mini|hochkant|Human Action

Human Action: A Treatise on Economics (1949) ist das Hauptwerk des österreichischen Wirtschaftswissenschaftlers Ludwig von Mises, ursprünglich 1940 erschienen unter dem Titel Nationalökonomie, Theorie des Handelns und Wirtschaftens.

Entstehung mini|hochkant|Ludwig von Mises (1881–1973)

Nach seiner Ankunft in Genf 1934 hatte Mises als Professor am Genfer Hochschulinstitut für internationale Studien erstmals die finanzielle Sicherheit, um sich vollständig der Forschung widmen zu können. Er wollte seine bisherigen Arbeiten und die der Wiener Schule zu einer vollständigen, in sich geschlossenen Theorie des menschlichen Handelns ausarbeiten.

Mises war überzeugt, dass ein unvollständiges Verständnis des menschlichen Handelns die Ursache fehlerhafter Wirtschaftstheorien war. Zu diesen zählte er alle Formen des staatlichen Interventionismus; langfristig würden diese zu Sozialismus und ökonomischen Katastrophen führen. Er sah seine Aufgabe auch darin, die prinzipielle Fehlerhaftigkeit von Sozialismus und staatlichem Interventionalismus umfassend darzulegen.

Das Ergebnis dieser Arbeit erschien 1940 auf Deutsch unter dem Titel Nationalökonomie, Theorie des Handelns und Wirtschaftens. Allerdings verhinderte der Zweite Weltkrieg die Verbreitung des Werkes, und der Schweizer Verlag musste Konkurs anmelden. Im US-amerikanischen Exil bereitete er eine englischsprachige Neubearbeitung für den amerikanischen Markt vor, die 1949 unter dem Titel Human Action – A Treatise on Economics bei Yale University Press erschien.

Inhalt Das gesamte Werk ist vom praxeologischen Ansatz von Mises durchzogen: Hierin von Kant beeinflusst, werden auf Basis einiger synthetisch a priori erkennbarer Axiome und Theoreme andere Sätze als wahr deduziert. Beweis oder Widerlegung durch Erfahrung hält von Mises aus erkenntnistheoretischen Gründen von vornherein für unmöglich.Edward W. Younkins: Mises, Friedman and Rand: A Methodological Comparison quebecoislibre.org Er wendet sich damit einerseits, hierin einig mit Karl Popper, gegen den in Deutschland damals vorherrschenden Historizismus, andererseits gegen die Simplifizierung wirtschaftlicher Zusammenhänge durch Spieltheorie,Ludwig von Mises: A Treatise on Economics. 4. Auflage, S. 116: “There is not the slightest analogy between playing games and the conduct of business within a market society.” durch statistischeLudwig von Mises: A Treatise on Economics. 4. Auflage, S. 350–352: “Statistics (…) is not economics and cannot produce economic theorems and theories.” Verfahren oder durch mathematische Modelle wie in der Neoklassik und im Keynesianismus.Roderick T. Long: Realism and Abstraction in Economics: Aristotle and Mises versus Friedman. (mises.org PDF).

Human Action enthält sieben Hauptteile: Part One: Human Action Part Two: Actions Within the Framework of Society Part Three: Economic Calculation Part Four: Catallactics or Economics of the Market Society Part Five: Social Cooperation Without a Market Part Six: The Hampered Market Economy Part Seven: The Place of Economics in Society

Rezeption Human Action wurde mittlerweile in vier Auflagen gedruckt und mehr als 500.000 Mal verkauft. Es ist in acht Sprachen übersetzt worden.

Der amerikanische Journalist Henry Hazlitt, selbst ein Anhänger der österreichischen Schule, schrieb über Human Action:

Bei der überwiegenden Zahl der Ökonomen verbleibt Human Action bis heute unrezipiert.Gregory Mankiw über ‘Human Action’.

Siehe auch Methodenstreit der Nationalökonomie Praxeologie (Wirtschaftswissenschaft)

Literatur Ausgaben

Sekundärliteratur

Einzelnachweise

Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Sachliteratur (Wirtschaft) Kategorie:Liberalismus Kategorie:Libertarismus Kategorie:Österreichische Schule