Leipferdingen ist ein Ortsteil der Stadt Geisingen im Südwesten des Landkreises Tuttlingen in Baden-Württemberg.
Geographie Geographische Lage Leipferdingen liegt am Rande der Baar zum Hegau hin in einem Seitental der Aitrach.
Ausdehnung des Gebiets Die Gesamtfläche der Gemarkung Leipferdingen beträgt 1.339 Hektar (Stand: 31. Juli 2011).; abgerufen am 1. Dezember 2011
Geschichte Leipferdingen wurde erstmals als villa, que vocatur Liutfridingas in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen vom 3. Mai 778 erwähnt.Edition der Urkunde bei Hermann Wartmann (Bearb.): Urkundenbuch der Abtei Sanct Gallen. Theil 1: Jahr 700–840. Zürich 1863, S. 79 f. Nr. 83 mit Anm. 1. (online) Im Ort sind Güter des Klosters Reichenau und anderer Herrschaften bezeugt. Der Ort gehörte lange zur Deutschordenskommende Mainau. 1805 wurde Leipferdingen württembergisch aber kurz darauf badisch. Am 1. Januar 1974 wurde Leipferdingen zu einem Stadtteil von Geisingen, ein Jahr zuvor wechselte Leipferdingen vom durch die Kreisreform aufgelösten Landkreis Donaueschingen zum Landkreis Tuttlingen.
Einwohnerentwicklung Zählte der Ort am 6. Juni 1961 noch 710 Einwohner, sind es derzeit 811 (Stand: 30. April 2019).
Politik Ortsvorsteher Ortsvorsteher von Leipferdingen ist Jürgen Keller.
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Wallfahrtskirche St. Michael Bauwerke Die traditionsreiche Wallfahrtskirche St. MichaelSt. Michael auf geisingen.de Abgerufen am 27. November 2022 ist die Sehenswürdigkeit von Leipferdingen.Reinhold Kalka: Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Michael Leipferdingen. Eine kleine Katechese anlässlich des 900-jährigen Jubiläums. 1111–2011, Krumbach 2011 Die älteste urkundliche Bezeugung der Wallfahrt zu „Unsere Lieben Frau in Leipferdingen“ stammt aus dem Jahre 1471.Thomas H. T. Wieners: Pfohren stärkt Leipferdinger Wallfahrt, in: Otto Riedmüller, Agnes Stihl u. Franz Urban Stihl: Die Leipferdinger Michaelspfarrei mit den Patronen St. Georg und St. Michael durch die Jahrhunderte. Jubiläumsausgabe zur 900-Jahrfeier 1111–2011, Stockach 2012, S. 147f., hier 147. 1856 erbaute Stephan Schuhmacher gemeinsam mit Eduard Hieber eine neue Orgel für St. Michael.
Wallfahrt Seit dem Jahr 2007 findet auf Anregung des Freiburger Historikers Thomas H. T. Wieners wieder regelmäßig an jedem dritten Sonntag im Mai eine Fußwallfahrt von Pfohren nach Leipferdingen statt.Wallfahrt von Pfohren nach Leipferdingen, in: Südkurier vom 20. Mai 2009Diakon Herbert Bintert unterwegs, in: Schwarzwälder Bote vom 20. Mai 2012.
Literatur Paul Willimski: Leipferdingen an der Aitrach. Blumberg 1978.
Weblinks
Leipferdingen auf geisingen.de
Einzelnachweise
Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Tuttlingen) Kategorie:Ort im Landkreis Tuttlingen Kategorie:Geographie (Geisingen) Kategorie:Ersterwähnung 778 Kategorie:Ort auf der Schwäbischen Alb Kategorie:Gemeindeauflösung 1974