mini|Marduk; Metalmania 2008 Marduk ist eine Black-Metal-Band, die 1990 in Norrköping (Schweden) gegründet wurde. Der Name leitet sich vom babylonischen Stadtgott Marduk ab.

Geschichte Marduk wurde von Morgan Steinmeyer Håkansson laut offizieller Biographie mit dem Ziel gegründet, die satanischste und blasphemischste Band aller Zeiten zu werden., abgerufen am 24. März 2013. Nach dem Demo Fuck Me Jesus wurde 1991 die EP Here’s No Peace aufgenommen, die aber zunächst unveröffentlicht blieb, und die Band trat mehrmals live auf. 1992 erschien das Debüt Dark Endless über No Fashion Records, und Marduk gab einige Konzerte in Schweden, wodurch ihre Fangemeinde stark anwuchs. Aufgrund eines Streits mit No Fashion wechselte die Band 1993 zur französischen Plattenfirma Osmose Productions, wo im Oktober 1993 das zweite Album Those of the Unlight erschien. 1994 trat die Band auf einem Festival in Oslo und somit erstmals außerhalb von Schweden auf, tourte mit Immortal durch Europa und veröffentlichte das Album Opus nocturne. Nachdem der Gesang ursprünglich von Andreas Axelsson und Joakim Göthberg übernommen worden war, wurde Legion (Erik Hagstedt) 1995 Sänger bei Marduk. Im Februar folgte die Winter War Tour, bei der die Band in Deutschland boykottiert wurde. Außerdem spielte die Band erstmals auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans, unter anderem im Juni 1995 in Ciudad de México. 1996 erschien das erste Album mit Legion, Heaven Shall Burn… When We Are Gathered, und nach einer Europatournee die EP Glorification, auf der die Band Destruction, Bathory und Piledriver coverte.

1997 ging Marduk auf die Legion-Tournee und veröffentlichte das Live-Album Germania mit Aufnahmen von Auftritten in Deutschland von der Tournee zu Heaven Shall Burn… When We Are Gathered. Außerdem unterstützte Marduk zusammen mit Eminenz die norwegische Band Mayhem auf ihrem ersten Konzert nach der Wiedervereinigung in Bischofswerda und veröffentlichte die 1991 aufgenommene EP Here’s No Peace über die schwedische Plattenfirma Shadow Records. 1998 veröffentlichte Marduk das Album Nightwing, das im Rock Hard rezensiert wurde, nachdem die Band von früheren Äußerungen abkehrte; der Rezensent, Kai Wendel, merkte allerdings an, er finde „einige braungefärbte Äußerungen, die Morgan, das Sprachrohr der Truppe, in der Vergangenheit einigen Fanzines gegenüber abgesondert hat, doch etwas zu bedenklich, um sie nur als schlichte hinterwäldlerische Dummheit oder promowirksame Provokation abzutun. Aber vielleicht ist der Bursche mit der Zeit etwas reifer und klüger geworden (Interview im nächsten Heft – Red.)“.Kai Wendel: MARDUK. Nightwing. In: Rock Hard, Nr. 132. Außerdem spielte die Gruppe auf dem No Mercy Festival und der europäischen Black Metal Assault Tour. Im Jahr darauf nahm die Band das Album Panzer Division Marduk auf. Danach tourte Marduk in Skandinavien, Griechenland und Japan sowie auf mehreren Festivals, unter anderem dem Dynamo Open Air. Nach Aufnahme der EP Obedience ging die Band im Herbst auf eine siebenwöchige Tournee.

Im Jahr 2000 veröffentlichte die Gruppe die EP Obedience über ihre eigene Plattenfirma Blooddawn Productions und ging mit Deicide und Cannibal Corpse auf Tournee. Marduk beendete die Zusammenarbeit mit Osmose Productions. Die Band trat außerdem in Mexiko sowie auf zahlreichen Festivals wie dem Wacken Open Air, With Full Force und Waldrock. An Halloween gab die Band ein Jubiläumskonzert in Norrköping und veröffentlichte das Doppel-Live-Album Infernal Eternal.

