mini|2011 wurde die Station Kulosaari überdacht mini|Koivusaari: Die weltweit einzige U-Bahn-Station, die sich unter dem Meer (der Ostsee) befindet Die Metro Helsinki (finn. Helsingin metro, schwed. Helsingfors metro) ist die U-Bahn der finnischen Hauptstadt Helsinki. Sie wurde 1982 eröffnet, ist die einzige U-Bahn Finnlands und zudem die nördlichste U-Bahn der Welt. (PDF; 1.056 kB, finnisch, S. 2) abgerufen am 1. Juni 2017

Die Metro mit einer Länge von 43 Kilometern verbindet das Zentrum sowohl mit den östlichen Stadtteilen als auch mit der westlichen Nachbarstadt Espoo. Sie verfügt über zwei Linien (M1 und M2) mit 30 Stationen (Stand Dezember 2022), von denen sich elf auf dem Gebiet der westlichen Nachbarstadt Espoo befinden. Im Osten verzweigt sich die ansonsten lineare Strecke in zwei Enden. Etwas mehr als 55 % der Strecke verlaufen im Tunnel.

Die neueste Strecke ist die sogenannte Westmetro, die Helsinki seit 2017 mit der die westlichen Nachbarstadt Espoo und seit 2022 mit deren westlichem Ende, dem Stadtteil Kivenlahti, verbindet.Tervetuloa metroon! In: Helsingin Sanomat, 18. November 2017, S. A8-A9

Streckenverlauf und Betrieb Die 1982 offiziell eröffnete ursprüngliche Metrolinie verbindet Helsinki Hauptbahnhof mit dem im Osten der Stadt gelegenen Itäkeskus. In westliche Richtung wurde die Strecke in vier Etappen nach Kamppi, Ruoholahti, Matinkylä und Kivenlahti erweitert. In östliche Richtung wurde von Itäkeskus aus die Linie in zwei verschiedene Richtungen erweitert: nach Mellunmäki und nach Vuosaari. Der gesamte westliche Abschnitt verläuft unterirdisch bis nach Sörnäinen in der nordöstlichen Innenstadt. Danach verlässt sie den Tunnel und führt als Hochbahn bis zur Station Kalasatama. Es folgt eine Brücke zur Insel Kulosaari. Nach einer weiteren Brücke, die zurück aufs Festland führt, verläuft die Metro ebenerdig bis nach Itäkeskus, wo sie sich in einen nördlichen Abschnitt nach Mellunmäki und einen östlichen nach Vuosaari verzweigt. Letzterer Abschnitt verläuft zunächst in einem Tunnel. Nach Puotila überquert die Metro die Vartiokylä-Bucht auf der Vuosaari-Brücke, kommt zum Bahnhof Rastila und führt ebenerdig weiter bis zur Endstation Vuosaari.

Die westliche Strecke verläuft von Ruoholahti über die Inseln Lauttasaari und Koivusaari nach Keilaniemi, wobei der Tunnel mehrfach unter der Ostsee entlangläuft. Die tiefste Streckenführung befindet sich zwischen Ruoholahti und Lauttasaari mit 55 m unter der Ostsee. Zwischen Koivusaari und Keilaniemi verläuft auch die Grenze zwischen Helsinki und der Nachbarstadt Espoo. Weltweit einzigartig ist die Station Koivusaari, die sich 30 Meter unter dem Meeresboden der Ostsee befindet. Von Keilaniemi aus macht die Metro eine Schleife in nördliche Richtung, um die Aalto-Universität anzubinden, bevor sie über den Stadtteil Tapiola und die Stationen Urheilupuisto (deutsch: Sportpark), Matinkylä, Kaitaa und Espoonlahti mit Kivenlahti ihre jetzige westliche Endstation erreicht.

Die Bahnsteige der Stationen östlich von (und einschließlich) Ruoholahti haben eine Länge von 135 Metern, die neueren Stationen der Westmetro nur eine von 90 Metern. Alle Stationen besitzen behindertengerechte Zugänge, ein Teil verfügt über P+R-Anlagen. Die Stationen sind auf Finnisch und Schwedisch, den beiden Amtssprachen Helsinkis, ausgeschildert.

Die Metro Helsinki wird von Helsingin kaupungin liikennelaitos (HKL), dem Verkehrsbetrieb der Stadt, betrieben und vom ehemaligen regionalen Verkehrsverbund HSL organisiert. Die Linie M1 verkehrt montags bis samstags zwischen 5:09–23:09, bzw. zwischen 5:05–23:05 (erste und letzte Abfahrt von Matinkylä, bzw. Vuosaari). Die Linie M2 verkehrt montags bis samstags zwischen 6:00–23:20, bzw. zwischen 5:20–23:00 (erste und letzte Abfahrt von Tapiola, bzw. Mellunmäki). Sonntags fährt die erste M1 ab Matinkylä um 6:09 (und um 6:15 ab Vuosaari) und die erste M2 ab Mellunmäki um 6:20 (und um 6:37 ab Tapiola). Zur Hauptverkehrszeit fahren beide Linien im 5-Minuten-Takt, sonst alle sieben bis acht Minuten (sonntags alle zehn Minuten). Von Mitte Juni bis Ende Juli fährt die Metro wegen der Sommerferien mit verringerter Taktfrequenz.

