Merkenfritz ist ein Ortsteil der Gemeinde Hirzenhain im hessischen Wetteraukreis.

Geographische Lage Merkenfritz liegt im südlichen Vogelsberg zwischen dem Büdinger Wald und dem Oberwald am Merkenfritzbach, einem linken südlichen Zufluss der Nidder bei Hirzenhain. Die Gemarkungsfläche wird für 1961 mit 451 Hektar angegeben, davon 247 Hektar Wald. Der Ort liegt nordöstlich der Kerngemeinde Hirzenhain. Die Ortskerne sind nur rund einen Kilometer voneinander entfernt. Neben der Kerngemeinde wird Merkenfritz umgeben von den Orten Steinberg im Norden, Gedern im Nordosten und Wenings im Südosten.

Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung von Merkenfritz erfolge am 6. Oktober 1280 als Erkinfridis.Johann Philipp Kuchenbecker, Analecta Hassiaca, darinnen allerhand zur hessischen Historie, Jurisprudentz und Litteratur behörige Urkunden, Abhandlungen und Nachrichten mitgetheilet werden (Vol. 1–12). Marburg 1728–1742. Vol. 12, S. 388.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Merkenfritz:

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 1. Oktober 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Hirzenhain und Merkenfritz zur erweiterten Gemeinde Hirzenhain. Als Sitz der Gemeindeverwaltung wurde der Ortsteil Hirzenhain bestimmt. Ortsbezirke nach der Hessischen Gemeindeordnung wurden nicht errichtet.

Bevölkerung Einwohnerentwicklung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Merkenfritz 789 Einwohner. Darunter waren 33 (4,2 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 183 Einwohner unter 18 Jahren, 318 waren zwischen 18 und 49, 204 zwischen 50 und 64 und 141 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 354 Haushalten. Davon waren 105 Singlehaushalte, 93 Paare ohne Kinder und 117 Paare mit Kindern, sowie 30 Alleinerziehende und 9 Wohngemeinschaften. In 63 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 237 Haushaltungen leben keine Senioren.

Religionszugehörigkeit • 1829: 215 evangelische, ein katholischer Einwohner • 1961: 425 evangelische (= 89,85 %), 43 katholische (= 9,09 %) Einwohner

Kulturdenkmäler Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Merkenfritz

Wirtschaft und Infrastruktur Im Merkenfritzer Tal führt die Bundesstraße 275 als Gederner Straße durch den Ort von Lauterbach (Hessen) und Gedern im Nordosten nach Ortenberg und Friedberg (Hessen) im Westen. Von der Gederner Straße zweigt am oberen Ortsende die Landesstraße L 3185 nach Norden ab und in der Ortslage die Kreisstraße K 215 als Mühlstraße und weiter als Borngasse nach Südosten.

Zu Merkenfritz gehörten zeitweise bis zu sieben Mühlen. In der 1680 erbauten Henkelsmühle wurde bis 2019 eine Gaststätte betrieben.

Im Ort gibt es das Märchenland MerkenfritzMärchenland Merkenfritz im Internet und eine Haltestelle der Vulkan-Express-Busse. Der Vulkanradweg führt auf der Trasse der ehemaligen Oberwaldbahn am Ortsrand vorbei.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Weblinks Ortsteil Merkenfritz. In: Webauftritt der Gemeinde Hirzenhain.

Kategorie:Ort im Wetteraukreis Kategorie:Geographie (Hirzenhain) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Wetteraukreis) Kategorie:Ersterwähnung 1280 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971