Sarrod ist ein Stadtteil von Steinau an der Straße im osthessischen Main-Kinzig-Kreis.

Geographie Geographische Lage Sarrod liegt im Norden des Main-Kinzig-Kreises etwa 8 km nordwestlich vom Hauptort im Vogelsberg. Durch den Ort führt die Landesstraße 3178.

Nachbarorte Sarrod grenzt im Norden an den Ort Rabenstein, im Osten an den Ort Ulmbach, im Südosten an Steinau, im Süden an den Ort Marborn, im Südwesten an den Ort Kerbersdorf, im Südwesten an den Ort Katholisch-Willenroth und im Nordwesten an den Ort Obersotzbach.

Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Sarrod erfolgte unter dem Namen Sarrenroth im Jahr 1292. Hier wird Sarrod als Dorf bezeichnet. Im 15. Jahrhundert wird das Dorf als Wüstung und 1684 als adliges Gut erwähnt.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde zum 1. April 1972 die Gemeinde Sarrod auf freiwilliger Basis in die Nachbargemeinde Ulmbach eingegliedert. Dabei wurden die Wohnplätze Rabenstein und Rebsdorf der ehemaligen Gemeinde Sarrod als eigene Ortsteile in der Gemeinde Ulmbach geführt. Die Gemeinde Ulmbach wurde zum 1. Juli 1974 kraft Landesgesetz in die Stadt Steinau, heute „Steinau an der Straße“, eingemeindet. Alle Ortsteile vom Ulmbach (Sarrod, Rabenstein und Rebsdorf) wurden Stadtteile, für die je ein Ortsbezirk eingerichtet wurde.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Sarrod angehört(e):

1684: Heiliges Römisches Reich, adliges Gut vor 1803: Heiliges Römisches Reich, Fürstabtei Fulda, Amt Uerzell ab 1803: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Amt UerzellDurch den Reichsdeputationshauptschluss. 1806–1810: Staat des Fürstprimas,Infolge der Napoleonischen Kriege. Fürstentum Fulda, Amt Salmünster 1810–1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Salmünster ab 1816: Kurfürstentum Hessen,Infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses. Großherzogtum Fulda, Amt Salmünster ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis SalmünsterVerordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 76.Trennung von Justiz (Justizamt Salmünster) und Verwaltung. ab 1830: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern ab 1867: Königreich Preußen,Infolge des Deutschen Krieges. Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Landkreis Schlüchtern ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,Infolge des Zweiten Weltkriegs. Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Schlüchtern ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Schlüchtern ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Schlüchtern ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Schlüchtern ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Schlüchtern, Gemeinde Ulmbach ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis, Stadt Steinau ab 1978: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis, Stadt „Steinau an der Straße“

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Sarrod 231 Einwohner. Darunter waren 3 (1,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 42 Einwohner unter 18 Jahren, 108 waren zwischen 18 und 49, 48 zwischen 50 und 64 und 30 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 84 Haushalten. Davon waren 21 Singlehaushalte, 18 Paare ohne Kinder und 39 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 9 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 57 Haushaltungen leben keine Senioren.

Einwohnerentwicklung • 1790: 9 halbe Bauern, 5 Hintersiedler, 7 Hüttner • 1812: 22 Feuerstellen, 202 Seelen

Historische Religionszugehörigkeit • 1885: 11 evangelische (= 3,24 %), 328 katholischer (= 96,76 %) Einwohner • 1961: 17 evangelische (= 4,89 %), 331 katholische (= 95,11 %) Einwohner

Politik Ortsbeirat Für Sarrod besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Sarrod) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus drei Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 56,06 %. Alle Kandidaten gehören der „Freien Wählerliste Sarrod“ an. Der Ortsbeirat wählte Helmut Stein zum Ortsvorsteher.

Gemeindepartnerschaft Zwischen der ungarischen Gemeinde Sarród im Kreis Sopron und Sarrod besteht seit dem Jahre 2000 eine Gemeindepartnerschaft.

Weblinks Stadtteil Sarrod. In: Webauftritt der Stadt Steinau an der Straße.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise 2008: 2015:

Kategorie:Ort im Main-Kinzig-Kreis Kategorie:Geographie (Steinau an der Straße) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Main-Kinzig-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1292 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972