mini|Isabel Pfeiffer-Poensgen, 2010 Isabel Pfeiffer-Poensgen (geb. Pfeiffer; * 25. April 1954 in Aachen) ist eine deutsche Politikerin (parteilos), Juristin und Verwaltungsbeamtin. Sie war von Oktober 2023 bis Februar 2026 Geschäftsführerin der Carl Friedrich von Siemens Stiftung mit Sitz in München. Vom 30. Juni 2017 bis 29. Juni 2022 war sie Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Zuvor war sie Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder.Pflegerin für die Oase. In: Berliner Zeitung, 19. Juli 2004
Leben Herkunft und Studium Pfeiffer-Poensgen ist die Tochter des Aachener Kommunalpolitikers Jost Pfeiffer und Enkelin des Textilkaufmannes Kurt Pfeiffer. Ab 1972 studierte sie Rechtswissenschaften und Geschichte an den Universitäten Bonn, Lausanne und Freiburg im Breisgau. 1979 folgte das erste juristische Staatsexamen. Anschließend machte sie ihr Referendariat in Hamburg und New York City, das sie 1983 mit dem Assessorexamen abschloss.
Berufliche Laufbahn 1985 wurde sie persönliche Referentin des Präses der Behörde für Wissenschaft und Forschung Hamburg und 1988 Forschungsreferentin für Geistes- und Sozialwissenschaften sowie für überregionale Forschungsförderung. 1989 übernahm Pfeiffer-Poensgen das Amt der Kanzlerin der Hochschule für Musik und Tanz Köln, die Leitung der Hochschulverwaltung und wurde Mitglied des Rektorates. Seit 1999 war Pfeiffer-Poensgen Beigeordnete für Kultur und Soziales der Stadt Aachen und seit 2002 sowohl Mitglied im Vorstand des Verbandes deutscher Musikschulen als auch Mitglied im Kulturausschuss des Deutschen Städtetages. Darüber hinaus ist sie Mitglied des Kuratoriums der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. Am 1. November 2004 trat Isabel Pfeiffer-Poensgen das Amt der Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder an. Seit 2020 ist sie Jury-Mitglied der Maecenas-Ehrung des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute e. V. – AsKI.
Am 30. Juni 2017 berief Ministerpräsident Armin Laschet Pfeiffer-Poensgen zur Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie behielt dieses Amt auch unter Laschets Nachfolger im Kabinett Wüst I. Am 29. Juni 2022 wurde Ina Brandes (CDU) im Zuge der Bildung des Kabinetts Wüst II zu ihrer Nachfolgerin im Ministeramt ernannt.
Privates Isabel Pfeiffer-Poensgen ist mit Hanfried Poensgen, dem Sohn des Diplomaten Gisbert Poensgen, verheiratet.
Auszeichnungen 2024: Minervapreis des Fördervereins Museum Jülich für besondere Verdienste an der Schnittstelle von Kultur, Kunst, Wissenschaft und WirtschaftHerzog vom 12. Juli 2024: Der MinervaPreis 2024 geht an…., abgerufen am 14. Juli 2024 2023: Pfeiffer-Poensgen erhielt den Deutschen Kulturpolitikpreis des Deutschen Kulturrats für ihr langjähriges, beharrliches und vielseitiges kulturpolitisches EngagementDeutscher Kulturrat Pressemitteilung vom 10. August 2023: Deutscher Kulturpolitikpreises 2023 geht an Isabel Pfeiffer-Poensgen, abgerufen am 11. August 2023 2018: Pfeiffer-Poensgen wurde vom Deutschen Hochschulverband zum „Wissenschaftsminister des Jahres 2018“ gewählt.Forschung & Lehre, 3/18. (PDF; 4,5 MB) Deutscher Hochschulverband (DHV), S. 214; abgerufen am 11. April 2018
Weblinks
Kontaktinformationen bei der Kulturstiftung der Länder bei der Kulturstiftung der Länder Biografie auf der Homepage des Bundesrats Annette Bosetti, Lothar Schröder: Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen „Ich bleibe auch eine Nervensäge“. RP online, NRW Landespolitik, 21. Juli 2017 WDR 3 (Westdeutscher Rundfunk) Gespräch am Samstag, 4. April 2020
Einzelnachweise
Kategorie:Wissenschaftsminister (Nordrhein-Westfalen) Kategorie:Kanzler einer Hochschule Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Beigeordneter (Aachen) Kategorie:Generalsekretär (Deutschland) Kategorie:Person (Hochschule für Musik und Tanz Köln) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Frau