Tellurwasserstoff (auch Monotellan) ist eine chemische Verbindung aus Tellur und Wasserstoff. Es ist ein hochgiftiges, sehr unangenehm riechendes, leicht kondensierbares Gas, das schwerer als Luft ist.
Gewinnung und Darstellung Es entsteht durch elektrolytische Reduktion von Tellur an der Kathode in 50%iger Schwefelsäure oder durch Protolyse salzartiger Telluride in Säuren, wie beispielsweise bei der Umsetzung von Aluminiumtellurid mit Salzsäure:G. Brauer (Hrsg.): Handbook of Preparative Inorganic Chemistry, 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 439–441.
Eigenschaften Tellurwasserstoff riecht ähnlich unangenehm knoblauchartigWolfgang Legrum: Riechstoffe, zwischen Gestank und Duft, Vieweg + Teubner Verlag (2011) S. 74, ISBN 978-3-8348-1245-2. wie Arsenwasserstoff und entfaltet eine Giftwirkung auf das zentrale Nervensystem und die Atemwege. Das Gas ist leicht in Wasser löslich, zersetzt sich an der Luft und verbrennt mit bläulicher Flamme zu Tellurdioxid und Wasser. In Wasser bildet sich die mittelstarke und durch Oxidation unbeständige Tellurwasserstoffsäure. Die Dissoziationskonstanten pKs1 und pKs2 betragen 2,64 und 8,80.D'Ans-Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker, 4. Auflage, Band 3, Springer Verlag 1998, ISBN 3-540-60035-3.
Tellurwasserstoff zersetzt sich langsam in seine Elemente. Schon durch den Sauerstoff in der Luft wird die Verbindung zu elementarem Tellur und Wasser oxidiert. Tellurwasserstoff ist noch instabiler als Selenwasserstoff.
mini|120px|links|Strukturdarstellung von Tellurwasserstoff Tellurwasserstoff ist gewinkelt aufgebaut (Bindungswinkel 89,5°), die Bindungslänge Te–H beträgt jeweils 169 pm.
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Einzelnachweise
Kategorie:Wasserstoffverbindung Kategorie:Tellurverbindung