Gotthard Bülau (* 27. Februar 1835 in Hamburg; † 20. Oktober 1900 Hamburger Abendblatt Nr. 249 vom 24. Oktober 1950, Seite 6. ebenda) war ein deutscher Internist.
Werdegang mini|hochkant|Grabmal Gotthard Bülau auf dem Friedhof Ohlsdorf Gotthard Bülau war Sohn des Arztes Gustav Bülau (1799–1857). Ab 1854 studierte er in Heidelberg und Göttingen, wo er 1858 seine Doktorarbeit abschloss. Im Herbst 1858 wurde er für drei Jahre Assistenzarzt am Allgemeinen Krankenhaus St. Georg in Hamburg. Anfang 1867 vertrat er den erkrankten Georg Karl Franz Tuengel (1816–1873), dessen Nachfolger er 1869 als Chefarzt einer der vier neu eingerichteten Inneren Abteilungen wurde. 1886 gab er diese Stellung auf, da er mit seiner Privatpraxis ausgelastet war.Ole Daniel Enersen: bei whonamedit.com Sein Nachfolger im Krankenhaus wurde Karl Eisenlohr.
Leistungen Die Beschreibung der Thoraxdrainage bei Empyem der Pleurahöhle, welche Bülau 1875 erstmals in HamburgFriedrich Wilhelm Gierhake, Julius Muasya Kyambi: Lunge und Pleurahöhle. In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung. Mit einem Geleitwort von Rudolf Nissen. Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 153–163, hier: S. 154. durchführte, war bahnbrechend – dieser Eingriff ist daher nach ihm benannt als Bülau-Drainage.
Literatur Gotthard Bülau: Für die Heber-Drainage bei Behandlung des Empyems. Zeitschrift für klinische Medicin, Berlin, 1891, 18: 31–45. J. A. Gläser: Entgegnung auf Dr. G. Bülau's Artikel: „Für die Heber-Drainage bei Behandlung des Empyem“. Zeitschrift für klinische Medicin, Berlin, 1891: 480–492. Paul E. Van Schil, Edward R. Munnell: Thoracic drainage and the contribution of Gotthard Bülau. In: The Annals of Thoracic Surgery. Band 64, 1997, S. 1876.
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