Hans Stürm (* 1942 in Bischofszell; † 30. Juni 2002 in Zürich) war ein Schweizer Kameramann und Filmproduzent, der zu den Mitbegründern des Jungen Schweizer Films gehörte.

Leben Stürm studierte zunächst Philosophie in Freiburg und Paris, absolvierte dann aber die Filmhochschule IDHEC in Paris, die er 1967 mit dem Kameramann-Diplom abschloss. Zurück in der Schweiz gehörte er 1975 zu den Mitbegründern des Filmkollektiv Zürich.

In den folgenden drei Jahrzehnten führte Stürm vor allem bei Dokumentarfilmen die Kamera und arbeitete mit zahlreichen namhaften Filmschaffenden seines Landes zusammen, etwa Alexander J. Seiler, Richard Dindo, Villi Hermann oder Niklaus Meienberg.

1982 erhielt er zusammen mit Villi Hermann und Niklaus Meienberg einen Adolf-Grimme-Preis mit Bronze für Es ist kalt in Brandenburg (Hitler töten).Adolf-Grimme-Preis 1982

Stürm lebte mit der Schweizer Filmemacherin Beatrice Michel zusammen. Er starb während des gemeinsamen Filmprojekts Klingenhof an einem Herzinfarkt; Michel hat seinen Tod im Film thematisiert.

Der Nachlass von Stürm befindet sich im Forschungs- und Archivierungszentrum der Cinémathèque suisse in Zürich.

Werke 1967: Musikwettbewerb 1968: Metro 1972: Zur Wohnungsfrage 1975: Ein Streik ist keine Sonntagsschule 1977: Lieber Herr Doktor – Ein Film über Schwangerschaftsabbruch 1977: San Gottardo 1978: Aufpassen macht Schule 1980: Il valore della donna e il suo silenzio 1980: Es ist kalt in Brandenburg (Hitler töten) 1981–1985: Gossliwil 1992: Sertschawan – Bei meinen Augen 1997: Kaddisch 2005: Klingenhof

Einzelnachweise

Literatur Filmen als Stellungnahme: Zum Tod von Hans Stürm. In: Neue Zürcher Zeitung, 5. Juli 2002 Yumma! Aneee! Arbeiten im Team. In: WOZ Die Wochenzeitung, 3. März 2005

Weblinks

Fonds Hans Stürm und Beatrice Michel. Signatur: CH CS CSZ 014. Forschungs- und Archivierungszentrum Cinémathèque suisse Zürich.

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