Im März 2001 erschien La grande Danse macabre. Danach spielte die Band auf einer Europatournee sowie einer US-Tournee mit Deicide, außerdem auf dem Graspop Metal Meeting, einer weiteren kurzen Tournee und den X-mass-Festivals. 2002 musste eine geplante Tournee durch die USA ausfallen. Im Februar erschien das Box-Set Blackcrowned. Die Band entließ Fredrik Andersson und rekrutierte Emil Dragutinovic von The Legion als neuen Schlagzeuger. Sie trat auf dem With Full Force und dem Tuska Open Air Metal Festival auf und spielte im Vorprogramm von DanzigClaudia Pajzderski: Danzig +Marduk. München: Georg-Elser-Halle. In: Metal Hammer, Februar 2003, S. 136. in Europa sowie auf den X-mass-Festivals. Im Februar 2003 veröffentlichte die Band World Funeral und spielte auf einer Europatournee sowie im August auf dem Party.San.Anzo Sadoni et al.: Party.san Open Air. In: Metal Hammer, Oktober 2003, S. 138f. Morgan Håkansson nahm Material für eine geplante 4-Titel-EP namens Porträtt av döda barn (swe. ‚Porträts toter Kinder‘) auf, die jedoch unveröffentlicht blieb. Im Oktober tourte Marduk durch Lateinamerika, im Dezember trennten sich Legion und die Band.

mini|Mortuus 2007 in Paris Im Januar 2004 nahm Morgan das Demo Todes Reich auf, auf dem er mit einem Drumcomputer arbeitete und Bass und Gesang selbst übernahm. Als neuer Sänger stieg Arioch (Daniel Rostén) von Funeral Mist und Triumphator ein, der bei Marduk unter dem Pseudonym „Mortuus“ singt. Im Februar veröffentlichte die Band ihre erste DVD Funeral Marches and Warsongs. Im Mai war Marduk Teil des Hauptprogramms des Motala Metal Festival in Schweden. Nach einer als Hastfer-Session bezeichneten Vorproduktion für das nächste Album im Endarker-Studio ihres ehemaligen Gitarristen Devo Andersson entschied sich die Band, dort ihr nächstes Album aufzunehmen. Der Bassist B.War wurde durch Devo Andersson ersetzt. In dieser Besetzung nahm die Band im Sommer ihr Album auf und spielte im Hauptprogramm des Agglutination-Festivals in Süditalien. Im September wurden ausgewählte Journalisten nach Hamburg eingeladen, wo sie das Album hören konnten und die Band auch auftrat.Gunnar Sauermann: Marduk. Die alten Werte. In: Metal Hammer, November 2004, S. 30f. Ende November erschien es unter dem Titel Plague Angel. Die Band spielte wieder auf den jährlichen Xmas-Festivals in Europa und veröffentlichte eine limitierte Tournee-EP, die ebenso wie die Tournee nach einer auf dem Album enthaltenen Zusammenarbeit mit dem schwedischen Martial-Industrial-Projekt Arditi Deathmarch (engl. ‚Todesmarsch‘) benannt wurde. Die für 2005 geplanten Auftritte zur Promotion des Albums verzögerten sich, da Schlagzeuger Emil Dragutinovic sich in einer Schlägerei den Arm brach. Im Sommer trat die Band jedoch wieder auf dem Wacken Open Air auf und tourte Ende August und September durch Europa. Außerdem fanden drei Konzerte in der Türkei und ausgewählte Auftritte in Guatemala, El Salvador, Kolumbien, Argentinien und Brasilien statt. Zum 15-jährigen Jubiläum erschien ein limitiertes Live-Album namens Warschau, das im selben Jahr in Polen aufgenommen worden war.