Jeden Werktag werden über 200.000 Fahrgäste befördert. Laut dem HKL-Jahresbericht hatte die Metro 2018 insgesamt 88,4 Millionen Fahrgäste,e-julkaisu.fi (2013: 63,5 Mio.). Der Umsatz des Bereichs Metro bei der HKL betrug im Jahr 2013 31,4 Millionen Euro, der Gewinn 3,3 Millionen Euro. (PDF, englisch, S. 8)

Die zwei Linien (M1 und M2) der Metro Helsinki im November 2017 einschließlich der damals im Bau befindlichen Westerweiterung, der Stationsnamen auf Finnisch und Schwedisch und der Streckenlängen

Geschichte Grundnetz bis 1989 mini|Station Rastila mini|Ein Zug überquert die Vuosaari-Brücke zwischen den Stationen Rastila und Puotila 1958 beschloss ein Planungsausschuss, dass in der finnischen Hauptstadt eine U-Bahn nach dem Vorbild anderer europäischer Großstädte errichtet werden müsse. Erst 1969 fasste der Stadtrat der Stadt Helsinki den Beschluss, eine Metro bauen zu lassen, die die östlichen Stadtteile besser mit dem Stadtzentrum verbinden sollte.

Die Bauarbeiten für die U-Bahn begannen 1971. In diesem und im nächsten Jahr begann die Auslieferung der ersten Doppeltriebwagen, die bereits für den vollautomatischen Betrieb ohne Fahrer vorbereitet waren, für den Probebetrieb.

Am 1. Juni 1982 fuhr der erste planmäßige Zug auf der Strecke zwischen Hakaniemi und Itäkeskus. Am 1. Juli 1982 wurde eine Verlängerung der Strecke zwischen dem Helsinkier Hauptbahnhof (Rautatientori) und Itäkeskus freigegeben. Die Inbetriebnahme erfolgte in zwei Etappen: in der ersten Etappe bis zum 3. August verkehrten die Züge nur in der Hauptverkehrszeit des Berufsverkehrs, danach ebenso in der Nebenverkehrszeit und an den Wochenenden.

Mit dem 1. März 1983 wurde die Verlängerung nach Kamppi in Betrieb genommen. Seit dem 1. September 1984 existiert die Station Sörnäinen. 1981 begannen die Bauarbeiten für den ersten Arm der Linie zwischen Itäkeskus und Kontula. Diese Verlängerung wurde fünf Jahre später, am 21. Oktober 1986, feierlich in Betrieb genommen. Im gleichen Jahr starteten die Bauarbeiten für die Erweiterung um eine Station bis nach Mellunmäki, die am 1. September 1989 in Betrieb ging.

Verlängerungen in den 1990er Jahren Um die Neubaugebiete im Stadtteil Länsisatama besser zu erschließen, wurde beschlossen, die Strecke um eine Station in Richtung Westen zu verlängern. Hier wurde ein Bahnhof in 30 Meter Tiefe mit einem 38 Meter breiten Bahnsteig und einer riesigen blauen Felsdecke erbaut, der sehr an die Stationen der Stockholmer Tunnelbana erinnert. Diese Station mit dem Namen Ruoholahti ging am 16. August 1993 in Betrieb.

mini|ohne|Bahnhof Ruoholahti

Der Bahnhof Kaisaniemi, der schon mit der Metroeröffnung erbaut werden sollte, wurde genau 13 Jahre später, am 1. März 1995, in Kaisaniemi im Zentrum der Stadt eingefügt. Im Januar 2015 wurde dieser Bahnhof nach der nahegelegenen Universität Helsinki in Helsingin yliopisto umbenannt.Kaisaniemi Metro Station to be renamed University of Helsinki HSL 31. Dezember 2014. Von der oberen Ebene des Bahnhofs führt seit 2012 ein Aufzug direkt in das neue Hauptgebäude der Universitätsbibliothek.

Da das Gebiet um Vuosaari einen starken Bevölkerungszuwachs verzeichnete, benötigte diese Region einen Anschluss an das Metro-Netz. 1994 begannen die Bauarbeiten für die 4,2 km lange Verlängerung mit drei Stationen des zweiten Armes in Richtung Osten von Itäkeskus bis Vuosaari. Diese Streckenerweiterung ging am 31. August 1998 in Betrieb.

