mini|links|Nižní Lhoty (2011)
Nižní Lhoty (deutsch Unter Ellgoth, polnisch Ligota Górna, auch Ligoty Górne) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt acht Kilometer südöstlich von Frýdek-Místek und gehört zum Okres Frýdek-Místek.
Geographie Nižní Lhoty befindet sich am rechten Ufer der Morávka im Beskidenvorland. Nördlich des Dorfes liegt das Werksgelände der Hyundai Motor Manufacturing Czech. Östlich verläuft der zur Verstärkung des Zuflusses der Talsperre Žermanice angelegte Zuführungskanal Morávka-Žermanice, der Wasser von der Morávka in die Lučina leitet. Im Westen erheben sich die Hügel Vrchy (433 m) und Strážnice (438 m).
Nachbarorte sind Vojkovice im Norden, Bukovice im Nordosten, Amerika im Osten, Kamenité und Vyšní Lhoty im Südosten, Kamenec und Záhoří im Süden, Skalice im Westen sowie Na Kamenci und Nošovice im Nordwesten.
Geschichte mini|links|Beide Lhoty auf Karte aus 1764
Im Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis wurden in der UmgebungZwischen den Dörfern Domaslawitz utroque (6 km im Norden), Skalicza (im Westen, hinter des Flusses) und Jannutha (wahrscheinlich Janovice u Frýdku-Místku, 3 km im Südwesten. Das flussabwärts der Morávka gelegene Dobrá u Frýdku-Místku wurde noch anderswo als Dobroczemicza gelistet. Das benachbarte Nošovice direkt zwischen Dobra und Lhoty tauchte erst im 16. Jahrhundert auf. einige Dörfer erwähnt, deren Identifikationen unsicher sind. 1898 verbanden Vincenc Prášek (1843–1912) sowie 1937 Ladislav Hosák (1898–1972) die ansonsten unidentifizierte Rudgeri villa mit Nižní Lhoty und Warmnuthowitz mit Vyšní LhotyDirekt daneben wurde auch noch nicht benannte Ortschaft in der holzmul erwähnt. 1992 und 2010 lehnte diese Identifikationen Idzi Panic ab, der behauptet, dass solche Umbenennungen von einen patronymischen zu einen kulturellen Ortsnamen wie Lhota/Ligota sehr selten und unwahrscheinlich ist. Es wäre jedoch möglich, dass beide Dörfer an der Stelle von Rudgeri villa und Warmnuthowitz später entstanden.Panic linkt den Vater von Paszko mit dem älteren Dorf Warmuntowice bei Kosel. Die erste sichere Erwähnung stammt aus dem Jahr 1434 als na Lhoty und aus dem Jahr 1450 als Rozkowu Lhotu. Die erste Erwähnung Lhoty (1450Im gleichen Jahr wurde auch das nahegelegene Lubno (Frýdlant nad Ostravicí) einmalig als eines Lhota erwähnt.) war schon pluralisiert.Die erste sichere Erwähnung von der Tochtersiedlung Vyšní Lhoty folgte im nächsten Jahrhundert.
Das ursprünglich den Teschener Herzögen (aus der polnischen Dynastie der Piasten) gehörige Dorf gelangte an die Stadt Friedeck, die es 1434 zusammen mit umliegenden Dörfern an Ernst von Tworkau verpfändete. Dabei war erstmals von Nižní und Vyšní Lhoty die Rede. 1573 verkaufte Herzog Wenzel von Teschen das Dorf zusammen mit der ganzen Friedecker Herrschaft an die Brüder Georg und Matthias von Logau und trennte es damit endgültig vom Herzogtum ab. In der nachfolgenden Zeit wurde der Ort auch als Dolní Lhota bzw. Spodní Lhota bezeichnet. Zwischen 1607 und 1739 ist in den Grundbüchern ausschließlich der Name Nižní Lhoty zu finden.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Unter Ellgoth (so der eingedeutschte Name von Nižní Lhoty) ab 1850 eine Gemeinde im Bezirk Teschen. 1867 wurde im Dorf ein hölzerner Glockenturm errichtet. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts fand der tschechische Name Dolní Lhota Verwendung. 1870 eröffnete im Dorf eine Schule, bis dahin war Dobrá der Schulort gewesen. Der Ort lag in der sogenannten Lachei, wo die Lachische Sprache benutzt wurde. Ab 1908 gehörte der Ort zum Bezirk Friedeck. 1930 hatte das Dorf 457 Einwohner.
Nach dem Münchner Abkommen besetzten am 1. Oktober 1938 polnische Truppen einen Teil des Dorfes. Durch den Ort führte bis 1939 die tschechisch-polnische Grenze, die 25 Häuser nördlich des Račok-Baches wurden polnisch. Nach der deutschen Besetzung gehörte von Unter Ellgoth vollständig zum Protektorat Böhmen und Mähren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Nižní Lhoty dem Okres Místek zugeordnet und kam nach dessen Auflösung 1961 als Ortsteil von Nošovice zum Okres Frýdek-Místek. Zwischen 1952 und 1955 wurde auf einer Anhöhe über dem Dorf ein Friedhof angelegt. Ab 1975 gehörte Nižní Lhoty unter der bezeichnung Dobrá 3 - Nižní Lhoty zur Gemeinde Dobrá. Seit 1990 besteht die Gemeinde Nižní Lhoty wieder.
Gemeindegliederung Für die Gemeinde Nižní Lhoty sind keine Ortsteile ausgewiesen. Zu Nižní Lhoty gehört die Ansiedlung Bukovice II (Bukowitz).
Sehenswürdigkeiten Naturdenkmal Skalická Morávka Kapelle der Jungfrau Maria von Frýdek, geweiht 1946 an der Stelle des Glockenturmes kleine Kapelle an der Ortsgrenze mit Nošovice
Weblinks
Beschreibung auf beskydy.cz
Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1305