Fixierung ist ein Begriff aus der psychoanalytischen Neurosenlehre Sigmund Freuds.

Gemäß seiner Theorie der psychosexuellen Entwicklung durchlebt der Mensch fünf Phasen: orale Phase (1. Lebensjahr) anale Phase (1–3 Jahre) phallische Phase (3–5 Jahre) Latenzphase (zwischen 6 und 12 Jahren) genitale Phase (ab 12 Jahre)

Nichtbefriedigung der für die Phasen jeweils charakteristischen Bedürfnisse sei ein traumatisches Erlebnis, das zur Fixierung führe, also dem Stehenbleiben auf dieser Entwicklungsstufe. Latenz- und genitale Phase hat Freud nur kurz behandelt.

Von der modernen experimentellen Psychologie konnten Freuds Ideen nicht bestätigt werden.

Fixierung der oralen Phase Ein „oraler Charakter“ ist passiv, abhängig, fordernd, neidisch, egoistisch usw. und kann sich in übermäßigem Essen, Trinken, Rauchen usw. äußern.

Fixierung der analen Phase

Der „anale Charakter“ ist penibel, ordnungsliebend, zwanghaft, sparsam, starrsinnig usw.

Es handelt sich hier also um eine für die anale Phase alterstypische Form der Allmacht der Gedanken.

Fixierung der phallischen Phase In die Zeit der phallischen Phase fällt der Ödipuskonflikt, dessen Nichtbewältigung zum erfolgsbesessenen, rücksichtslosen, kämpferischen „phallischen Charakter“ führt.

Literatur Rainer Krause: Allgemeine psychoanalytische Krankheitslehre, Band 2. Kohlhammer, Stuttgart 1998, S. 49 und 87.

Einzelnachweise

Kategorie:Psychoanalyse