mini|Håkansson und Mortuus, Metalmania 2008 mini|Håkansson 2010 in São Paulo mini|Devo Andersson 2017 beim Party.San 2006 gehörte Marduk zum Hauptprogramm des Metalboat-Festivals, das zwischen Schweden und Finnland stattfand, spielte auf dem Inferno Metal Festival Norway und einer Europatournee. Im Frühling wurden auch die ersten vier Alben wiederveröffentlicht. Die Band spielte auf dem Nummi Rock Festival in Finnland, mehreren weiteren Festivals in Finnland und der Slowakei und am Ende ihrer Tournee auf dem Hellflame-Festival in Osnabrück. Außerdem veröffentlichte sie am 6. Oktober die Doppel-DVD Blood Puke Salvation. Im Dezember ging die Band ins Studio, um ein neues Album aufzunehmen, und ersetzte Emil Dragutinovic durch Lars Broddesson. Im Februar 2007 spielte Marduk auf drei Festivals in Mexiko, im April tourte die Band durch Russland und die Ukraine und veröffentlichte das Album Rom 5:12. Im Sommer trat die Band auf ausgewählten Festivals wie dem Sweden Rock Festival, dem Metaltown Festival und dem Waldrock Open Air auf. Im August 2007 spielte die Band erstmals in Australien, im September folgten einige Auftritte in Polen im Vorfeld einer geplanten Europatournee im November und Dezember durch die meisten westeuropäischen Länder und erstmals die baltischen Staaten. Der Vanitas-Tournee 2007/2008 folgten weitere Auftritte auf dem Balkan in Ländern wie Mazedonien, Serbien, Rumänien und Bulgarien. Im März 2008 nahm die Band am polnischen Metalmania in Katowice teil und trat in Brasilien, Chile, Kolumbien, Ecuador und Venezuela auf. Ende April 2008 wurden die Alben Germania, Nightwing und Panzer Division Marduk mit Bonusmaterial und neuer Gestaltung wiederveröffentlicht. Im Sommer spielte Marduk in Europa und trat auf dem Hellfest in Frankreich, dem Metalcamp in Slowenien, dem Kaltenbach Open Air in Österreich, dem Alliance Fest in Portugal und dem Summer Breeze in Deutschland auf. Im September folgten einige Auftritte in Mexiko. Außerdem ging die Band mit unter anderem Morbid Angel im November und Dezember 2008 auf Europatournee.

Anfang 2009 bereitete die Band ihr elftes Studioalbum vor und trat im März in Luleå, Schweden beim Trettio Minus Festival auf. Im Sommer folgten Festival-Auftritte beim Stonehell in Italien, dem Lorca Rock in Spanien und dem Brutal Assault Festival in Tschechien sowie im Hauptprogramm des Party.San, wo die Band das komplette Album Panzer Division Marduk zu dessen zehnjährigem Bestehen spielte,Florian Krapp, Robert Müller, Anja Müller-Lochner, Marcel Rudoletzky, Gunnar Sauermann, Petra Schurer, Kathy Schütte, Foto-Grillmaster Axel Heyder: Panzer-Party. In: Metal Hammer, Oktober 2009, S. 83. sowie die Aufnahmen zum elften Studioalbum Wormwood im Endarker-Studio. Im August 2009 spielte die Band zum ersten Mal seit acht Jahren wieder in den USA, wo sie drei Auftritte an der Ostküste absolvierten. Von Ende August bis Mitte September folgte die Blitzkrieg-Tournee durch Polen. Am 24. September erschien Wormwood in Europa, Anfang Oktober international. Von Ende September bis Anfang Oktober begab Marduk sich auf die Funeral-Nation-Europatournee durch West- und Südeuropa. Im November und Dezember kehrte die Band für eine US Plague 2009 betitelte Tournee nach Nordamerika zurück, bei der sie auch erstmals in Kanada spielte. Anfang 2010 folgte der zweite Teil der Funeral-Nation-Europatournee, der sich hauptsächlich auf den Balkan konzentrierte, aber auch einzelne Auftritte in Deutschland, Österreich, den Benelux-Ländern, Ireland und dem Vereinigten Königreich beinhaltete und im Februar endete. Im April trat die Band in Schweden beim House of Metal Festival und im Hauptprogramm des Inferno Metal Festival in Norwegen auf. Außerdem spielte die Band in Südamerika und anschließend von Ende April bis Mai in Belarus und Russland. Im Mai ging die Band außerdem mit Deicide und Vader auf die zweiwöchige Unholy-Titans-Tournee; zusammen traten sie beim Metalfest in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Ungarn und Tschechien sowie in Clubs in Frankreich, Italien, Slowenien und Polen auf. Im Juli folgten Festival-Auftritte unter anderem beim Hellfest, dem With Full Force und dem Rockharz Open Air. Im September ging Marduk auf die dreiwöchige The-Great-Northern-War-Tournee durch die nördlichen Teile Europas, hauptsächlich Skandinavien. Zu ihrem zwanzigjährigen Bestehen nahm die Band an der Blackest-of-the-Black-Festival-Tournee durch die USA zusammen mit unter anderem Danzig und Possessed teil. Im Dezember folgte die Asientournee Asian Black Death Redemption 2010 durch China, Thailand, Singapur und Indonesien.