miniatur|Martina Tegtmeier 2013 Martina Tegtmeier (* 20. April 1958 in Hille, Landkreis Minden) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Von 2006 bis 2026 war sie Mitglied des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern.
Leben Tegtmeier besuchte die Handelsschule und machte anschließend eine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel. Sie arbeitete fünf Jahre als Angestellte in ihrem Ausbildungsbetrieb, einer Pharmazeutischen Großhandlung, und war danach bis 1991 selbstständig. Seit 1993 ist sie Mitarbeiterin in der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik Mecklenburg-Vorpommern, seit Anfang 2010 Geschäftsführerin im Landesverband Mecklenburg-Vorpommern.
Tegtmeier ist konfessionslos, verwitwet und hat drei Kinder. Sie wohnt im Draguner Ortsteil Drieberg.
Politik Tegtmeier ist seit dem Jahr 1994 Mitglied in der SPD. In den Jahren 1998 bis 2008 war sie Mitglied im Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF). Sie ist Mitglied im Vorstand des SPD-Kreisverbandes in Nordwestmecklenburg. Von 1994 bis 2004 war sie Gemeindevertreterin der Gemeinde Dragun und von 1999 bis 2004 und wieder ab 2007 Mitglied des Kreistages Nordwestmecklenburg. In den Jahren 1995 bis 2009 war Tegtmeier Schulverbandsvorsteherin des Schulverbandes Brüsewitz.
Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2006 war Tegtmeier als Wahlkreisbewerberin im Wahlkreis Nordwestmecklenburg II erfolgreich und erhielt ein Direktmandat. In der 5. Wahlperiode von 2006 bis 2011 war sie Schriftführerin, ordentliches Mitglied im Innenausschuss und stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Soziales und Gesundheit. Zudem gehörte sie der Enquete-Kommission „Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung“ an, in der sie im Januar 2010 den Vorsitz übernahm. Für die SPD war sie Sprecherin für Frauen-, Gleichstellungs- und Integrationspolitik sowie Wohnungspolitik.
Nach ihrem Wiedereinzug in den Landtag 2011 war sie Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit, Gleichstellung, Gesundheit und Soziales und stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses. Außerdem arbeitete sie in der Enquetekommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ mit. Sie war Sprecherin der SPD-Fraktion für Frauen- und Gleichstellungspolitik, für Integrationspolitik sowie Datenschutz und Informationsfreiheit. Anfang 2013 wurde sie zur Vorsitzenden des Datenschutzbeirates Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Ab Januar 2014 war sie zudem stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag Mecklenburg-Vorpommern.Pressemitteilung zur Vorstandsneuwahl auf der Seite der SPD-Landtagsfraktion
Nach der Landtagswahl 2016 wurde sie erneut stellvertretende Vorsitzende in der SPD-Fraktion. Sie gehörte dem Innen- und Europaausschuss als ordentliches Mitglied an und war bis Januar 2018 auch Mitglied des Energieausschusses. Ab Oktober 2020 war sie ordentliches Mitglied im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der NSU-Aktivitäten. Für die SPD diente sie als Sprecherin für Innen- und Kommunalpolitik sowie Gleichstellungspolitik.
Auch bei der Landtagswahl 2021 gewann Tegtmeier zum mittlerweile vierten Mal das Direktmandat im Nordwestmecklenburger Wahlkreis. In der 8. Wahlperiode gehörte sie dem Innenausschuss als ordentliches Mitglied an und führte den Vorsitz im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der NSU-Aktivitäten sowie weiterer militant rechter und rechtsterroristischer Strukturen in Mecklenburg-Vorpommern. Bei der Landtagswahl 2026 trat Tegtmeier nicht erneut an.
Weblinks
Website von Martina Tegtmeier
Einzelnachweise
Kategorie:Landtagsabgeordneter (Mecklenburg-Vorpommern) Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:Person (Hille) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied des Innenausschusses (Landtag Mecklenburg-Vorpommern) Kategorie:Mitglied des Sozialausschusses (Landtag Mecklenburg-Vorpommern) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1958 Kategorie:Frau