2000er Jahre 2006 beschloss der Stadtrat von Helsinki auf Antrag von HKL, die Metro bis 2011 auf völlig automatischen, fahrerlosen Betrieb umzustellen. Nach zahlreichen Verzögerungen, technischen Schwierigkeiten und Meinungsverschiedenheiten zwischen HKL und dem Hersteller der Automatik, der Siemens AG, wurde das Projekt Ende 2014 vorerst aufgegeben.HKL on irtisanonut automaattimetron sopimuksen Siemensin kanssa Yleisradio, 18. Dezember 2014.

Am 1. Januar 2007 wurde die Station Kalasatama zwischen Sörnäinen und Kulosaari eröffnet. In dieser Gegend befand sich früher ein Frachthafen. Seit dessen Schließung 2008 wird hier an einem neuen Stadtteil gebaut, der somit einen eigenen Anschluss ans Metronetz hat. Die Metrostation Kalasatama führt durch das Einkaufszentrum REDI, das für den neuen Stadtteil Kalasatama gebaut wurde.“Liikenne.” Uutta Helsinkiä, March 13, 2013. https://www.uuttahelsinkia.fi/fi/kalasatama/liikenne.

Am 8. November 2009 gab es nahe der Station Rautatientori einen Wasserrohrbruch. Dadurch drangen Tausende von Kubikmeter Wasser in die Station ein, so dass das Wasser 20 Zentimeter hoch auf dem Bahnsteig stand. Alle Haltestellen westlich der Station Sörnäinen wurden daraufhin geschlossen. Am darauffolgenden Tag war es wieder möglich, bis zur Station Kaisaniemi (heute Helsingin yliopisto) zu fahren. Während der mehrere Monate andauernden Renovierungsarbeiten, deren Kosten auf etwa fünf Millionen Euro geschätzt wurden, hielten die Züge in der Station nicht an, die beiden dahinterliegenden Stationen Kamppi und Ruoholahti wurden jedoch versorgt. Am 15. Februar 2010 war die Sanierung soweit abgeschlossen, dass Rautatientori wieder für den Verkehr freigegeben wurde.Metro station re-opens after flood repair, International Edition, 15. Februar 2010.

Westmetro (Eröffnung bis 2022) Von November 2009 bis Dezember 2022 wurde die sogenannten Westmetro erbaut.

Der erste Bauabschnitt sollte ursprünglich im Herbst 2014 fertiggestellt werden. Seine Baukosten wurden in der Planungsphase auf 713,6 Millionen Euro veranschlagt. Im Februar 2014 wurde geschätzt, dass der Betrieb erst im Herbst 2016 aufgenommen werden kann und dass die Kosten bei knapp einer Milliarde liegen werden.Siemens: Länsimetron valmistumisen uusikin aikataulu on tiukka Helsingin Sanomat, 11. Februar 2014. Zwei Monate vor der geplanten Eröffnung des ersten Bauabschnitts am 15. August 2016 wurde bekanntgegeben, dass die Inbetriebnahme erst im Januar 2017 stattfinden wird.Presseerklärung der Stadt Espoo vom 30. Juni 2016 zum neuen voraussichtlichen Eröffnungstermin Abgerufen am 27. Juli 2016. Nach einer weiteren Verschiebung der Inbetriebnahme auf den Herbst 2017 fand am 18. November 2017 die Eröffnung des ersten Bauabschnitts für den Personenverkehr statt.

Der zweite und letzte Abschnitt der Westmetro nach Espoo wurde am 3. Dezember 2022 eröffnet. Die Arbeiten am ersten Bauabschnitt dauerten vom November 2009 bis zum November 2017. Dieser am 18. November 2017 eröffnete Abschnitt umfasst acht neue Stationen, davon zwei auf dem Gebiet von Helsinki und sechs in Espoo, mit der Endstation Matinkylä. Die Länge dieses Abschnitts beträgt 13,9 km. Yleisradio 24. November 2009. Im Dezember 2014 begannen die Arbeiten am zweiten, 7 km langen Bauabschnitt. Dieser umfasste weitere fünf Stationen und führt bis nach Kivenlahti am westlichen Rand von Espoo.Metron rakentaminen Matinkylästä Kivenlahteen alkoi Yleisradio, 11. Dez. 2014. Im Gegensatz zu den östlichen Außenbezirken von Helsinki, wo die Metrolinie hauptsächlich ebenerdig verläuft, ist diese als „Westmetro“ (finn. länsimetro) bezeichnete Verlängerung vollständig unterirdisch. Ihr Bau war lange unsicher. Die Stadt Helsinki drängte zwar bereits seit Jahrzehnten auf den Bau der Westmetro, aber mit der Umsetzung der Pläne konnte wegen des Widerstands der Stadt Espoo lange nicht begonnen werden. Erst im September 2006 gab der Stadtrat von Espoo dem Bau der Metro seine an zahlreiche Bedingungen geknüpfte Zustimmung.