mini|hochkant|John Ellis an der Universität Heidelberg Februar 2008 Jonathan R. Ellis CBE (* 1. Juli 1946 in London) ist ein britischer theoretischer Physiker, der sich mit Elementarteilchenphysik beschäftigt.

Leben Ellis wuchs in Potters Bar auf und studierte in Cambridge Mathematik und Physik (und etwas klassische griechische Geschichtenach eigener Auskunft besucht er nach wie vor gerne archäologische Stätten). Schon während seiner Promotion in Cambridge war er am CERN. Nach seiner Promotion ging er ans SLAC und ans Caltech. Seit 1973 arbeitet er am CERN, wo er unter anderem sechs Jahre lang die Theorie-Abteilung leitete. In den 1970er Jahren beschäftigte er sich mit Quantenchromodynamik, CP-Verletzung und dem Higgs-Boson.Ellis, Gaillard, Nanopoulos: A phenomenological profile of the Higgs boson. In: Nuclear Physics B. Band 106, 1976, S. 292 Seit den 1980ern kamen Stringtheorie (u. a. mit Dimitri Nanopoulos Entwicklung der „flipped SU (5)“–GUT aus dem heterotischen String), GUTs,z. B. Buras, Ellis, Gaillard, Nanopoulos: Aspects of GUT of strong, weak and electromagnetic interactions. In: Nuclear Physics B. Band 135, 1978, S. 66; Ellis, Nanopoulos, Kelley: Probing the desert using gauge coupling unification. In: Physics Letters B. Band 260, 1991, S. 131 Neutrinophysik, Supersymmetrie, kosmologische Anwendungen, Quantengravitation hinzu. Er arbeitete an Studien für die Physik am LEP und LHC und arbeitet an Studien für die Machbarkeit eines LHC-Nachfolgers mit (CLIC, einem Elektron-Positron-Collider). Er ist auch für die Verbindung des CERN zu Nicht-Mitgliedsstaaten zuständig.

mini|John Ellis in seinem Büro am CERN Januar 2012 Auf Ellis geht die Benennung der „Pinguin-Diagramme“U. Reichert: Pinguine im Teilchenzoo. In: Spektrum der Wissenschaft. 4/1994, S. 24–25 (Feynmandiagramme z. B. bei der CP-Verletzung) und der „Theory of Everything“ (ToE) (in Nature 1986) zurück. Nach eigener Aussage war er auch an der Erfindung der Bezeichnung „Grand Unified Theories“ beteiligt.Ellis zum Namen ToE, GUT

1976 schlug er mit Mary K. Gaillard und Graham Ross den Nachweis der Gluonen als Bremsstrahlung bei der Elektron-Positron-Annihilation und Quark-Antiquark-Erzeugung vor, was sich als Dreijet-Ereignis darstellen sollte. 1979 wurde das am Petra-Speicherring des DESY nachgewiesen.Ellis, Discovery of the Gluon, Arxiv 2014

Ellis ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Veröffentlichungen mit Daniele Amati: Quantum Reflections. Cambridge University Press, New York 2000, ISBN 0-521-63008-8.

Auszeichnungen (Auswahl) 2009: Julius Wess-Preis des Karlsruher Instituts für Technologie 2014: Bakerian Lecture der Royal Society

Weblinks

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Quellen

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