mini|Forsthaus Schlüsselau
Schlüsselau ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Frensdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Schlüsselau liegt in der Gemarkung Herrnsdorf.
Geografie Das Pfarrdorf liegt am rechten Ufer der Reichen Ebrach. Im Süden grenzen Waldgebiete an. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2260 (0,8 km nordwestlich) bzw. die Bundesstraße 505 unterquerend nach Jungenhofen (1,6 km südlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Röbersdorf (1,5 km nordöstlich) und die Staatsstraße 2254 kreuzend nach Ellersdorf (2,3 km westlich). Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1260 als „Seppendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Sebo. Der Ort war schon damals in Besitz der Schlüsselberger. Um 1280 wurde von diesen das Kloster Schlüsselau gestiftet. 1290 wurde der Ortsname in „Sluzzelowe“ (=Au der Schlüsselberger) geä#ndert.P. Schneider: Steigerwald, S. 211f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schlüsselau aus 28 Anwesen (Pfarrhaus, Schulhaus, Amtshaus, Gemeindehaus, Jägerhaus, Schäferei, 9 Halbhöfe, 4 Viertelhöfe, 4 Höflein, 2 Häuser, 2 Wirtshäuser, 1 Mühle). Das Hochgericht übte das bambergische Amt Schlüsselau in begrenztem Umfang aus, es hatte ggf. an das Centamt Bechhofen bzw. Fronveste Bamberg auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Amt Schlüsselau.H. Weiß: Bamberg, S. 164. Der Ertrag an Getreide, Obst und Heu galten als mittelmäßig.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 136.
Im Jahre 1802 kam Schlüsselau an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1811 der Steuerdistrikt Schlüsselau gebildet, zu dem Ellersdorf gehörte. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Schlüsselau der Ruralgemeinde Herrnsdorf zugewiesen.H. Weiß: Bamberg, S. 246f. Am 1. Mai 1978 wurde Schlüsselau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Frensdorf eingemeindet.
Baudenkmäler In Schlüsselau gibt es sieben Baudenkmäler: Bildstock, Hans-Kaspers-Marter Schlüsselau 1: Wappenstein Kurmainz Schlüsselau 2, 2a: Ehemalige Zisterzienserinnenklosterkirche und ehemaliges Klostergebäude mit Klostermauer Schlüsselau 15: Ehemaliges Verwalterhaus Schlüsselau 17: Ehemaliger Klosterstadel Schlüsselau 19: Forstdienststelle mit Scheune
ehemaliges Baudenkmal Schlüsselau 21: Vermutlich ehemaliges Forstamt des Klosters
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2024Einwohner 128 148 161 156 127 126 206 176 160 240 362HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 26 26 25 24 24 27 58 Quelle
Religion Schlüsselau ist römisch-katholisch geprägt und Sitz der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Frensdorf) Kategorie:Katholischer Wallfahrtsort in Oberfranken Kategorie:Ort an der Reichen Ebrach Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ersterwähnung 1260