Der Kelly Cup (ursprünglich Riley Cup) wird seit 1997 an den Sieger der Play-offs der ECHL verliehen. Benannt wurde die Trophäe nach Patrick J. Kelly, dem ersten Commissioner der ECHL, welcher maßgeblich zur Gründung der Liga beigetragen hatte. bei echlhalloffame.com
Die 26 Zoll große und 27 Pfund schwere Trophäe wurde von Boardman Silversmiths, Inc. in Meriden im US-Bundesstaat Connecticut, geschaffen.
Geschichte Patrick Kelly war die ersten acht Jahre des Bestehens der Liga erfolgreich als Commissioner tätig; während dieser Zeit erlebte die ursprünglich mit lediglich fünf Teams gegründete Liga die größte Expansion einer Minor League in der Geschichte des Eishockeysports, als diese innert acht Jahren von fünf auf 21 teilnehmende Mannschaften anwuchs. bei echlhalloffame.com Außerdem engagierte sich Kelly stark für die Zusammenarbeit der ECHL mit höherklassigen Ligen, insbesondere der National Hockey League. Dank seines Wirkens wurden zahlreiche ECHL-Franchises als Farmteams von den NHL-Teams installiert. Unter seiner Leitung wurden verbesserte Voraussetzungen für den beruflichen Aufstieg von Spielern, Offiziellen und Mitarbeitern der Liga geschaffen.
Kelly war bereits lange Jahre vor seinem Engagement in der ECHL stark im Eishockeysport engagiert gewesen; zunächst als aktiver Spieler, wo er als 17-Jähriger seine Karriere in der Ontario Junior Hockey League lancierte. Anschließend bestritt der auf der Position des Verteidigers agierende Akteur während rund 20 Jahren knapp 1000 Partien in diversen unterklassigen Minor Leagues, vorwiegend in der Eastern Hockey League. Im Anschluss war etwa ebenso lange als Trainer tätig und bekleidete außerdem zeitweise die Position des Cheftrainers bei den Colorado Rockies in der National Hockey League und den Birmingham Bulls in der World Hockey Association.Spielerprofil von Patrick Kelly bei hockeydb.com
Kelly, der seit über 60 Jahren im Eishockeysport tätig ist, stand im Verlaufe seiner Karriere in insgesamt 1900 Spielen als Cheftrainer hinter der Bande.Recap of 2013 Kelly Cup Finals bei oursportscentral.com Insgesamt gewann er sechs Meisterschaften in der Funktion des Cheftrainers: 1968, 1969 und 1970 mit den Clinton Comets aus der Eastern Hockey League, 1975 und 1976 mit den Charlotte Checkers aus der Southern Hockey League und 1985 mit den Peoria Rivermen aus der International Hockey League.
In Anerkennung seines Lebenswerkes rund um den Eishockeysport wurde die ursprünglich von 1989 bis 1996 unter dem Namen Riley Cup vergebene Meistertrophäe umbenannt und seither als Kelly Cup vergeben. 2008 wurde er als zweites Mitglied nach Ligagründer Henry Brabham in die neugeschaffene ECHL Hall of Fame aufgenommen.
Außerdem zeichnet die ECHL jährlich den wertvollsten Spieler der Play-offs mit dem Kelly Cup Playoffs Most Valuable Player Award aus.
Kelly-Cup-Gewinner Bisher gewannen 20 verschiedene Franchises die ECHL-Meisterschaft, wobei die Allen Americans, Toledo Storm, Idaho Steelheads, Cincinnati Cyclones, Hampton Roads Admirals und die Colorado Eagles je zweifach sowie die Alaska Aces und South Carolina Stingrays dreifach erfolgreich waren. Rekordsieger mit vier Meisterschaften sind die Florida Everblades.
Erfolgreichste Cheftrainer der Ligahistorie sind John Brophy und Brad Ralph mit jeweils drei gewonnenen Meisterschaften. Brophy errang diese im Zeitraum von 1991 bis 1998 allesamt mit den Hampton Roads Admirals. Außerdem wurde ihm zu Ehren der jährliche verliehene John Brophy Award für den besten Cheftrainer der Liga geschaffen. Ralph stellte mit drei gewonnenen Meisterschaften im Zeitraum von 2022 bis 2024 einen Ligarekord auf.
