zu finden. Der Song erschien am 28. Oktober 2010 als Promo-Single in den Niederlanden, wo sie auch für zwei Wochen in den Mega-Charts vertreten war. Zu diesem Song wurde seit After the Love erstmals wieder ein Musikvideo gedreht, es erschien bereits am 13. Juli 2010 auf YouTube. Nach über zwei Jahren wurde es über zwei Millionen Mal aufgerufen.Musikvideo zu Hot Girl auf YouTube Kommerziellen Erfolg hatte der Song lediglich in den Niederlanden. Dennoch gilt Hot Girl als einer der größten Club-Erfolge des Duos. Zudem bildet der Track den Übergang vom Reggae zum House-Stil.

2011: Sunshine und Turn This Club Club Around

Am 11. Februar 2011 veröffentlichte R.I.O. den Song Like I Love You als Ankündigung für das Album Sunshine als Single. Durch Like I Love You konnten sie sich nach zwei Jahren wieder in der oberen Hälfte der Charts platzieren. Das Video wurde am 4. Januar auf Kontor.TV dem YouTube-Kanal des deutschen Plattenlabels Kontor Records hochgeladen und wurde nach anderthalb Jahren über 25 Millionen Mal aufgerufen. Der Instrumentalpart des Songs besitzt ein Sample des gleichnamigen Liedes des Dance-Trios The Hitmen. Gemeinsam mit Dan Winter unter dem Pseudonym Black Toys mixte Manian den Song im Style des Originals ab. Auch das damalige Hitmen-Mitglied Michael Bein trug unter seinem Pseudonym Money-G einen Remix bei.

Ebenfalls im Februar 2011 mixte R.I.O. den Titeltrack der Single Good Vibe, die von der Good Vibe Crew zusammen mit Cat stammt. Der Song wurde am 25. Februar 2011 über Zooland Records veröffentlicht, war jedoch kein großer Erfolg.