Boulogne-sur-Gesse ist eine französische Kleinstadt mit Einwohnern (Stand ) im Département Haute-Garonne in der Region Okzitanien (zuvor Midi-Pyrénées). Sie gehört zum Kanton Saint-Gaudens im Arrondissement Saint-Gaudens.

Geografie Die Kleinstadt Boulogne-sur-Gesse liegt an der Grenze zu den Départements Hautes-Pyrénées und Gers, etwa 28 Kilometer nördlich von Saint-Gaudens zwischen den Flussläufen der Gimone im Westen und der Gesse im Osten. Das Wasser der Gimone wird im Stausee Lac de la Gimone, an dem Boulogne-sur-Gesse einen Anteil hat, von einem 600 m langen Staudamm zurückgehalten, der 1991 erbaut wurde. Der Stausee ist sechs Kilometer lang und dient der Bewässerung der Äcker in meist trockenen Sommern sowie als Reserve zur Kühlung der Reaktoren des Kernkraftwerks Golfech. Umgeben wird Boulogne-sur-Gesse von den Nachbargemeinden Lalanne-Arqué im Norden, Péguilhan im Nordosten, Mondilhan im Osten, Saint-Pé-Delbosc im Südosten, Blajan im Süden, Gensac-de-Boulogne und Lalanne im Südwesten, Thermes-Magnoac im Westen sowie Mont-d’Astarac im Nordwesten.

Geschichte Im Jahr 1286 wurde der Ort als Bastide vom Kloster Nizors gegründet. Die Bewohner erhielten durch eine Charte besondere Rechte, zu denen auch eine begrenzte Selbstverwaltung gehörte.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009 2020Einwohner 1777 1865 1756 1671 1531 1422 1612 1654 Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten Kirche Mariä Himmelfahrt, erbaut im 14. Jahrhundert, mit einer Steinkanzel aus dem 16. Jahrhundert ehemaliges Kloster La Bénisson-Dieu Markthalle und Hôtel de ville, erbaut Ende des 19. Jahrhunderts

Persönlichkeiten Boulogne-sur-Gesse ist der Geburtsort von: Pierre Escrivain († 1553), Theologe und evangelischer Märtyrer

Literatur Le Patrimoine des Communes de la Haute-Garonne. Flohic Editions, Band 1, Paris 2000, ISBN 2-84234-081-7, S. 373–375.

Weblinks

Kategorie:Ort in Okzitanien Kategorie:Bastide Kategorie:Gegründet 1286 Kategorie:Stadt in Frankreich

Kategorie:Gemeindegründung 1790