Scott Burt, Jared Bednar und Patrick Wellar gewannen ebenfalls drei Mal die Meistertrophäe der ECHL. Während Burt und Wellar alle ihre Meisterschaften ausschließlich als aktive Spieler gewannen, war Bednar zwei Mal im Verlauf seiner Spielerkarriere und ein Mal als Cheftrainer erfolgreich.
miniatur|Kelly Cup SaisonGewinnerSerieFinalistMVPCheftrainer 2024/25 Lions de Trois-Rivières 4–1 Toledo Walleye Luke Cavallin Ron Choules 2023/24 Florida Everblades 4–1 Kansas City Mavericks Oliver Chau Brad Ralph 2022/23 Florida Everblades 4–0 Idaho Steelheads Cam Johnson Brad Ralph 2021/22 Florida Everblades 4–1 Toledo Walleye Cam Johnson Brad Ralph 2020/21 Fort Wayne Komets 3–1 South Carolina Stingrays Stephen Harper Ben Boudreau 2019/20 Saison abgebrochen 2018/19 Newfoundland Growlers 4–2 Toledo Walleye Zach O’Brien John Snowden 2017/18 Colorado Eagles 4–3 Florida Everblades Michael Joly Aaron Schneekloth 2016/17 Colorado Eagles 4–0 South Carolina Stingrays Matt Register Aaron Schneekloth 2015/16 Allen Americans 4–2 Wheeling Nailers Chad Costello Steve Martinson 2014/15 Allen Americans 4–3 South Carolina Stingrays Greger Hanson Steve Martinson 2013/14 Alaska Aces 4–2 Cincinnati Cyclones Rob Madore Rob Murray 2012/13 Reading Royals 4–1 Stockton Thunder Riley Gill Larry Courville 2011/12 Florida Everblades 4–1 Las Vegas Wranglers John Muse Greg Poss 2010/11 Alaska Aces 4–1 Kalamazoo Wings Scott Howes Brent Thompson 2009/10 Cincinnati Cyclones 4–1 Idaho Steelheads Robert Mayer / Jeremy Smith Chuck Weber 2008/09 South Carolina Stingrays 4–3 Alaska Aces James Reimer Jared Bednar 2007/08 Cincinnati Cyclones 4–2 Las Vegas Wranglers Cédrick Desjardins Chuck Weber 2006/07 Idaho Steelheads 4–1 Dayton Bombers Steve Silverthorn Derek Laxdal 2005/06 Alaska Aces 4–1 Gwinnett Gladiators Mike Scott Davis Payne 2004/05 Trenton Titans 4–2 Florida Everblades Leon Hayward Mike Haviland 2003/04 Idaho Steelheads 4–1 Florida Everblades Dan Ellis John Olver 2002/03 Atlantic City Boardwalk Bullies 4–1 Columbia Inferno Kevin Colley Mike Haviland 2001/02 Greenville Grrrowl 4–0 Dayton Bombers Simon Gamache / Tyrone Garner John Marks 2000/01 South Carolina Stingrays 4–1 Trenton Titans Dave Seitz Rick Adduono 1999/2000 Peoria Rivermen 4–2 Louisiana IceGators Jean-François Boutin / Jason Christie Don Granato 1998/99 Mississippi Sea Wolves 4–3 Richmond Renegades Travis Scott Bruce Boudreau 1997/98 Hampton Roads Admirals 4–2 Pensacola Ice Pilots Sébastien Charpentier John Brophy 1996/97 South Carolina Stingrays 4–1 Louisiana IceGators Jason Fitzsimmons Rick Vaive
Riley-Cup-Gewinner miniatur|hochkant|Jack Riley Cup
SaisonGewinnerSerieFinalistMVPCheftrainer 1995/96 Charlotte Checkers 4–0 Jacksonville Lizard Kings Nick Vitucci John MarksECHL-Saisonstatistik 1995/96 bei hockeydb.com 1994/95 Richmond Renegades 4–1 Greensboro Monarchs Blaine Moore Roy SommerECHL-Saisonstatistik 1994/95 bei hockeydb.com 1993/94 Toledo Storm 4–1 Raleigh IceCaps Dave Gagnon Chris McSorleyECHL-Saisonstatistik 1993/94 bei hockeydb.com 1992/93 Toledo Storm 4–2 Wheeling Thunderbirds Rick Judson Chris McSorleyECHL-Saisonstatistik 1992/93 bei hockeydb.com 1991/92 Hampton Roads Admirals 4–0 Louisville Icehawks Mark Bernard John BrophyECHL-Saisonstatistik 1991/92 bei hockeydb.com 1990/91 Hampton Roads Admirals 4–1 Greensboro Monarchs Dave Flanagan / Dave Gagnon John BrophyECHL-Saisonstatistik 1990/91 bei hockeydb.com 1989/90 Greensboro Monarchs 4–1 Winston-Salem Thunderbirds Wade Flaherty Jeff BrubakerECHL-Saisonstatistik 1989/90 bei hockeydb.com 1988/89 Carolina Thunderbirds 4–3 Johnstown Chiefs Nick Vitucci ECHL-Saisonstatistik 1988/89 bei hockeydb.comWährend dieser Spielzeit waren insgesamt vier Cheftrainer bei den Carolina Thunderbirds beschäftigt: Brian Carroll, Joe Selenski, Keith McAdams und Brandon Watson.
Weblinks Liste der Kelly-Cup-Gewinner bei echl.com Liste der Kelly Cup Playoffs Most Valuable Player bei echl.com Liste der Kelly-Cup-Gewinner und Cheftrainer bei echlhalloffame.com
Einzelnachweise
Anmerkungen
Kategorie:ECHL-Trophäe