Rebsdorf ist ein Stadtteil von Steinau an der Straße im osthessischen Main-Kinzig-Kreis. Der Ort ist Teil der Gemarkung des Stadtteils Sarrod.

Geographie Geographische Lage Der kleine Ort liegt im Norden des Main-Kinzig-Kreises etwa 15 km nordwestlich des Hauptortes.

Nachbarorte Rebsdorf grenzt im Norden an den Ort Radmühl, im Nordosten an den Ort Fleschenbach, im Osten an den Ort Ulmbach, im Süden an den Ort Rabenstein und im Westen an den Ort Oberreichenbach.

Geschichte Ortsgeschichte Das Dorf wurde erstmals Mitte des 16. Jahrhunderts erwähnt. In der späten Neuzeit gehörte der Ort als Wohnplatz zur Gemeinde Sarrod.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde zum 1. April 1972 der Ort aus der Gemeinde Sarrod ausgegliedert und der Gemeinde Ulmbach als Ortsteil zugeschlagen. Zum 1. Juli 1974 wurde Ulmbach im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz in die Stadt Steinau, heute „Steinau an der Straße“ eingegliedert. Dabei wurde Rebsdorf ein eigener Stadtteil von Steinau. Für den Stadtteil Rebsdorf wurde, wie für die anderen Stadtteile von Steinau, ein Ortsbezirk eingerichtet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Rebsdorf angehört(e):

1564: Heiliges Römisches Reich, Gericht Freiensteinau der Herrschaft Riedesel 1684: Heiliges Römisches Reich, Fürstabtei Fulda, Amt Ulmbach ab 1699: Heiliges Römisches Reich, Fürstabtei Fulda, Amt UerzellUmzug ab 1803: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Amt UerzellDurch den Reichsdeputationshauptschluss. 1806–1810: Staat des Fürstprimas,Infolge der Napoleonischen Kriege. Fürstentum Fulda, Amt Salmünster 1810–1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Salmünster ab 1816: Kurfürstentum Hessen,Infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses. Großherzogtum Fulda, Amt Salmünster ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis SalmünsterVerordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 76.Trennung von Justiz (Justizamt Salmünster) und Verwaltung. ab 1830: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern ab 1867: Königreich Preußen,Infolge des Deutschen Krieges. Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Landkreis Schlüchtern ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,Infolge des Zweiten Weltkriegs. Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Schlüchtern ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Schlüchtern ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Schlüchtern ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Schlüchtern ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Schlüchtern, Gemeinde Ulmbach ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis, Stadt Steinau ab 1978: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis, Stadt nach „Steinau an der Straße“ umbenannt

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Rebsdorf 63 Einwohner. Darunter waren 6 (9,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 15 Einwohner unter 18 Jahren, 24 waren zwischen 18 und 49, 18 zwischen 50 und 64 und 6 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 21 Haushalten. Davon waren 3 Singlehaushalte, 3 Paare ohne Kinder und 12 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In keinem Haushalt lebten ausschließlich Senioren und in 15 Haushalten leben keine Senioren.

Einwohnerentwicklung Quelle: Historisches Ortslexikon • 1678: 5 Untertanen • 1789: zwei 3/4 Bauern, 6 halbe Bauern, ein Hintersiedler • 1812: 6 Feuerstellen, 71 Seelen • 1895: 10 Häuser mit 72 Bewohnern • 2008: 65 Einwohner • 2011: 63 Einwohner • 2015: 57 Einwohner • 2022: 56 Einwohner

Politik Für Rebsdorf besteht ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus drei Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 kam kein Ortsbeirat zustande.

Weblinks Stadtteil Rebsdorf. In: Webauftritt der Stadt Steinau an der Straße.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise 2008: 2015:

Kategorie:Ort im Main-Kinzig-Kreis Kategorie:Geographie (Steinau an der Straße) Kategorie:Ersterwähnung im 16. Jahrhundert