mini|links|Habitus mini|Nahaufnahme der Blüten Die Vanilleblume (Heliotropium arborescens), auch Heliotrop oder Sonnenwende genannt, ist eine Art aus der Gattung der Sonnenwenden in der Familie der Boraginaceae (Borretschgewächse). Vanilleblumen gelten als invasive Art und führen bspw. in Australien zu massiven Schäden.
Beschreibung Vanilleblumen sind immergrüne Sträucher. Die Pflanze wird bis zu 80 cm hoch und bis zu 100 cm breit, die Blätter sind dunkelgrün und runzelig. Vom Frühsommer an erscheinen bis weit in den Herbst kleine violette bis lavendelblaue, stark und angenehm duftende Blüten. Wie viele Raublattgewächse enthält auch die Vanilleblume neben den Duftstoffen auch giftige Pyrrolizidinalkaloide.Karl Hiller, Matthias F. Melzig: Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. 2 Bände. area Verlag, Erftstadt 2005, ISBN 3-89996-682-1.
Verbreitungsgebiet Ursprünglich stammt die Vanilleblume aus den peruanischen Anden. Sie hat ursprüngliche Vorkommen in Kolumbien, Peru und Bolivien. Auf Inseln in der Karibik und in Ecuador kommt sie eingeschleppt vor.
Taxonomie Die Vanilleblume wurde 1759 von Carl von Linné in Systema Naturae ...Editio decima, reformata... 10. Auflage, Band 2 Seite 913 als Heliotropium arborescens erstbeschrieben. Ein Synonym ist Heliotropium peruvianum
Verwendung Die Vanilleblume ist eine beliebte Beet- und Balkonpflanze. Da sie jedoch nicht winterhart ist, wird sie meist als einjährige Pflanze kultiviert, obwohl sie eigentlich mehrjährig ist. Durch züchterische Bemühungen gibt es einige Sorten, die sich in der Blattfarbe ('Lord Robert' dunkel violettgrün, 'Aurea' goldgelb) oder der Blütenfarbe ('Alba' weiß) unterscheiden.
Nachweise Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann, Königswinter 2003, ISBN 3-8331-1600-5.
Einzelnachweise
Weblinks
Heliotropium arborescens L. (Garten- Sonnenwende) bei Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeer- und Alpenflora.
Kategorie:Raublattgewächse