Der Wahlkreis Diepholz – Nienburg I (Wahlkreis 33) ist ein Bundestagswahlkreis in Niedersachsen. Er umfasst den Landkreis Diepholz und vom Landkreis Nienburg/Weser die Samtgemeinden Grafschaft Hoya und Uchte. Bei der letzten Bundestagswahl waren 193.398 Einwohner wahlberechtigt.

Wahlkreisgeschichte Der Wahlkreis war bei der Bundestagswahl 1949 die Nummer 23 der niedersächsischen Wahlkreise. Danach erhielt er die bundesweite Wahlkreisnummer 45. Für die Bundestagswahlen 1965 bis 1976 hatte er die Nummer 34, bei den Wahlen 1980 bis 1998 die Nummer 28 und 2002 bis 2009 die Nummer 34. Seit 2013 trägt er die Nummer 33. Bei den Bundestagswahlen 1949 bis 1961 hieß der Wahlkreis Diepholz – Melle – Wittlage, bei den Wahlen 1965 bis 1976 Nienburg und bei den Bundestagswahlen 1980 bis 1998 Diepholz.

Ursprünglich umfasste der Wahlkreis das Gebiet der Landkreise Grafschaft Diepholz, Melle und Wittlage sowie vom Landkreis Nienburg das Gebiet der heute zur Gemeinde Stolzenau gehörigen Gemeinden Diethe, Fresdorf und Nendorf sowie das Gebiet der heute zur Samtgemeinde Uchte gehörigen Gemeinden Diepenau, Essern, Lavelsloh, Nordel und Steinbrink (heute: Gemeinde Diepenau), Harrienstedt, Huddestorf, Jenhorst, Kleinheerse und Raddestorf (heute: Gemeinde Raddestorf), Gutsbezirk Darlaten, Höfen, Hoysinghausen, Lohhof, Uchte und Woltringhausen (heute: Gemeinde Uchte) sowie Bonhorst, Brünninghorstedt, Großenvörde, Sapelloh und Warmsen (heute: Gemeinde Warmsen).

Vor der Bundestagswahl 1965 kam der gesamte Landkreis Nienburg zum Wahlkreis hinzu. Gleichzeitig erfolgte die Umbenennung des Wahlkreises in Nienburg. Obwohl die Landkreise Melle und Wittlage schon 1972 im Landkreis Osnabrück aufgegangen waren, gehörte ihr Gebiet noch bis einschließlich der Bundestagswahl 1976 zum Wahlkreis Nienburg. Erst im Zuge der Neuordnung der Wahlkreise vor der Bundestagswahl 1980 kam das Gebiet dieser beiden ehemaligen Landkreise zum Wahlkreis Osnabrück-Land. Gleichzeitig ging auch der Landkreis Nienburg an den neu geschaffenen Wahlkreis Nienburg – Schaumburg. Danach bestand der Wahlkreis lediglich aus dem Gebiet des nach der Kreisreform 1977 aus dem Landkreis Grafschaft Diepholz und dem größeren Teil des Landkreises Grafschaft Hoya gebildeten Landkreises Diepholz.

Vor der Bundestagswahl 2002 wurde das Wahlkreisgebiet erweitert und besteht seitdem in der eingangs beschriebenen Form.

Wahlkreisabgeordnete Wahl Abgeordneter Partei Stimmenin % 1949 34,2 1953 26,7 1957 30,5 1961 35,4 1965 45,1 1969 46,4 1972 45,5 1976 49,2 1980 46,0 1983 50,1 1987 44,3 1990 46,3 1994 44,3 1998 48,4 2002 48,3 2005 45,7 2009 37,5 2013 47,5 2017 44,6 2021 33,8 2025 35,4

Wahlergebnisse Bundestagswahl 2025

Bundestagswahl 2021

Die Bundestagswahl 2021 fand am 26. September statt. Der Niedersächsische Landeswahlausschuss und der Kreiswahlausschuss haben in ihren Sitzungen am 30. Juli 2021 folgende Landeslisten und Direktkandidaten für die Bundestagswahl am 26. September 2021 zugelassen, die in der nachfolgenden Reihenfolge auf den Stimmzetteln erscheinen:

+DirektkandidatParteiErststimmen in %Zweitstimmen in %Axel KnoerigCDU33,825,3Peggy SchierenbeckSPD31,933,0Jan Andreas HinderksFDP9,412,1Alfons Josef August MuhleAfD6,77,1Sylvia Holste-HagenGRÜNE13,514,5Jürgen AbelmannDIE LINKE2,82,7–Die PARTEI–0,9–Tierschutzpartei–1,2–FREIE WÄHLER–0,9–PIRATEN–0,3–NPD–0,1–V-Partei³–0,1–ÖDP–0,1–MLPD–0,0–DKP–0,0Detlev PigorsdieBasis1,51,2–du.–0,1–LKR–0,0–Die Humanisten–0,1–Team Todenhöfer–0,3–Volt–0,2Rüdiger GumsParteilos0,5–

Bundestagswahl 2017

Die Bundestagswahl 2017 fand am 24. September statt, die Landeslisten und Kreiswahlvorschläge müssen bis zum 17. Juli 2017 eingereicht werden. Der Landeswahlausschuss und der Kreiswahlausschuss haben in ihren Sitzungen am 28. Juli 2017 folgende Landes- und Kreiswahlvorschläge zugelassen:

Direktkandidatdiepholz.de (PDF) Parteilandeswahlleiter.niedersachsen.de Erststimmen in % Zweitstimmen in % Axel Knoerig CDU 44,6 37,9 Tevfik Özkan SPD 27,3 25,5 Klaus-Joachim Schmelz GRÜNE 7,7 8,1 Jürgen Abelmann DIE LINKE. 5,3 6,1 Alexander Carapinha-Hesse FDP 7,0 10,5 Karl-Heinz Gerd Breternitz AfD 8,1 8,4 – PIRATEN – 0,3 – NPD – 0,2 – Tierschutzpartei – 0,9 – FREIE WÄHLER – 0,5 – MLPD – 0,0 – BGE – 0,2 – DiB – 0,1 – DKP – 0,0 – DM – 0,1 – ÖDP – 0,1 – Die PARTEI – 0,7 – V-Partei³ – 0,1

Bundestagswahl 2013

Diese fand am 22. September 2013 statt, zugelassen waren 14 Landeslisten.

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Axel Knoerig CDU 47,5 43,5 Christoph Lanzendörfer SPD 33,4 31,5 Marcel Schiller FDP 2,0 4,9 Torsten Eggelmann GRÜNE 7,5 8,2 Ingo Waschner DIE LINKE. 3,5 4,5 Mario Gärtner PIRATEN 1,5 1,5 Bernd Neumann NPD 0,9 0,8 – Tierschutzpartei – 0,8 – MLPD – 0,0 Arno Heinz Staschewski AfD 2,5 3,4 – pro Deutschland – 0,1 – REP – 0,1 Olaf Schulz FREIE WÄHLER 0,6 0,5 – PBC – 0,1 Rüdiger Gums Parteilos 0,4 –

Bundestagswahl 2009

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Rolf Kramer SPD 34,5 27,7 Axel Knoerig CDU 37,5 33,8 Horst Gaumann FDP 11,4 15,7 Stefanie Henneke GRÜNE 8,5 10,0 Ulrich Vanek LINKE 7,0 8,3 Dietrich Seidel NPD 1,2 1,0 – Die Tierschutzpartei — 0,8 – PIRATEN — 1,7 – RRP – 0,7

Weblinks Strukturdaten des Wahlkreises Diepholz – Nienburg I beim Bundeswahlleiter

Einzelnachweise

Diepholz - Nienburg I Kategorie:Politik (Landkreis Nienburg/Weser) Kategorie:Politik (Landkreis Diepholz) DiepholzNienburg1